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Griechenland unterm Wind - die Kykladen-Serie

Von Santorin nach Piräus - Logbuch einer Segelreise gegen den Wind

Von Norbert Gisder

Carlotta hat einen Segelschein. Gerade erst bestanden – das allerdings in einer der besten Segelschulen Deutschlands: der Windjammer-Akademie des Hamburger Segellehrers Richard Jeske. „Well-Sailing“ heißt die Schule. Und gut zu segeln, das lernt man dort. Allerdings auf Großseglern. Unser Kykladen-Törn ist ihr erster längerer Schlag, bei dem sie die neu erworbenen Kenntnisse anwenden kann. Zwei weitere Mitsegler haben keinerlei Segelkenntnisse – bis dato.

Die Kykladen-Überführungs-Tour machen wir auf einer Slup, einer Sportyacht von 41 Fuß Länge, Mast mit Großbaum und Großsegel, einem Vorsegel. Das ist zwar noch ein kleines, immerhin aber schon richtiges Schiffchen. Für Carlotta so eine Art Feuertaufe in der Salzsee. Vor allem, wenn man Zeitdruck hat, weil es sich um einen Überführungs-, also Auftrags-Törn handelt: man muss dringend „heim“, weil der Vercharterer sein Schiff für die nächste Crew fertigmachen muss und der Flieger nach Deutschland gebucht ist. Also knüppeln wir, was das Zeug hält. So nah ran an den Wind, wie es nur geht. Uwe und Susi sind werden gelegentlich seekrank. Carlotta eigentlich auch. Weil sie aber zumindest Seemannschaft beherrscht, nimmt sie sich zusammen und reicht mir hin und wieder Salzgebäck, Wasser, oder auch schon mal die Karte zum Steuerstand, wenn wir zwischen Felsen hindurch navigieren müssen, die von den gischtgekrönten Kämmen der aufgepeitschten See im Sturm nahezu vollständig überspült werden. Der letzte Tag wird der härteste: Stundenlang bläst uns der Nordost mit 42 Knoten genau auf den Bug. Unsere 41-Fuß-Bavaria schlägt alle paar Bootslängen zwischen den zwei bis vier Meter hohen Wellen vor der südlichen Festlandsspitze Griechenlands in ein Seetal. Das uns unterm Starkwind entgegen rollende Meer tost wie Seedonner über die flachen Felsen vor der Küste. Da ist es keine Schande, seekrank zu sein. Auch ich habe mir an diesem Tag mein Mitternachtssüppchen noch mal durch den Kopf gehen lassen. Darf allerdings nicht schwächeln, denn ich bin der Skipper. Alle paar Minuten fasse ich in die linke Tasche der Hose meiner Hochsee-Kombi und drücke mir die Gedärme in den Leib zurück: Denn gleich am ersten Tag in See habe ich mir im linken Leisten einen Bruch zugezogen. Und weil kein Arzt weit und breit zu sehen ist, betreibe ich dies als einzige mir mögliche Form der Selbstmedikation. Ich verhehle allerdings nicht, dass mir das die Freude an der Ägais ein wenig vergällt hat. Sieben Tage ist das nun her. Vor sieben Tagen haben wir in Santorin die Bavaria durch die Eignerin, Katharina Vlachou, übernommen: Fortunato, der Schiffsname, stand uns trotz des Gegenwindes die ganze Tour hindurch als Motto – es war eine glückreiche Seefahrt.

Das Logbuch der Fortunato:

Nach der Übernahme der 41-Fuß-Bavaria durch Katharina am gestrigen Samstag in Thira auf Santorin, nach Erklärung von GPS und Technik, Segeln und Gut, sind wir am Sonntag, am späten Vormittag, den 3. Juni, aus dem Yachthafen im Süden der Kykladen-Insel ausgelaufen. Nun sehen wir hinauf bis zum Kraterrand dieser Vulkaninsel, über die wir am Vorabend noch mit einem Mietwagen gefahren sind.

Opens internal link in current windowFotos von Thira/Santorin

Das erste Frühstück in See wird zu einem kleinen Kampf gegen die Technik: Wo war noch mal was? Wie macht man das Gas an? Wo ist die Ersatzflasche? Wo bunkert man die Wasserflaschen am besten?

Der Motor hat uns aus dem sehr engen Hafenbecken geschnurrt. Zwei Mann Crew auf der Nachbaryacht haben angstvoll ihre Fender geführt, um zu verhindern, dass unser Bug durch den Südost-Wind seitwärts das Heck ihres Katamarans gedrückt werden könnte. Wir verlassen den Hafen ohne Havarie. Unsere Kurse: 3 Seemeilen nachSüden, 4 nach Osten, dann nach die Wende nach Nord und zwischen den Inseln Iraklia und Skhinousa in Richtung Westküste von Naxos. Dort wollen wir gegen Abend sein. So weit unser Plan.

Um 12.30 Uhr nehmen wir Kurs Süd, nach einer Meile Ost, nach weiteren 4 Seemeilen Kurs 14 Grad. Setzen Segel. Alle Manöver klappen wunderbar, Uwe und Susi, beide erstmals auf einer Sportyacht unterwegs, gewinnen rasch und sichtbar an Selbstvertrauen. Natürlich habe ich sie einen Tag zuvor gründlich in die Sicherheits-Ausrüstung, die Segel, das stehende und das laufende Gut eingeführt, den Motor, die Navigation und den Funk erklärt. Das Wetter ist glücklicherweise so schön, dass wir einen echten Badeurlaub erwarten können. So scheint es zumindest - noch.

Opens internal link in current windowFotos von der Fahrt nach Schinousa

Nach wenigen Stunden schlägt uns das Wetter erste Schnippchen: Weil wir den Törn als Überführungstörn verabredet haben, stehen wir unter großem Zeitdruck. Also schalten wir zeitweise den Motor an, um mit dessen Unterstützung höher an den rasch aufbrisenden Wind von mittlerweile schon fast 30 Knoten heranzukommen, der uns auf die Nase bläst. Ja, der anfangs so schöne Süd-, dann Südwest, dreht schon im Windschatten der Berge Santorins und kaum zwei Stunden nach dem Auslaufen auf Nord und erreicht Starkwindstärke.

Meine Crew, bis auf Carlotta ohne Segelschein und allesamt ohne Erfahrung, schaut mich an und fragt: „Welche Windstärke is’n das?“ Ich denke an einen Seeoffizier bei der Marine, mit dem ich – damals noch Kapitänleutnant – auf den schönen alten Zwölfern in der Flensburger Förde gesegelt bin. Der riet mir: Wenn Landratten an Bord sind, sagst du auf die Frage nach der Windstärke immer nur: „Ach, vielleicht schwache drei Beaufort?“ Die Crew schaute auf eine Liste im Cockpit, was drei Beaufort sind, und ist beruhigt.

Wir lassen Ios auf Backbord und segeln in den kleinen Hafen von Schinoussa (N. Skhinousa). Delfine kurz vor dem Hafen. Auf N 36°49,426’ E 25°30,725’ um 19.44 Uhr umspielt eine ganze Schule unsere Fortunato. Große und kleine, wunderschön, dunkelgrau mit weißen Streifen um den Schnabel. Erst eine Stunde vorher hatte ich im Meer gebadet. 300 Meter Wasser unter mir. Es war ein schöner erster Tag in See.

Dummerweise habe ich mir bei Arbeiten auf dem Vorschiff durch eine Überdehnung der Sehnen im Leistenbereich bei einem ungewohnten Ausfallschritt den Bruch geholt, der mich die nächsten Tage noch ordentlich behindern soll. Immer wieder kommen meine Innereien unter der Hautoberfläche zwischen der gebrochenen Bauchdecke hervor und bilden hässliche Wülste in der Leiste, die ich per Handarbeit ins Leibinnere zurückdrücke. („Besser hättest du es gar nicht machen können“, wird mir mein Arzt später sagen. „Der Bruch war so groß, dass sich da gar nichts verklemmen konnte.“ Im Kampf um Kilometer gegen den Wind ist mir mein Reflex der Selbstheilung allerdings kein echter Trost.)

In dem kleinen Hafen der winzigen Insel Schinoussa legen wir ins Päckchen neben einen Franzosen, der mit seiner 50 Fuß Oceanis, mit Ehefrau und sechs jungen Mädchen durch die Kykladen segelt. Ein Traum!

35 Seemeilen haben wir geschafft. Mehr war nicht drin. Auch deshalb, weil ich meine drei Strippenzieher nicht überfordern wollte.

Im Dorf Panagia auf Schinoussa essen wir in einer griechischen Kneipe wunderbare Oliven zum selbst gekelterten Wein des Winzer-Wirts, der sichtlich stolz ist, als es uns schmeckt. Der Sohn bedient, die Frau kocht, das halbe Dorf sitzt auf der Terrasse, sternenklarer Himmel, der fast noch volle Mond läuft so flach über die See, dass wir ihn nicht einmal zu sehen bekommen.

Opens internal link in current windowFotos von der Insel Schinousa

Die Sicherheitseinweisung haben Carlotta und ich mit Susi und Uwe an den Rettungswesten und den Seenotsignalen in See noch einmal gemacht. Doppelt hält besser, das ist meine Erfahrung mit Menschen vom Land. Leinen sowie Bordmittel, Navigation und Epirb habe ich auch auf dem Wasser noch einmal erklärt und motiviere die Crew, bei Unsicherheiten lieber noch einmal nachzufragen. Dann ist die Motivation, sich Details zu merken, größer. Schon während dieser ersten Etappe zeigte es sich übrigens, dass die seemännische Ausbildung von Richard Jeske meiner Carlotta ein hohes Niveau vermittelt hat: ihre Navigation über die 35 Seemeilen leitete uns punktgenau in den Hafen. Den Abend verbringen wir damit, diese Erfahrungen Revue passieren zu lassen …

Zweiter Tag in See.

10 Uhr. Wir haben um 08.00 Uhr in einem schönen und perfekten Manöver unsere französischen Gaststeg-Eigner aus dem Päckchen entlassen, die Fähre beobachtet, an deren Kai wir festgemacht haben, danach noch ein Stündchen geschlafen und gefrühstückt. Mit einem Spaziergang durch das kleine Dorf über der Bucht verabschiedeten wir uns von dieser hübschen Insel, der wunderschöne Bar Panagia, den Eseln mit den Holzsätteln vor den Häusern und den alten, kautabakspuckend unter Strohdächern sitzenden Männern. Uwe wollte am Hafen noch eine Blindschleiche streicheln. Doch es stellte sich heraus, dass diese erstens erstaunlich gut sah und zweitens gar nicht schlich, als er sie anfasste. War wohl doch eine Sandviper.

Wir legen ab. Der Wind kommt aus NNE. Genau dort wollen wir hin. Also kreuzen wir.

Auf N 37°2,85 und E 25°19 liegt ein schlecht sichtbares Schiffswrack (Amarides) südliche einer mit Leuchtturm versehenen Felseninsel. Der Schlot schaut noch heraus. Es ist ein bisschen gruselig, an dieses Stück aus dem Wasser schauenden Schornsteinrost heranzufahren, genau zwischen Paros und Naxos gelegen, in einer großartigen See- und Inselkulissen-Landschaft, deren Strömungen, Windverhältnisse und plötzlich aufkommende Stürme niemand unterschätzen sollte, wie uns dieses Wrack lehrt.

Opens internal link in current windowFotos vom Wrack und von diesem Seetag

Der Wind brist immer wieder auf. Und gerade als wir uns dem Wrack nähern, um uns die Katastrophe vorzustellen, haben wir plötzlich nur noch 2 Meter Wasser unterm Tiefenmesser und einen Böengürtel von 36 Knoten Wind rund um uns. 35 Grad zeigt der Krängungsmesser an, wir machen, dass wir aus dieser Flachwasserfalle herauskommen..

Mit zeitweiser Motorunterstützung schaffen wir immerhin ca. 5 sm über Grund/h hoch am Wind, also sind wir etwa viereinhalb Stunden später im Außenhafen von Naxos Stadt angekommen. Es brist gewaltig. Die schöne Kulisse der Stadt mit ihrer Festung über der Touristen-Meile und den schönen Restaurants, einer engen Altstadt mit Gässchen, deren Bewohner sich auf die neue Saison vorbereiten, hält uns trotz des anstrengenden Segeltags bis weit nach Mitternacht gefangen. Shoppen und essen. Mir macht mein Leistenbruch zu schaffen, aber die Altstadt zaubert das Schlimmste weg: Keine Touristen-Burgen stören die Ästhetik. Hübsche Läden. Preislich sicher angepasst an das Niveau des Einkommens der Gäste, die in der Saison erwartet werden. Es gibt Bimsstein aus den Felsen am Ort und Seife aus Oliven. Es duftet nach Kräutern und Tee, Früchten und Fisch. Ich esse nach einem griechischen Salat das beste, frische Schwertfischsteak meines Lebens. Festes, saftiges Fleisch, selbst unmittelbar unter der Haut keine Spur von tranig. Der Kellner humorvoll und der Weingeschmack stark. Um halb ein Uhr nachts fallen wir in die Kojen.

3. Tag in See.

Wir liegen im Außenhafen von Naxos. Gerade mal 21 Seemeilen Luftlinie vom Ort unseres verträumten Aufbruchs gestern Nachmittag. Es gibt unterschiedliche Wetterprognosen: Während die einen Nordost vorhersagen, vermuten andere SE. BF 5-6. Optimal. Da würden wir bis Delos, noch 35 Seemeilen, diesmal aber übers offene Meer, ungeschützt durch Inseln, in max. 5 Stunden reiten. Nordost ginge auch. Dann wäre es aber weniger magenfreundlich.

Opens internal link in current windowFotos von Naxos

Uwe kocht Kaffee, die Mädchen sind im Internet-Cafe, um bessere Wetterdaten abzufischen. Eben lief einen deutsche Crew mit ihrer Charteryacht aus. Eine Kanadische hingegen hat aus dem Außenhafen in den Innenhafen verholt. Der Skipper, Serge, drei Frauen, Suzette, Suzanne, Diana, Frau des Skippers. Die drei haben uns gestern geholfen, als wir – natürlich wieder römisch-katholisch – gegen 20.30 am Außenhafen bei ordentlich Wind unter Buganker festgemacht haben.

Erfreulich: Unsere Bavaria steuert sich in der Rückwärtsfahrt wie ein Kleinwagen auf dem Dorfplatz. Wir landeten punktgenau und machten fest. Es ist trotzdem mehr als freundlich, wie hilfsbereit die wenigen anderen Segler, aber auch die Insulaner an Land sind: Immer ist sofort jemand da, der die Leinen annimmt und über die Poller legt.

Am 3. Seetag nun heult der Wind in den Wanten. BF 7 über dem Hafen von Naxos Stadt. Uwe entfernt das Wasser aus dem schlecht arbeitenden Kühlschrank. Sehr unhygienisch. Außerdem stinkt es aus dem Plastik, das offenbar alle Gerüche der Crews der letzten Jahre aufgenommen hat.

Auch sonst ist an dem Schiff, das äußerlich gepflegt wirkt, doch einiges sehr beklagenswert: Leinen sind aufgeribbelt und in schlechtem, bruchgefährdeten Zustand, Bimini-Nähte lösen sich. Immerhin halten die Seeventile dicht und die Segel rollen sich astrein aus dem Mast, wenn man sie etwas mit der Holeleine unterstützt. Etwas komplizierter ist das mit der Rollfock. Sie funktioniert, aber man muss die Furlex mit der Hand führen.

Der Anker hingegen funktioniert wunderbar, es ist ein Pflugscharanker mit großen Flunken, die den sandigen Grund gut halten und auch im Pflanzenwerk der Buchten das Schiff stabil stehen lassen.

23 Euro pro Tag kostet das Festmachen im geschützten Innenhafen. Im Außenhafen, wo wir liegen, zahlen wir 10 Euro. Wer schon mal mit regelmäßig 89 Euro pro Übernachtung in den Marinas in Kroatien geschröpft wurde, kann über solche Preise nicht meckern. (Sicher, Dusche und Strom und Service bis zur Mooring sind in Kroatien Standard, in Griechenland ist so ein Luxus kaum zu finden). Trotzdem ist mir die Inselwelt sympathisch, weil ursprünglicher. Fast überall gibt es außerdem auch kostenlose Möglichkeiten, festzumachen. Und wenn ein Innenhafen wie der in Naxos dann für Strom und Infrastruktur auch ohne Moorings 23 Euro verlangt, ist das meines Erachtens mehr als gerechtfertigt.

Wir verlassen die Hippie-Insel. Unser Ziel heute: Kurs Nord. Insel Delos. Die Löwen.

3. Tag in See – Die Fahrt nach Delos

Segeln entlang der Ägäis-Perlen der Kykladen-Inseln ist wie ein schöner Traum. Einer, der wirkt und bleibt und den man nicht vergisst. Die meisten Segler, die Santorin sehen wollen, starten im Norden, denn der Wind weht an nahezu 250 Tagen im Jahr aus nördlichen Richtungen, so dass man mit raumen Winden auf Kursen zwischen 90 und 180 Grad rasch voran kommt und die Yacht ein angenehmes Seeverhalten hat. Wir haben die umgekehrte Richtung gewählt: Von Santorin nach Piräus, Athen. Das bedeutet, fast eine Woche lang Aufkreuzen: Von Südost nach Nordwest gegen Wind aus 290 bis 310 Grad. Für unsere segelunerfahrene Crew war das einerseits eine Belastung, die zu manchem Unwohlsein führte, andererseits gab uns die Natur manche Ausrede für schöne Umwege und für den einen oder anderen Hafentag mit Museumsbesuchen und viel Kultur. Die Fahrt nach Delos ist so ein Beispiel. Nachdem wir die Nacht in der Marina von Naxos verbracht hatten, nahmen wir uns für den Schlag nach Delos viel Zeit.

Opens internal link in current windowFotos von diesem Seetag

Die Fahrt auf die Löweninsel sollte uns – so die Wetter-Prognosen - am 3. Tag in See Südost-Wind um 15 kn bringen. Pustekuchen. Zwar hatten wir schönen Wind um 20 Knoten, als wir aus dem Hafen von Naxos liefen. Und auch während des Setzens der Segel – ohne Reffs – blies uns ein gleichmäßiger Wind unserem Ziel schnell näher. Dann aber wurden wir bei den über die Inseln fegenden Böen aus wechselnden und immer nördlicheren Richtungen mit bis zu 40 Knoten teilweise furchtbar auf die Seite geworfen. Wir reffen und müssen unsere Kurse in immer neuen Wendemanövern der Natur anpassen – denn genau gegenan geht halt nicht. Kaum sind wir aus dem Bereich der Landabdeckung zwischen den beiden Nordspitzen von Paros und Naxos heraus, flaut der Wind zunächst auf 4-5 Knoten ab, so dass wir wieder volle Segel setzen, um eine knappe halbe Stunde später wieder auf 26 Knoten aufzufrischen. Und die kommen nun genau aus Nordwest, wohin uns unser Kurs führen soll. Also: kreuzen. Für die 18 Seemeilen nach Delos brauchen wir so fünf Stunden – und aus den 18 Seemeilen sind fast 30 geworden. Spaß gemacht hat es trotzdem und gelernt haben wir alle. Es gibt zwischen den Inseln der Kykladen ganz eigene meteorologische Mikrokosmen, Windsysteme, die auf den besten Wetterseiten des Internet nicht beschrieben werden. Das macht das Segeln hier irgendwie ein wenig archaisch. Man sollte immer bereit sein, Prognosen über den Haufen zu werfen und Entscheidungen schnell zu überdenken.

Am Kai von Delos dürfen wir nicht festmachen. Die Insel ist ein einziges Museum. „You can come tomorrow.“ Aber nur bis 15 Uhr. Sagt eine Frau am Kai. Danach müssen Charteryachten die Bucht vor dem Archäologischen Museum verlassen – zu groß wäre die Gefahr, dass sich Reisende von der nahen Insel Artefakte ins Gepäck laden.

Achtung: Es gibt gerade in einigen der schönen, besonders malerischen Buchten nördlich der Museumsinsel Delos gefährliche Unter-Wasser-Hindernisse, auf die man unbedingt achten muss, es lohnt sich, einen Mann aufs Vorschiff zu stellen, der regelmäßig Meldung macht. Für uns besorgt das Uwe. In einer nahen Ankerbucht auf der Nachbarinsel Nisos Rinia hält unser Anker bei mittlerweile doch wieder 16 Knoten Wind, die über die Hänge fallen, leider nicht. Wir laufen also schließlich nach Mykonos und wollen dort zunächst in den alten Stadthafen. Der ist für Charteryachten jedoch nicht freigegeben. Also machen wir im neuen Hafen, drei Kilometer außerhalb von Mykonos Stadt, fest. Die Kaimauern sind grob und aus vielfach gebrochenem Beton, an dem sich jede Leine in kürzester Zeit aufreibt, wenn man das Scheuern nicht durch seemännisch korrekt gesetzte Vor- und Achterleine, Vor- und Achterspring unterbindet. Die Insel-Verwaltung arbeitet an einer neuen Marina für die Yachties, doch zu dem Zeitpunkt, als wir dort festmachten, blies uns der Wind noch den Bausand aufs Deck.

Immerhin wird daran gearbeitet, und irgendwann wird es auf dieser Insel einen modernen Yachthafen mit Fähranleger geben und mit Platz für Kreuzfahrtschiffe an zwei gewaltigen Außenmolen. Ja, in Mykonos hat man festgestellt, dass es sich lohnt, für Seefahrer einen ordentlichen Hafen bereitzustellen. Uns allerdings bietet diese so genannte Sportboot-Marina noch einen beklagenswerten Zustand. An dem behelfsmäßigen Poller-Mobiliar auf den miserabel rauen Kaimauern hat sich sicher schon so mancher Segler seine Festmacher durchgescheuert. Und das oft in einer einzigen, schwellreichen Nacht. Bei den Preisen, die man heute für ordentliche Festmacher zahlt, ist eine ordentliche kroatische ACE-Marina im Vergleich also geradezu schnäppchenbillig.

Landgang auf Mykonos heißt zugleich: Geld mitnehmen. Beispiel: Uwe und Susi. Sie kauften in der Stadt ein Trägerhemdchen für 125 Euro. Ein Kilo Eis für 14 Euro. Der Espresso kostete 4 Euro. Und die Kugel Eis 2 Euro, winzigklein, ohne Früchte oder Sahne dabei. Caipirinha 10 Euro, 0,3 L Bier 6 Euro. Der Bus vom neuen Hafen in die Altstadt ist mit 1,5 Euro dagegen bezahlbar, Taxi für 5 Euro ebenso.

Bilderbogen von Mykonos wird demnächst veröffentlicht.

Am Morgen hat der hinter uns liegende Chartersegler unseren Backbordbug leicht touchiert, als er gegen 6 Uhr den Liegeplatz verlässt. Auf Anfrage sagte eine Frau: Nein. Nicht touchiert. Der Skipper winkte unablässig. Gestern Abend noch sagte er, er würde möglicherweise unsere Hilfe benötigen. Heute legte er ab, ohne erneut anzufragen. Di Mare hieß die Yacht, die Seeleute sprachen polnisch. Beschädigt haben sie nichts.

Was wir leider für einen nächsten Aufenthalt aufheben müssen, ist der Besuch in dem archäologischen Museum sowie den Spaziergang zu den legendären Windmühlen auf der Klippe über der Altstadt. Hübsche venezianische Häuser gelten als attraktive Kulisse für zahlungskräftige Touristen aus Asien, Amerika und den reichen Ländern Europas, die hier Urlaub machen.

Wir verlassen Mykonos frühmorgens, um nun endlich die Löweninsel zu sehen, die wir am Vortag nicht mehr besuchen durften.

4. Tag in See

Die Fahrt nach Delos ist von Mykonos aus sechs Seemeilen kurz. Wir brauchen ca. eine Stunde. Endlich Steinlöwen gucken. Wir gehen vor Anker, machen das Dinghi klar, kuttern rüber. Es ist 12.30 Uhr, als wir auf dem Ausgrabungsfeld ankommen. Wunderbar. Ein schöner Rundgang. Zwar quäle ich mich mit meinem Bruch herum, doch die Ausgrabungen entschädigen mich. Poseidon-Tempel. Ruinen. Wunderschöne Marmorsäulen. Beeindruckend. Gegen 15.30, das Museum und die Insel haben schon eine halbe Stunde geschlossen, müssen wir leider zurück. Wir verbringen den Tag noch auf der Yacht in der Bucht vor der Insel. Wir baden, schnorcheln, sonnen uns.

Opens internal link in current windowFotos von Delos

Zwei Dinge belasten die Atmosphäre: Mein Bruch in der linken Leiste und eine hartnäckige Erkältung, die sich Carlotta zugezogen hat. Gestern hatte sie zeitweise Fieber. Heute ging es ihr zwischenzeitlich wieder besser. Nach dem Besuch der Ausgrabungsstätte ist ihre Laune allerdings unerträglich. Man könnte auch sagen: zum Kotzen.

Vor zwei Jahren sind wir das erste Mal gemeinsam auf der „Illusion“, einem Siebensegellängenkreuzer des Berliner Seglers Hans Heckmann miteinander gesegelt. Heute wollten wir diesen Jahrestag feiern. Von Feierlaune ist allerdings bis in den Abend keine Spur. Wir laufen gegen 18 Uhr aus, nachdem wir bereits mehrmals von den Inselwachen aufgefordert wurden, die Bucht zu verlassen.

Unser Ziel ist Tinos, die religiöseste Insel der Kykladen, sagen die Führer.

Opens internal link in current windowFotos von der Weiterfahrt nach Tinos

Uwe und Susi sind super. Nicht seekrank, sind sie immer fleißig, machen Backschaft und Anker und die Leinen, setzen Segel und sind immer guter Laune.

Die Fahrt von Delos nach Tinos starten wir nach einer guten Portion Spaghetti. Es sind nun ca. 15 Seemeilen, die wir in zweieinhalb Stunden über die offene See absegeln.

In einen großzügigen, gut befeuerten Hafen machen wir fest. 21.21 Uhr ist das Schiff klar für einen ersten Landgang. Es wird unser nördlichster Punkt der Kykladen-Reise. Von hier sind es noch ca. 100 sm bis Athen.

Die Stadt ist wunderschön. Häuser, die mich mit ihrem Kolonialstil an Brasilien erinnern. Eine große Überraschung. Dimitris, ein stämmiger Grieche, der sich mit Leinen-Annehmen am Hafen ein Zubrot verdient, gibt uns den Tipp, unsere elektrischen Geräte im Restaurant von Gianni und Giorgiu direkt am Hafen aufzuladen. Denn an Bord funktioniert leider nur die 12-Volt-Steckdose, über die mein Laptop gespeist wird. Die 220 V Steckdosen tun es alle nicht. Wir gehen also zu Gianni und Giorgiu und hängen nun für Stromfresser an fünf  Steckdosen im Restaurant. Dann gehen wir spazieren. Ich schaffe es leider wegen des Bruchs nicht bis zur Kathedrale auf dem Berg. Uwe und Susi erzählen, es lohne sich. Ich will mir am nächsten Tag ein Taxi dorthin nehmen und die Kathedrale, zu der viele Gläubige einmal im Leben auf Knien hinauf rutschen, besuchen, bevor wir weitersegeln.

Der 5. Tag – nein, nicht in See, wir beschließen einen LayDay

Um 7.30 Uhr wollen wir bei Giorgiu frühstücken. Uwe räumt schon früh die Küche auf. Carlotta, zwischenzeitlich etwas erträglicher, hilft.

Ich schreibe ins Logbuch: „Mein Namenstag. Niemand hat gratuliert. Nicht schlimm. Ich genieße das Andenken an meinen heiligen Urahn allein, ohne es jemanden zur Kenntnis zu geben, mache jedem in meiner Crew ein kleines Geschenk. Für Carlotta habe ich auf Naxos eine kleine Bronze ausgesucht. Ein sitzender Frauenakt, der ein – „N“ markiert. Sicher wird die kalte Schöne irgendein Grab in Carlottas Antiquitäten-Höhle finden, in der höchstens durch Zufall dereinst einer auf dieses schöne Mitbringsel aus einem Laden in Naxos-Stadt stößt.“

Das Heulen des Windes, der mit 7 Beaufort über den Hafen pfeift und in den Wanten der Yachten singt, hat uns zu diesem Hafentag überredet. Prall aus West. Wir müssten sonst bei nördlicher Rundung der westlichen Inseln und südlicher Umfahrung des Militärgebietes auf dem Weg nach Kea stundenlang, womöglich die gesamte Strecke, auf Gegenwind gefasst sein. Also sagen wir uns: Auf Tinos gibt es viel zu sehen. Altstadt, Neustadt, Hafen, die Stadt wächst in die Berge hinein, überall wird restauriert und sehr viel neu gebaut. Lasst uns ein paar Stunden über die Insel schwanken.

In der Parallelstraße zur Straße, die die Gläubigen zur Kathedrale auf Knien hinauf pilgern, treffen wir Captain Dimitris M. Artemis. Der Mann ist 67 Jahre alt und baut Schiffe. Traditionell, authentisch, maßstabsgetreu. Monatelang arbeitet er an jedem einzelnen. Zwei pro Jahr. Einmal in Fahrt gekommen, erzählt er uns, wie er im Vorstand einer griechischen Reederei am Ankauf der deutschen Hansa-Lines mitgearbeitet hat.

Vor neun Jahren hat er dann mit dem Modellbau begonnen. Ist in aller Welt als Kapitän gesegelt. Preise um 3000 Euro nimmt er für jedes seiner Modelle. Und demnächst stellt er einige sogar in Wladiwostock aus. Seine Ehefrau schaut ihn hingebungsvoll an, während er erzählt. „23 Jahre jünger als ich“, erzählt Dimitris, sichtlich stolz, und stellt uns seinen Sohn vor. 30 Jahre alt.

Tinos bleibt für uns einzigartig. Die religiöse Atmosphäre liegt wie eine Glocke über dem Leben. Die Kerzen in der Kathedrale. Der Weihrauchgeruch. Perspektiven: Man sieht aus der Kathedrale den Hafen. Überall finden sich Seefahrermotive und Romantik. In den Trittsteinen, in den Brunnen, in den Fenstern. Ein gewachsener Wallfahrerort. Höfe, Ecken, Brunnen, Amphoren in sorgsam angelegten Gärten, Parks. Überall Schiffe, Delfine, Tauben … Motive … Touristenkitsch auch, sicher, aber es wirkt nicht kitschig. Eher sympathisch. Wie der Granatapfel mit der hl. Maria darin. Wie die porzellanenen Schiffsmotive. Die Menschen sind sehr freundlich, freundlicher noch als auf den anderen Inseln, wo uns die Liebe der Menschen auch schon begeistert hat. Und die Atmosphäre ist sehr entspannt. Die Saison beginnt und die Menschen freuen sich auf die Besucher.

Es hat etwas Jahrhunderte Überdauerndes, etwas Ewiges, das Leben hier. Irgendwie eine fast heilige Ausstrahlung. Man spürt Respekt und Ehre. Eine Mischung aus kolonialem Südamerika, aus Brasiliens Nordosten, aus altem Griechenland, wie man es sich vorstellen kann. Man sieht keine fetten, hässlichen Touristen, der Hafen ist mitten in der Stadt und man kann im Cockpit sitzen und hat an allem Anteil.

Die kleinen Läden sind vollgestopft mit Kolonialwaren, der Schiffsausrüster hat alles auf 25 qm, man fragt und wird freundlich bedient.

Uwe und Susi haben gekocht. Eintopf. Wir haben ausgiebig Mittagsschlaf gehalten und fühlen uns ausgeruht. Alles ist schön. So viel Handwerk. Von der Geldschale aus Marmor im Werkzeugladen von 1837 bis zum japanischen Marinesäbel aus dem 1. Weltkrieg, den ich zwischen Muscheln aus der Karibik finde. Keiner ist beleidigt, wenn man nach ausgiebiger Besichtigung nichts kauft. Die Verkäufer schwatzen einem nichts auf. Man hat das Gefühl von einer Kulturnation mit Stolz und Zufriedenheit.

Der Taxifahrer, der uns zur Kathedrale fährt, spricht kein Wort Englisch und versteht uns trotzdem. Man zeigt mit den Händen, wohin man will, und siehe da, es klappt.

Die ‚Altstadt ist unglaublich.

Von überall hat man den Blick auf den Hafen, in dem von der Fähre über den Schiffer bis zur Luxusyacht und der Militärfregatte alle Schiffstypen nebeneinander liegen und fahren.

Opens internal link in current windowNoch einmal zu den Fotos über Delos und unseren Liegetag dort

Morgen fahren wir auf nach Kea zu. Dort werden wir die nächste Nacht verbringen. Etwas mehr als 40 sm liegen vor uns. Wind aus Nord um 6 Beaufort wird erwartet. Wir sind gespannt.

Der 6. Tag wird wieder einer in See.

Wie geplant, sind wir um 09.00 aus dem Hafen von Tinos ausgelaufen. Es gab etwas Wuhling, weil unser Nachbar seinen Anker über unseren gelegt hat. Ich hebelte den anderen ‚Anker aus und zog unseren hoch. Dann holten wir den Haken, der Carlotta beim Halten der Leine aus der Hand gerutscht ist, aus dem Hafenbecken und nahmen Kurs auf die Ausfahrt.

Bei 25 Knoten Wind aus Nord setzten wir Segel, etwa zu einem Drittel gerefft. Rauschefahrt in Richtung 270°. 5-6 Knoten Fahrt. Wir runden die Nordspitze und das Militärgebiet der Insel Kea und laufen mit halbem Wind vor der Nordküste entlang, dann mit Wind von achtern die Küste hinab und in den Hafen von Kea.

Die Schiffseignerin, Katerina Vlachou, hat angerufen. Wir sagen ihr, dass wir in Kea übernachten und morgen nach Piräus kommen. Sie fragt, wie wir das schaffen wollen – bei erwartetem Nordwest. Nun, sage ich, wir werden sehen. Wir sind die ganze Strecke bisher gegenan gut vorangekommen – und werden natürlich auch den Rest schaffen.

Opens internal link in current windowFotos von der Fahrt nach Kea

Die Bucht von Kea liegt in der Abendsonne. Unsere letzte Nacht auf dem Boot sollte eigentlich erholsam werden. Doch dann kommt die Armada: An die 120 Boote und Yachten, die an einer Kykladen-Regatta teilnehmen, stopfen den Hafen voll, legen sich vor und quetschen sich neben uns, alles römisch-katholisch, jeder mit Buganker, deren Leinen ergeben bald ein wirres Knäuel, das das ganze Hafenbecken verknotet. Wie da herauskommen, morgens um fünf? (Das ist die Zeit, die wir uns für unsere Abfahrt nach Piräus vorgenommen haben.)

Opens internal link in current windowFotos von der Insel Kea

Der Regattaleiter empfiehlt: „Geht jetzt schon raus, legt euch auf Reede. Jetzt können wir euch noch helfen, morgen früh wird sich dazu keiner bereitfinden.“ Und so taten wir es. In der Dunkelheit der Bucht fernab des Disko-Getöses der feiernden Regatta-Crews genossen wir die letzte Nacht auf dem schönen Boot, das seit einer Woche unsere Heimat war.

Der 7. Tag in See – Kea-Piräus

Nachdem wir von Kea aufgebrochen sind, freuten wir uns die ersten zwei Stunden über zunächst achterlichen, dann halben Wind von ca 30 Knoten Geschwindigkeit. Rauschefahrt. Jeder wollte mal am Rad drehen. Wir frühstückten unter fliegenden Federwolken und den ersten Strahlen der aufgehenden Sonne zunächst dem Süden des griechischen Festlandes entgegen, um dann nach Westen hin die Halbinsel zu runden, die den südlichsten Punkt des griechischen Festlandes südlich von Athen markiert. Nun sind wir keine 30 Meilen mehr von Piräus entfernt – und der Wind weht uns aus 33 Grad von Steuerbord auf die Nase. Steile, hackige Wellen von zwei bis drei Metern Höhe bremsen unsere Fahrt. Uwe hat es in dieser schweren See zuerst gepackt: Das Frühstück kam in einem gewaltigen Schwall ans Tageslicht zurück. Glücklicherweise hatte er noch die Geistesgegenwart, sich nach Lee über die Bordwand zu lehnen. Susi, die die Situation erkannte, hielt seine Beine. Kurz später legte sich Susi über Bord und Carlotta hielt sie. Der Gestank von Erbrochenem nimmt seine eigenen Wege. Und die gehen mitunter auch  gegen den Wind. Also beugte ich mich auch mal kurz hintenüber. Carlotta, die während dieser Zeit das Steuer hielt, legt einen gekonnten Sonnenschuss hin und befand danach: „Das ist zuviel. Das schaffe ich nicht.“ Damit gab sie mir das Steuer zurück. Wir hatten eine ordentliche Schieflage: Der Krängungsmesser zeigte 30 Grad, der Windmesser 42 Knoten, als wir die Festlandsspitze umrundeten und Kurs auf den Yachthafen südlich von Piräus anlegten. Mir tat meine Leiste so höllisch weh in dieser Stellung, mit dem linken Bein auf der Backbord-Cockpitbank, mit dem Rechten auf dem Boden vor dem Steuerrad, dass ich zwischenzeitlich überlegte, beizudrehen und mich auch hinzulegen. Der Sturm pfiff über unser Schiff und in Böen zeigten die Messgeräte bis zu 48 Knoten Wind. Allein die mahnenden Worte der Eignerin, die am Vorabend sagte, die nächsten Chartergäste würden schon warten und uns fragte, wie wir das schaffen wollten, bei diesem Wind an einem Tag von Kea nach Athen zu segeln, hinderten mich daran, aufzugeben. Wir fuhren weiter.

Drei Seekranke und ein Krüppel.

Carlotta, Susi und Uwe lagen in ihrem eigenen Saft im Cockpit und stöhnten. Und ich war wirklich für jeden Keks dankbar, für jeden Schluck Wasser, den mir Carlotta als einzige Aktive noch hin und wieder zum Steuerstand hinauf reichte.

Opens internal link in current windowFotos vom letzten Seetag - Kea/Piräus

Pünktlich zur Ansteuerung des Yachthafens ließ der Wind glücklicherweise nach. Und bei 22 Knoten machten wir am 7. Tag in See – römischkatholisch – nach 12 Stunden unter Tuch in Athen fest. Ohne Bruch, ohne Schaden. Unsere 41-Fuß-Bavaria Fortunato hatte sich wunderbar geschlagen. Endlich vor Buganker und achtern kreuzweise sicher vertäut, drückte ich mir ein letztes Mal die Gedärme in den Leib zurück und legte mich in meine Koje. Es war 18.30 Uhr. Elf Stunden hatte ich das Steuerrad geführt. Und weiß seither, dass es von Vorteil ist, wenn man mit einem Skipper segelt, der notfalls auch schon mal etwas wegstecken kann. Bloß muss das das nächst Mal nicht unbedingt ich selbst sein.

Bei der Schiffsübergabe fragte ich Katherine, ob es auch eine Saison gibt, in der man Santorin-Piräus machen könne, ohne ständig gegenan knüppeln zu müssen. „Oh, yes“, sagte sie, „i believe in Wintertime, up to May.“

Danach verbrachten wir noch drei schöne und inspirierte Tage in Athen.

Opens internal link in current windowFotos von Athen


Zusammenfassung der Seite:

Grand Tourisme - Worldwide

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