Ukraine-Krieg ...
... eine Doku, die nicht von denen da oben diktiert wird, sondern von Sachkenntnis und Verstand. Lesen Sie:
"Putin ist böse. Schröder ist böse. Schlachtet sie!" 11-3-2022
Der Westen in der Falle – die beeindruckende Bilanz grüner Außenpolitik 8-3-2022
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Golf in GT - mit Werner Schwarz
Regelmäßig wird GT-Autor Werner Schwarz aus der Welt des Golfsports berichten. lesen
BI KW e.V.
BI zur Verbesserung der Lebensqualität für Mensch und Tier in Königs Wusterhausen und seinen Ortsteilen: Gegen die Mauer vor einem Weg von der Friedensaue zum Krüpelsee. Zernsdorfer sind erzürnt, weil sich kein Politiker ihrer Sorgen annimmt. Weil kein Politiker für die Herstellung des Rechts sorgt. lesen.
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Zernsdorfer kämpfen für ihre Rechte. Demokratisches Fenster nennen sie die aktuelle Kolumne ihrer Bürgerinitiative. Neu die Beiträge:
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Akademische Welt: Nachrichten aus den Hochschulen. lesen
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Nahost-Analysen von den GT-Korrespondenten aus Jerusalem, Israel. lesen
Kirgisztan - mon amour, nennt die Schauspielerin Julia Lindig ihr Fotofeuilleton über das Land. Die einstige Tatort-Darstellerin hat einen Plan, der bald schon das deutsche Theater bereichern dürfte. lesen
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Libyen unterm Feuersturm; Ägypten und die Revolutionslügen; der arabische Krisenbogen und seine Hintergründe; der Fall Soros - von Ferdinand Kroh. lesen
Kosovo, der jüngste Staat in Europa - Kommentare, Reportagen, Fotos - von Norbert Gisder. lesen
China Magazin in GT - alles über die Menschen, das Land, Kultur, Essen und Trinken, Politik, Wirtschaft. Und zwar so, wie ein Mensch forscht, der ein Land kennenlernen will. lesen
Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin-Brandenburg. lesen
Messen - und die Weltausstellung Expo 2012 in Yeosu, Südkorea, mit einem Überblick und den Fotos über die wichtigsten Pavillions. lesen
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Malta, ein Verbrecherstaat? Der Fall Daphne Caruana Galizia
Malta, ein Staat, den man boykottieren sollte. Ein Staat, der sich bestimmt nicht für Julian Assange einsetzt. Ein Staat, in dem die Menschenrechte de facto nicht existent sind. Ein Verbrecherstaat? Drei Jahre nach der Ermordung der Journalistin Daphne Caruana Galizia in Malta zeigen die maltesischen Behörden noch immer kaum Engagement dabei, den Fall aufzuklären. lesen
US-Atombomben aus Deutschland abziehen
Zum Internationalen Tag für die vollständige Beseitigung von Atomwaffen am 26. September

Die Bundesregierung muss ihrer Verantwortung bei der atomaren Abrüstung endlich gerecht werden und, wie von einer überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung gefordert, den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland in die Wege leiten. Die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags der UNO darf aus Deutschland nicht länger blockiert werden, zumal nur noch fünf Staaten fehlen, damit er in Kraft treten kann. lesen
Erdogan stoppen: Zur Behauptung des türkischen Präsidenten, gegen den IS vorgehen zu wollen, tatsächlich jedoch lediglich die Kurden zu bekämpfen, gibt es weltweit Kritik - die von den Nato-Verbündeten der Türkei weitgehend ausgeblendet wird. Das türkische Militär geht an der syrisch-türkischen Grenze gegen kurdische Flüchtlinge vor und verwehrt Opfern der Angriffe des IS die Einreise in die Türkei, während sich IS-Kämpfer dort weiter frei bewegen können. Die Kumpanei Merkels mit Erdoğan muss beendet werden. Das fordern nicht nur Gregor Gysi und Sevim Dagdelen in ihren Kommentaren. lesen
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Privacy Shield ist die neue Daten-Mogelpackung
Die ‚Safe Harbour‘-Nachfolgeregelung der EU Kommission kann die massenhaften Datenerhebungen und -nutzungen durch US-Behörden nicht im Ansatz verhindern und ist weder mit den europäischen Grundrechten noch mit der aktuellen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vereinbar. Man kann deshalb nur hoffen, dass sie nicht lange Bestand haben wird. Sagt Jan Korte in seiner Analyse in GT. lesen
Dauerstreit und Debatte in GT
Coca-Cola - Aus für 550 Familien
Syrien und der Krieg
TTIP - der Verrat
Jan Böhmermann - der Verrat II
Fracking - der Verrat III
SPD - der Chef-Umfaller
Paris - alles gut?
Gentechnik: lecker!
Wider den Leinenzwang
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Das neue Buch: "Glück im Schritt"
Die Neuauflage der Prosa-Klassiker von Norbert Gisder. Mit der Geschichte „Die Maske der Schönen“, der Novelle „Mars ruft Venus“ und dem Roman „Amok – oder: Die Schatten der Diva“ hat Norbert Gisder der Deutschen Belletristik drei große, schillernde Werke hinzugefügt, die in jedem ernst zu nehmenden, deutschen Feuilleton Beachtung gefunden haben. In einer Sonderedition gibt die Reihe GT-E-Books für Leser dieses Magazins alle drei Prosastücke in einem Sammelband unter einem schillernden, vieldeutenden Bild neu heraus. „Glück im Schritt“ lautet der metapherndichte Titel. mehr lesen
Gasthaus "Zur Byttna" - Straupitz im Oberspreewald

Das Gasthaus "Zur Byttna" an der Cottbuser Straße 28 in Straupitz hat einen eigenen, einen ganz unverwechselbaren Charme. Das liegt sicherlich an den Köchen, die beste Wildgerichte zaubern, den Beilagen das gewisse Etwas bei-zaubern und Arrangements präsentieren, bei denen schon der Anblick zu einer kulinarischen Kostbarkeit wird. Kein Wunder, dass die Gäste Anfahrten aus Berlin und Dresden nicht scheuen. Und wer nach dem Festmahl im Oberspreewald noch einen Tag bleiben will, dem helfen die Gästehäuser des schönsten Dorfes im Osten. lesen


Lirica – die zwei letzten Tage einer lyrischen Seereise von Südengland nach Hamburg
23 Tage von Abu Dhabi nach Hamburg. Eine „Positionierungsfahrt“ mit dem Kreuzfahrtschiff MSC Lirica entlang der Golfstaaten-Küsten, durch Suezkanal, Mittelmeer und Straße von Gibraltar. Dem Portugiesischen Nordwind mutig die Stirn bietend. Golf von Biscaya, Ärmelkanal und Nordsee querend. Mit Landgängen in einigen der schönsten Städte Europas. Mehr als 2000 Kreuzfahrer aller Herren Länder frönten offshore ihrer Religion – der Liebe zum Meer.
Doch die Gewinner erkennt man am Ziel: Hamburger und Hamburg-Kenner haben sich zum Einlaufen in den Hafen der Hansestadt morgens um 6 vor dem Buffet des Restaurants auf Deck 11 natürlich vor den Fensterplätzen auf der Backbordseite positioniert. Mit Blick auf Michel, Hotel Stadt Hamburg, Elbphilharmonie und eines der schönsten Städtepanoramen Deutschlands.
Nein, das große Schiff bekommt dadurch keine Schlagseite. Denn erstens sind es nicht so viele, die sich morgens um 6 die Welt, wenn die noch in Ordnung ist, aus luftiger Höhe vom obersten Servicedeck der jüngsten Hamburgerin, der MSC Lirica, die Promenaden unterm Michel anschauen. Und außerdem werden auch die weniger hansestadtaffinen Seereisenden auf der Steuerbordseite fürstlich verwöhnt. Genau mit diesem exzellenten Service wird sich das 258 Meter lange Kreuzfahrtschiff der Kreuzfahrt-Flotte des italienischen MSC-Verbundes über die Elbmetropole hinaus zweifellos einen guten Ruf erwerben. Denn als eine rein europäische und gerade nicht amerikanisch gesteuerte Reederei ist MSC nach wie vor in Familienhand - allein das schon ist qualitätsbewussten Kaufleuten nicht nur im Norden einen Sympathiebonus wert.
Dagmar und Jürgen Marx waren von Anfang an dabei. Die Pensionäre aus Idar Oberstein treffe ich wohlgelaunt auf Deck 11 – bei grad 11 Grad im Freien sitzend. Jürgen im T-Shirt. So viel Hitze kann nur die Liebe hervorrufen. Bei Dagmar und Jürgen ist es die Liebe zur See – und natürlich zueinander. „Naja, Liebe schön und gut, aber gekracht hat es auch schon, und zwar gewaltig“, erzählt Jürgen, der auf der Lirica eine Suite gebucht und seine zweite Geliebte, Dagmar, dort nach allen Regeln der Kunst verwöhnt hat. Damit wird klar: mit „gekracht“ meint Jürgen das Verhältnis der Kreuzfahrer zu ihrer Reederei … „da gibt es schon mal unterschiedliche Auffassungen über das, was Passagiere wünschen und auch brauchen.“ Über die Sicherheit hinaus sind das auf einem Kreuzfahrtschiff vor allem: Informationen, Informationen, Informationen.
„Davon kann man nie genug bekommen – und hat doch auf der Lirica so gut wie keine erhalten: Nicht einmal als wir durch den Suez-Kanal gefahren sind, schallte über die Lautsprecher auch nur ein Wort über das interessante Drumherum rechts und links der Wasserstraße“ beklagt nicht nur die Reiseleiterin Ines Z, die ihren vollen Namen nicht nennen will, weil sie dann wieder so viele Anrufe von Fremden kriegt, die sie buchen wollen.
Kreuzfahrer aller Decks und Lounges können Klagen der Schweizerin allerdings unterstreichen. Und Familie Marx sagt: „Sehr schlecht“ sei die Informationslage auch beim Besuch von Stonehenge in Südengland gewesen. „Kein Mensch auf dem Schiff hat uns gesagt, dass man im nahen Salesbury mit Euro nicht bezahlen kann.“ Jürgen schüttelt den Kopf. „Völlig unbegreiflich!“ Und natürlich konnten es Dagmar und er selbst auch nicht ahnen, dass es in Europa noch ein Land gibt, das den Euro so missachtet. „Also mussten wir uns nach dem Besuch von Stonehenge erst einmal in die lange Schlange vor dem einzigen Geldautomaten stellen und für hohe Gebühren ein paar Pfund ziehen, damit wir wenigstens eine Tasse Kaffee und etwas zu knabbern kaufen konnten.“
Zur Nautik hätte Jürgen auch noch eine Menge zu sagen, er will aber nicht nur meckern, also lobt er die Freundlichkeit des Personals und die Schönheit der Reise von Abu Dhabi bis Hamburg. „Doch, insgesamt sind wir sehr zufrieden“, unterstützt Ehefrau Dagmar und übernimmt die Gesprächsführung. Ihr Mann schmust unterdessen mit der Stewardess und genießt einmal mehr die Freundlichkeit des Personals bei einem herzlichen Bussi-Bussi-Austausch. Die Lektion spricht eine klare Sprache: Hält die Ehe lang genug, wird die Toleranz entsprechend … Familie Marx ist dafür ein erfrischendes Beispiel.
Ganz anders Günther Geltmeier: Mit Frau Sabine hat der Vater eines Sohnes, der selbst Koch ist, vor allem an der Küche so seine Kritik zu äußern gehabt … - das Fleisch aus Arabien sei teilweise „wie Leder“ (vileda?), nein, wie Leder gewesen und von den Rinderrouladen seien an seinem „und dem Nachbartisch auch“ 80 Prozent zurückgegangen: „wegen des Nachgeschmacks – wie Chlor im Abgang“ sagt einer. Darüber hätte er noch hinweggesehen, sagt Günther Geltmeier. Nicht verzeihen will es der Pensionär der Reederei, dass sich von offizieller Seite zunächst niemand für die Beschwerden interessiert habe.
Über die Bordlautsprecher wird unser Gespräch unterbrochen: Man weist auf eine 60-Prozent-Reduktion auf Preise in diversen Shops und im Wellness-Zentrum hin. Günther sagt: „Damit muss man sich hier die Ohren vollstopfen lassen – über die Seegebiete, die wir befahren, wird kein Wort verloren.“
„Körperverletzung“, sagt auch ein anderer Reisender, der diese Kritik zufällig mithört. „Wenn ich shoppen will, buche ich doch keine Kreuzfahrt.“
Damit steht dieser Reisende in Sachen Meergenuss allerdings einsam auf den Fluren voll shoppender Seereisender: Die Mehrzahl der Kreuzfahrer ist froh über die unglaublich reichhaltigen und durchaus auch attraktiven Angebote, ist ganz offensichtlich entzückt von den buntglitzernden Vitrinen auf den Decks 5 bis 12. „Man hat ja sonst nicht viel zu tun und in der vielen, freien Zeit ist es durchaus vergnüglich, in diesem Gefühl des Luxus zu schwelgen, sich alles leisten zu können.“ Swantje will ihren vollen Namen ebenfalls „lieber nicht“ nennen. Sie arbeitet in einem großen, deutschen Zeitungsverlag, wo sie zur Zeit als krank gemeldet ist. „ … da muss niemand wissen, dass ich meine Erholung nur auf See finde.“ Wir kennen uns von früher und so plaudert Swantje munter drauflos, als wir uns neben einer Svarowski-Vitrine zufällig treffen.
Als Journalist, der die letzten von 23 Tagen begleitet, will man vieles wissen – nicht nur über das, was passiert ist, sondern auch über die Menschen, die das Vergnügen an Bord zu ihrem Beruf gemacht haben.
Kreuzfahrtdirektorin Anna Werner ist so eine. Eine Powerfrau. Hellwacher Blick und trainierter Body, eine unerschütterliche Freundlichkeit im Ausdruck.
Beim Gespräch mit Anna Werner erfahren wir, dass nicht alles an Bord der Lirica nur mit der reinen Lehre der reinen Freude zu tun hat: Die Kreuzfahrtdirektorin, ein Bremer Kind, ist gelernte Schiffskauffrau. Weil unter dem vollen Lockenschopf schon immer ein ganz eigener Trotz steckte, ließ sich die attraktive Schiffsbraut auch schon als Twen von niemandem abhalten, die Welt zu umarmen. Lufthansa und TUI stehen in ihrem Lebenslauf. Ihre Liebe jedoch fand sie erst auf dem Schiff. Seit 2000 als Bordreiseleitung, seit 2002 bei MSC, seit 2005 als Assistentin des Kreuzfahrtdirektors und seit 2009 selbst Direktorin, arbeitet Anna zur Zeit ihre Nachfolgerin Claudia ein, auch ein hübsches Kind, das zweifellos Furore machen wird: Denn eine Seefahrt ist zwar nicht immer lustig, dafür aber intensiv. „Das Privatleben wird in den Beruf integriert und dieser wird zur Privatsache“, sagt Anna Werner, blickt tiefgründig in die Runde, wird plötzlich schweigsam … ein Geheimnis … Anna hat ein Geheimnis, das spürt man.
Nun sind Journalisten von Beruf brutal. Also: Herausquetschen, was nicht gesagt werden will, was in der Wolke der Diskretion verborgen bleiben soll … und klar, es kommt heraus: Anna heiratet. Einen Seemann. Nein, nicht aus dem Motorraum. Es ist schon einer, der zu dieser stolzen, hochgewachsenen Schwarzhaarigen passt … ja, einer von diesem schönen Schiff, der Lirica, einer, der selbst auch Verantwortung trägt und so weiter. An dieser Stelle allerdings schweigt des Sängers Höflichkeit – und der Brutalo mit dem Federkiel notiert, dass sich das Team von Anna, 62 Berufskreuzfahrer aus der Großfamilie des Hoteldirektors an Bord, mit ihrer Chefin über die bevorstehende Heirat dieser Tage freut, die in Italien gefeiert wird. Ebenso freuen sich die Kreativen aber auch auf die zukünftige „big Mama“ Claudia, die schon (fast ) in die Schuhe ihrer Vorgängerin passt: Produktion, Theater, Artisten, Social-Management etc. etc. werden dann von der Neuen geführt. Das ist nicht nur auf langen Fahrten ein wichtiger Job, der nach ausgeprägtem Verantwortungsgefühl ruft. Die abendlichen Theateraufführungen auf den MSC-Schiffen genießen bei Neulingen wie „Wiederholungstätern“ an Bord auch bei Kurzreisen über Nord- und Ostsee den Ruf, „legendär“ zu sein und Hochkultur auf See zu tragen.
Da gibt es Tänzer aus England, der Ukraine und Australien. Einen Artisten aus Russland. Künstler aus der Dominikanischen Republik. Zwei Tänzer aus Argentinien. Den legendären Sänger Adrian aus Rumänien, der mit seiner Kollegin aus Kuba im Duett die Seelen der Theaterbesucher berührt. Sie alle sind in ihren Verträgen auf See jeweils mindestens sechs Monate der Kreuzfahrtdirektorin unterstellt, die ihnen zugleich Freundin und Vorgesetzte, Kummerkasten und Muse der Inspiration sein muss, eben jene Big Mama, als welche Anna Werner jetzt die Brücke der schönen, darstellenden Kunst verlässt.
Wir fahren mit der alten See eines vergangenen Sturmes nordostwärts. Southampton, London und die Themse haben wir in der Nacht hinter uns gelassen. Nun liegt rechts voraus Amsterdam. Wir werden die schöne Grachtenstadt nicht besuchen. Unser Ziel heißt Hamburg. Kurs 45 Grad, der Wind tut das seine, um die rasende Kreuzfahrer-Schrankwand mit ihren 12 Decks und somit mehr als 30 Meter hohem, kastenförmigen Aufbau auf nahezu 30 Stundenkilometer Geschwindigkeit zu beschleunigen. Anna plaudert munter über ihre mal 7-, mal 11-Stunden-Tage. Es ist, als erzähle sie gerade vom Genuss einer neuen Eiscreation … kein Zweifel, solche Talente braucht die Seefahrt, um lustig zu sein.
Wir wünschen Anna und ihrem Odysseus, dem siegreichen Eroberer, eine immer wieder glückliche Heimkehr – und hoffentlich viele Kinder; vielleicht nicht alle mit solch lockigen Trotzköpfchen wie big Mama Anna.
Staff Captain Gugliermo Silvero reißt uns aus den Wolken von Lust und Liebe zurück in die harte, die realistische Seite der Seefahrt auf einem Kreuzfahrtschiff. Safety first, Savety und Security, Maintenance, Crewmembers, Discipline & Welfare sind die Stichworte, zu denen uns der Stellvertreter des Kapitäns ein paar Takte in Granit meißeln will: Mag die Todesfalle vor Giglio auch Wochen nach dem Unfall des Kreuzfahrt-Havaristen aus der Costa-Flotte noch so sehr mahnen, niemals arrogant zu werden – sein Schiff sei sicher. Das ist die zentrale Botschaft. Staff Captain Silvero bläst sie in immer neu variiertem Redeschwall in die Runde … von der Kaffeemaschine bis zum dieselelektrischen Motor- und Technikbereich könne er das garantieren.
Wir dürfen uns davon leider selbst nicht überzeugen. Nein, Safety first.
Genau so wenig, wie wir als „Touristen“ auf die Brücke dürfen, dürfen wir in die heiligen Hallen der SOLAS-geschützten Technikbereiche. Nein, auch ein Rettungsboot will der Herr über die Serurity nicht für Demo- und Übungszwecke herablassen, so sehr er uns als Journalisten auch schätzen mag. Als ich ihn trotzdem nach dem Warum frage, schaut er mich fast so angefasst an, als sei er ein katholischer Priester, den der Papst zu einem Bordellbesuch schicken wolle, um zu zeigen, dass man sich im Zölibat viel besser fühle. So etwas ist natürlich streng verboten und Sicherheit ist auch in der Spaßgesellschaft einer Kreuzfahrergemeinde kein Spiel. Nein, im Gegenteil, es handelt sich bei den verschiedenen, regelmäßigen Übungen der Sicherheitsrollen um unerbittlichen Ernst. Darum kürze ich die vielen Worte des weit gefahrenen Seebären mit der gestenreichen Sprache und der Mimik eines Mannes, der seine Mission aus Überzeugung nicht eine Sekunde aus den Augen verliert, vertrauensvoll ab: Safety first! An Bord eines jeden Schiffes von MSC sorgt ein Staff-Captain dafür, dass das schöne Logo auf den mächtigen Schloten niemals so arg in Schräglage gerät, dass es im Salz der Meere enden könnte. Versprochen.
Sicher hat die Sicherheitseinweisung am Vortag und in Begleitung von Gugliermos Safety Officer Francesco de Curtis deshalb nur wenige Minuten in Anspruch genommen: Man weiß eben nicht nur, was die Reisenden brauchen, sondern auch, was sie nicht brauchen. Verunsicherung fällt in letztere Kategorie.
Es folgt Gennaro Andrione, Food and Beverage-Manager. Die Quantitäten, in denen der Italo-Gourmet mit der Aura eines Mini-Kojaks raisonniert, sind beeindruckend: Immer sind es gleich Hunderte, insgesamt Tausende von Kilogramm, mit denen Gennaro Andrione rechnet.
Bier und Weißbier, am besten deutsche Marken wie Paulaner, stehen auf den Hitlisten der Gästewünsche immer ganz oben. Und das Beste: Vom Pumpernickel bis zum Sorbet – der Food- & Beverage-Manager testet immer selbst. Nur was Kojak schmeckt, kommt auch auf die Teller der Gäste.
Dabei hat Gennaro durchaus Helfer in seinem Team: In der Küche inklusive eigener Bäckerei und Fleischerei arbeiten 140 Könner, in allen Sektionen des Genuss-Profis sind es 350 – die Arbeitsplätze in Bars und Restaurants inklusive. Und davon hat die Lirica reichlich – …
Gennaro Andrione hat seine Fertigkeiten auf einer Management-Schule erworben, im Club Med sowie Hotels in der Schweiz und England verfeinert. Als talentierter Sproß einer im Hotelfach versierten Touristenregion in Italien wird er sehr ernst, einmal auf die Qualität angesprochen: Natürlich dürfe man auch auf einem Kreuzfahrtschiff, ja, man müsse sogar auf die Kosten achten. Die Qualität aber habe in seinen Dispositionen immer den Vorrang, der hohe Standard der Küchenkunst ist sein Stolz. Gennaro nennt das den Cooking-Factor. Ich bedanke mich dafür besonders – denn egal was, ob es der Tintenfischsalat oder die Wildschwein-Schnitte, der Putenrollbraten oder das Sorbet von Johannisbeeren war – ich konnte essen, so viel ich wollte, ich nahm einfach nicht ab! …
Da wundere ich mich schon, wenn Gerhard Herbert Ritter, Inhaber einer Blackcard und mit 12 MSC-Kreuzfahrten und 120 Übernachtungen an Bord aller möglicher MSC-Dampfer verbittert pestet: „Es wird von Mal zu Mal schlechter. Das liegt an der Mode. Heute muss jeder mal `ne Kreuzfahrt machen – oder was heute als solche bezeichnet wird. Das war noch ganz anders, als ich vor 30 Jahren meine erste gemacht habe.“ Gerhard Herbert Ritter schaut also vom Balkon seiner Kabine 10059 auf die See und ist unzufrieden. Mir tut dieser alte Seebär eher leid.
Abends in meiner wunderhübschen, kleinen Außenkabine ohne Balkon aber mit Fenster schaue ich auf die Lichter von Cuxhaven, die ich rechter Hand sehe. In Nordholz habe ich mein Seasurvival absolviert, damals, im Tornado-Training bei der Deutschen Marine. Unter Leitung von Korvettenkapitän Moog. In diesem Seegebiet trainierten wir mit dem Schlepper Wangerooge … ich schaue auf die ewig schäumende See dieses kleinen, flachen atlantischen Randmeeres, das so viel Wasser führt und fühle mich glücklich. Seefahrt. Ohne Seefahrt fehlt der Seele etwas, denke ich - … und bin eingeschlafen.
Nun gibt es ja immer so’ne und solche Menschen. Wenn Ritter vielleicht zu jenen gehört, so gehört Giuseppe Pane ganz sicher zu denen. Der Hoteldirektor der Lirica „befehligt“ mit 850 Angestellten auf dem Schiff den größten Personalkörper der knapp 1200 Berufsseefahrer an Bord. Ohne dort gewesen zu sein, lobt er die Hotelfachschule Lausanne und ihre gute Küchentradition, erzählt von dem perfekten Service, den er als Sohn einer Familie mit eigenem Hotel in Sorento sozusagen mit der Muttermilch geschlürft hat.
Kein Wunder, dass der junge Deckoffizier bei MSC Cargo vor 27 Jahren eine rasante Karriere startete: Mit grad 24 Jahren wechselte er auf die Passagierlinie, jetzt, mit 47 Jahren, untersteht er – neben dem Maschinendirektor und dem Staff Captain als dritte Säule in der Reihe der Stellvertreter allein dem Kapitän des Schiffes.
Auf Gespür und Geschick im Umgang dieses Mannes mit Schiffsmanpower und Passagieren ist die gesamte Fortune des Erfolges von MSC aufgebaut – da muss der Kopf an der Spitze auch wirklich spitze sein. Giuseppe Pane ist es. Kein zweiter Seemann an Bord der Lirica hat mich mehr beeindruckt als Giuseppe. Augenmaß und Menschlichkeit, ein Ton, der die Zuhörer mitnimmt und fühlen lässt, dass sie verstanden werden, wenn sie Probleme äußern; eine Didaktik im Umgang, die dennoch keinen Zweifel an der Autorität aufkommen lässt. Pane hätte ich stundenlang zuhören können. Vor allem aber hat er glaubwürdig vermittelt, dass man als Hoteldirektor ohne Arbeit zwar auskommen könnte, dies aber gar nicht mehr wollte, wenn sie einem erst einmal ins Blut gegangen ist. „Man hat immer seine Freunde um sich. Nie ist man allein.“
Ingrid Schischek aus Hinterbrühl in Österreich und Kurt Weinert haben Giuseppe Pane leider nicht persönlich kennengelernt. Aber sie sprechen sicher für die bei weitem überwiegende Mehrheit der Passagiere, wenn sie die Personalführung des Schiffes loben. Und intuitiv wissen sie, dass da ein kluger Mensch an der Spitze der Bataillone stehen muss, deren dienstbare Geister den Arabien-Kreuzfahrern auf der Heimfahrt aus dem gelobten Land nach Hamburg die Zeit versüßten.
Ingrid will für GT ein Tagebuch schreiben – „vielleicht!“ – wenn sie dazu kommt, sagt sie. Ich würde mir sehr wünschen, dass Ingrid Schischek die Zeit findet. Mir haben die paar kurzen Sätze der Zufriedenheit sehr gefallen, mit denen sie die Reise zusammengefasst hat.
Beim Abendessen serviert Roby mit der ihm eigenen Grandezza bei perfekten Umgangsformen und trotzdem in geradezu anrührender Bescheidenheit den Wein, empfiehlt die Gerichte, fegt vor dem Dessert mit Espresso die Krümel von der Tischdecke. Der Balinese, der mit seiner Arbeit seine Familie auf der Trauminsel vor Indonesien unterstützt, freut sich wie ein Kind, wie es mir schmeckt und ist sichtlich bemüht, mir jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Kaum rufe ich Roby, ist er da: „Yes, Mr. Gisder“ – Roby hört, notiert, liefert – es ist ein Service, wie man ihn in Deutschland, aber auch andernorts, kaum in dieser Perfektion und Unauffälligkeit findet.
Die Äußerungen vieler weiterer Passagiere, die Schiff, Tour und Crew gelobt haben, die in diesem kleinen Feuilleton namenlos bleiben, obwohl sie mir ihre Sicht differenziert geschildert haben, seien durch einen Satz der kleinen Engländerin zusammengefasst, die mich am letzten Abend und unmittelbar vor meiner Kabinentür beinahe noch zu einem Glas Veuve verleitet hätte, so charmant hat sie mich gebeten, ihre Champagnerflasche zu öffnen. Diese Perle der verführerischen Umgangsneckerei sagte, als ich sie nach ihrem Fazit zu den 23 Tagen auf See fragte: "If you have done it, don’t worry about. If not you missed a lot. But don’t worry about, because you don’t know what you missed. Nevertheless believe me: There is no Happening on Sea without seaman`s Happening - wherever. However.” Bei diesen Worten senkt sie den Blick, reckt ihren wohl geformten Körper, wobei die kleinen, festen Brüste aufrührerisch wippen. Raffiniert, diese hübschen, modernen jungen Dinger. Ich habe mir vorgenommen, darüber nachzudenken, Sweetheart.
Man sieht sich ja immer zweimal.
Ich freu mich drauf.