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Moderation: Öffnet internen Link im aktuellen FensterRena Larf.



 

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Öffnet internen Link im aktuellen FensterLibyen unterm Feuersturm; Ägypten und die Revolutionslügen; der arabische Krisenbogen und seine Hintergründe; der Fall Soros - von Ferdinand Kroh. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterKosovo 2011, der jüngste Staat in Europa drei Jahre nach der Unabhängigkeit - Kommentare, Reportagen, Fotos - von Norbert Gisder. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen 

Öffnet internen Link im aktuellen FensterChina Magazin in GT - alles über die Menschen, das Land, Kultur, Essen und Trinken, Politik, Wirtschaft. Und zwar so, wie ein Mensch forscht, der ein Land kennenlernen will. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Serie in GT

Öffnet internen Link im aktuellen FensterGrundsätzliche Überlegungen zur Produktivität von Arbeit und daraus entstehendem Wohlstand

 

Wer ein Boot auf dem Hänger transportiert, braucht eine zuverlässige Zugmaschine. Doch welche? Öffnet internen Link im aktuellen FensterSerie in GT

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GT - das Magazin der Querdenker: Menschen, Organisationen, Firmen und Vereine, die sich an denkende Zeitgenossen wenden - und die vor allem etwas zu sagen haben - werden Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier miteinander vernetzt.

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Die „cloud“ - das Monster

Kommentar von Peter Haisenko
30.12.2011

Wieder einmal wird mit einem Anglizismus ein Monster verniedlicht: Die cloud ist eine Wolke. Solange Wolken klein und weiß sind, erfreuen sie Herz und Auge. Wenn sie aber eine gewisse Größe überstiegen haben, werden Wolken nahezu unausweichlich zu schwarzen Monstern, zu Gewittern, deren Macht und Zerstörungskraft nicht mehr kontrolliert werden können.  

Warum nennt zum Beispiel die Telekom ihr Produkt cloud und nicht Wolke? Man kann vermuten, dass kaum ein Kunde gewillt sein dürfte, seine Daten und liebsten Bilder einer Wolke anzuvertrauen. Wolken zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie unkontrollierbar sind. Sie saugen alles auf, geben es aber nicht unbedingt wieder her. Sie können sich einfach auflösen.  

„Cloud-computing“ ist ein Trend der letzten Jahre, der ziemlich aggressiv propagiert wird. Mit „MobileMe“ hat Apple bereits seit einiger Zeit einen nahen Verwandten im Angebot. Der dem Kunden angediente Vorteil ist, dass Apple alle Endgeräte eines Kunden synchronisiert. Das heißt, dass iMac, iPhone und iPad untereinander ihre Daten austauschen, sobald sie online sind. Genial, möchte man sagen, aber es gibt natürlich einen Haken: Datentransfers über das Internet und durch den Rechner eines Providers sind das Ende privaten Datenschutzes.  

Schon heute betreiben sogar Firmen Datensicherung und Vernetzung auf fremden Rechnern. Offensichtlich ist den IT-Leuten – in diesem Fall muss das „Fach“ weggelassen werden – nicht klar, welche Risiken sie eingehen, wenn sie ihre sensiblen Daten über fremde Rechner laufen lassen. Mir sind Fälle bekannt, wo zum Beispiel Apple im Rahmen von MobileMe-Synchronisierungen einfach Inhalte gelöscht hat, weil diese von Apples Algorithmen als „anrüchig“ identifiziert worden sind. Diese Inhalte wurden dann auch konsequent auf allen eingebundenen Rechnern gelöscht.  

Ähnliches passierte bereits vor einigen Jahren bei 1&1. Ein Freund hat für mich einen Datensatz bearbeitet und wollte das sowohl von zu Hause aus können, als auch im Büro. Er hat den Datensatz im Speicher von 1&1 hinterlegt, wie in einer cloud, und sich gewundert, als plötzlich der gesamte Datensatz inklusive der bereits geleisteten Arbeit verschwunden war. Als Redakteur bei CHIP gelang es ihm herauszufinden, was passiert war. Er hatte dem Datensatz zur Unterscheidung vom Original drei x vorangestellt. 1&1 erklärte, dass sie grundsätzlich Datensätze mit sexuellem Inhalt aus ihrem Speicher entfernen und dass es ein Merkmal für sexuelle Inhalte wäre, wenn ein Datensatz mit „xxx“ beginnt. Sie haben sich weder entschuldigt, noch die verlorengegangene Arbeit entschädigt.  

Grundsätzlich muss man sich darüber im Klaren sein, dass jeder Komputer genau das tut, was sein Programmierer vorgesehen hat. Das gilt nicht nur für „Komputermodelle“, die selbstverständlich genau das gewünschte Ergebnis produzieren, sondern auch für den Zugriff auf alle Daten, die sich in einem Speicher befinden. Der „Sysop“ hat immer den totalen Zugriff auf alle Daten, die ihn interessieren – und natürlich auch die Kontrolle über ihren Bestand.  

Bevor also eine cloud auch nur halbwegs akzeptabel sein könnte, muss eine gesetzliche Regelung geschaffen sein. Die gibt es noch nicht. Der Gesetzgeber hinkt wieder einmal dem technischen Fortschritt hinterher, verhindert aber nicht, dass sich Datensammler mit der cloud in einem rechtsfreien Raum bewegen.

Generell muss man den Geisteszustand eines jeden hinterfragen, der persönliche Daten und Bilder außerhalb einer Sphäre hinterlegt, die er selbst kontrollieren und deren Unversehrtheit sicherstellen kann. Bedenken Sie, alles, was nicht aufwendig geschützt wird, wird zum öffentlichen Gut, sobald es im Netz ist. Zumindest die amerikanische NSA greift mit Sicherheit darauf zu. Das ist ihr definierter Auftrag. Wollen Sie, dass ihre Urlaubsfotos, unterlegt mit Datum und manchmal auch Ortsangaben, von irgendwelchen Nerds analysiert werden?  

Richtig gefährlich, ja geradezu fahrlässig wird es allerdings, wenn Firmen ihre interne Vernetzung und Synchronisierung einer Fremdfirma übergeben, oder noch schlimmer, ihre Datensicherung auf externen Rechnern betreiben. Obwohl zur Zeit vor allem die TelekomCloud aggressiv beworben wird, gibt es eine Fülle anderer privater cloud-Anbieter für Firmen, von denen man oftmals nicht weiß, in welchem Land ihr Rechner steht. Clouds werden aggressiv und oftmals kostenfrei angeboten. Allein das sollte stutzig machen, denn niemand wird etwas verschenken, ohne einen Vorteil davon zu erwarten.  

Wo früher das Problem klassischer Industriespionage eher auf illoyale Mitarbeiter konzentriert war, ist man mit Cloud-computing auf die Loyalität des Cloud-Betreibers (ein Chinese vielleicht?) angewiesen. Von dem Moment an, wenn der Zugriff auf den Firmenrechner auch nur ein Bisschen freigegeben ist, egal für wen, weiß niemand mehr in der Firma, auf welche Daten die Fremdfirma zugreift – oder welche Daten von dieser aufgespielt werden. Totale Kontrolle – nur nicht die Ihre.  

Heute bedarf es noch einigen Aufwands, einer missliebigen Person zum Beispiel Kinderpornographie auf seinen Rechner zu schleusen, ohne dass es bemerkt wird. Es sind schon Fälle bekannt geworden, wo genau das einem Banker passiert ist (HSH-Nordbank), weil er abgeschossen werden sollte. Der Beweis, dass diese Daten nicht von ihm selbst hochgeladen worden sind, war in diesem Fall wahrscheinlich weniger schwierig, wie es Ihnen fallen dürfte, wenn Sie auf einer Abschussliste gelandet sind.  

Die cloud der Telekom dürfte sich innerhalb kürzester Zeit zu einem ähnlichen Datenmonster entwickeln, wie es Facebook bereits ist. Im letzteren Fall hat man die Implikationen langsam erkannt und mit einschränkenden Vorschriften reagiert, die allerdings eher wie ein zahnloser Tiger wirken. Man könnte jetzt meinen, der Gesetzgeber hätte dazugelernt und würde diesmal rechtzeitig mit Gesetzen die Unversehrtheit der Bürger schützen, zumindest öffentlich warnen. Aber es ist wie immer. Erstmal abwarten, vielleicht heimlich so viele Daten wie möglich (unrechtmäßig) abgreifen und dann halbherzig reagieren.  

Tatsächlich ist es unwesentlich, welche Gesetze und Vorschriften den Betreibern von clouds auferlegt werden. Was die Betreiber, die Programmierer so mit Ihren Daten treiben, wird für einen Außenstehenden niemals wirklich durchschaubar oder überprüfbar werden. Deshalb mein Rat: Interner Datenaustausch nur offline. Speichern Sie nichts auf fremden Rechnern, was Ihnen auch nur etwas wert ist. So bequem es auch sein mag, wenn Sie ihr Fotoalbum online erstellen und drucken lassen, können Sie die Bilder (und die unterlegten Daten) auch ans schwarze Brett im Rathaus hängen.  

Die cloud, egal wer der Betreiber ist, ist der Weg zur totalen Kontrolle. Nichts ist mehr vor unbefugten Zugriffen geschützt. Nichts ist davor geschützt, einer Zensur zum Opfer zu fallen und einfach gelöscht zu werden, nach Massstäben, die nicht die Ihren sind. Haben Sie erstmal Ihre Rechner für die cloud geöffnet, können Sie nicht mehr kontrollieren, auf welche Daten zugegriffen wird – oder nicht. Das ist keine Utopie, es passiert schon täglich. Denken Sie an die spektakulären Fälle, als Pay-Pal das Konto von Wikileaks einfach gesperrt hat – ohne Gerichtsbeschluss, einfach so. Oder an Ebay, die den Verkauf von Gegenständen einfach ausschließen, weil sie (oder die US-Regierung?) es wollen. Kubanische Zigarren zum Beispiel.  

Heute gibt es bereits Gesichtserkennungssoftware. Wann wird es so weit sein, eine Busenerkennungssoftware zur Verfügung zu haben? Wird dann irgend ein puritanischer „Sittenwächter“ alle Ihre Bilder löschen, auf denen eine nackte Brust zu sehen ist? Vollautomatisch. Wo ist die Grenze? 1984, der Roman, ist von der Realität schon längst übertroffen.  

Ihre Telefongesellschaft weiß besser als Sie, wo und wann sich Ihr Handy (mit Ihnen?) aufgehalten hat. Darauf greifen die Steuerbehörden bereits seit langer Zeit zu. Man könnte schon jetzt feststellen, ob Sie zu schnell gefahren sind, nur mit ihren Telefondaten. Die Technik ist da.  

Wer sich also mit seinen Daten in die „Obhut“ einer cloud begibt, leistet dem Weg zum gläsernen Bürger und zur Offenlegung von Betriebsgeheimnissen freiwilligen Vorschub. Mit der TelekomCloud immer und überall Zugriff auf all Ihre Daten. Das ist der Werbespruch der Telekom. Leider ist das die ganze Wahrheit, es wird nur der Nebensatz verschwiegen, dass Sie nicht der Einzige sind, der diesen Zugriff tätigen kann. Wollen Sie das wirklich?  

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Kompetente IT-Beratung finden Sie Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier 

Lesen Sie auch: Öffnet internen Link im aktuellen FensterRechtsanwalt Solmecke gibt rechtliche Ratschläge zum Cloud Computing

Einige Links, die den unglaublichen Umgang mit allen möglichen Daten beschreiben, der bereits stattgefunden hat: 

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Amazon-loescht-gekaufte-Kindle-eBooks-6887.html

http://www.20min.ch/digital/dossier/iphone/story/12038970

http://www.heise.de/tp/artikel/34/34601/1.html 


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Grand Tourisme - Worldwide

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