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Der schnellste Förster aller Zeiten

- Gesehen? Sch ... sch ... schon vorbei. Sch... sch... schade, eigentlich
Fahrtest Subaru Forester 2.0X-D 6-Gang Exclusive
Das Fanal der Überlegenheit über die Fadheit des Gewöhnlichen
Von Norbert Gisder
Revolution. Mit diesem Schlachtruf solle man vorsichtig sein. Sagen die Experten von Subaru. Dann beginnt das Gemetzel: Blut spritzt. Die Wucht der Aufschläge zerstört die Zellstruktur der armen Opfer, deren Lebenssaft sich über Glas und Lack und Chrom ergießt. Ausweichen unmöglich. Auf der Autobahn erweist sich der neueste Förster als schnellste Fliegenklatsche mit Allradantrieb aller Zeiten. Bei 200 km/h auf dem Tacho hinterlässt der Salonrowdie mit der Offroad-Kompetenz eine unvergleichliche Schneise der Verwüstung unter den Populationen von Fliegen, Schnaken, Mücken und Käfern entlang der Schnellstraßen der Welt, deren gleißende Lichter die Insekten in ihr Verderben taumeln lassen. Verführung ohne Scham. Das ist der neue Forester.
GT testete den Forester in der 2.0-Liter Boxer-Diesel-Version mit der 6-Gang-Schaltung – und natürlich in der Exclusive-Ausstattung. Das Fazit in Kürze vorweggenommen: Besser, schneller, höher und bequemer ist noch kein Förster auf Jagd gegangen. Und sparsamer auch nicht. Das verdankt der Fahrer eben genau jener Revolution – dem weltersten Boxer-Dieselmotor in Serie, mit dem Subaru einen technologischen Durchbruch erzielte, der das Bauprinzip „Boxer“ und das Funktionsprinzip „Selbstzünder“ auf unvergleichliche Weise kombiniert.
GT-Leser wissen, dass wir es durchaus deutlich sagen, wenn ein Autohersteller seine Ziele verfehlt. Also ist es nur fair, es auch nicht zu verschweigen, wenn ein Autohersteller seine Ziele erreicht. Im Fall des neuesten Forester des Modelljahrs 2010 werden die Erwartungen des „Einsteigers“ sogar überdeutlich übererfüllt. Und damit verfolgt der weltgrößte Allradhersteller Subaru, der zum japanischen Konzern Fuji Heavy Industries gehört, eine Erfolgs-Rallye durch Deutschland und Europa, die 1997 mit dem Einstieg des allerersten Forester in das damals noch brandneue SUV-Segment gestartet war.
Damals wie heute sind die Gründe für das hohe Ansehen, das der Förster und seine Fahrer – in der Stadt wie offroad gleichermaßen – genießen: sein Komfort, der sich von jenem einer geräumigen Limousine nicht unterscheidet, die Solidität eines klassischen Geländewagens und deren Vielseitigkeit, die dem Prinzip „Kombi“ zu verdanken ist. Dass wir den neuesten Forester mit dem 2,0 Liter Boxer-Diesel auch bei brutalstmöglicher Mückenhatz zwischen den französischen Ardennen und dem polnischen Zopot nicht über 9,2 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer prügeln konnten, bei genussvollem Cruisen jedoch locker mit 6 Liter auskamen, ist ein weiterer Pluspunkt für diese überdies auch noch eleganteste Augenweide der mittlerweile hochtechnisierten Förstergilde.
Vielleicht ist es das, was die Ingenieure mit ihrem Aufruf, die Revolution vorsichtig zu handhaben, meinten: Denn der Spaß an dem lautarmen Dahingleiten unterscheidet sich von der Lust am rasenden Rowdie nicht. Also darf man die Autoentwickler an dieser Stelle ruhig einmal korrigieren: Nicht vorsichtig, sondern genussvoll wird die Revolution der Kombination von Boxer und Diesel zum Erlebnis. Dann ist der Förster ein Freund der Familie und wir feiern mit Vergnügen jede Fahrt als Fanal der Überlegenheit über die Fadheit des Gewöhnlichen. GT Gis- 10-2009
Kern der Revolution ist der Motor - der erste Boxer-Diesel
Der erste Boxer-Dieselmotor für Personenwagen ist ein 2.0-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel. Kultiviert und laufruhig und ausgesprochen sparsam, erzeugt der Boxermotor bauartbedingt kaum Vibrationen; durch die gegenüberliegende Anordnung der Zylinder heben sich die bei der Bewegung der Kolben entstehenden Massenkräfte erster und zweiter ordnung wechselseitig auf. Wegen der minimalen Vibrationen braucht er keine Ausgleichswellen - die kurze und hochsteife Kurbelwelle minimiert die Vibrationsgeräusch zusätzlich. Diese seidenweiche Laufruhe ist für einen Geländegänger etwas ganz Besonderes. Neben den für Dieselmotoren typischen Vorzügen bezeichnet man das als hervorragende Leistungscharakteristik in der konstruktiven Umsetzung des Boxer-Prinzips.
Für die Gemischaufbereitung setzt Subaru ein Common-Rail-System ein, das mit einem Einspritzdruck von rund 1.800 bar arbeitet. Spezielle elektromagnetische Acht-Loch-Einspritzdüsen befördern den Kraftstoff in die Brennräume. Dank dieser Hochtechnologie entwickelt der Subaru Boxer-Diesel 108 kW (147 PS) bei 3.600 U/min und liefert sein kraftvolles Drehmoment von 350 Nm schon bei 1.800 U/min. Dieses Potential schlägt sich in respektablen Leistungs- und Verbrauchswerten nieder. Der Forester 2.0D beschleunigt in 10,4 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und weiter bis auf 186 km/h Höchstgeschwindigkeit. Dabei begnügt sich der Forester Boyer-Diesel mit 6,3 Liter Diesel pro 100 Kilometer im Mixt aus Stadt, Land und Autobahn. Mit 64 Litern im Tank kann man gut 1000 Kilometer weit fahren.
Spaß im Gelände - der Bilderbogen des Forester jenseits asphaltierter Straßen zwischen Kablow und Kablow Ziegelei
Das exzellente Ansprechverhalten und die verzögerungsfreie Reaktion des Boxer-Diesel auf jeden Gasbefehl verleihen dem Forester eine Sportlichkeit, die man im Gelände sicher nicht unbedingt benötigt, die aber ein Plus an Sicherheit darstellt. Der geringe Verbrauch macht den Forester 2.0D mit dem Boxer-Diesel zum wohl umweltfreundlichsten Fahrzeug der SUV seiner Klasse. Beeindruckend in jeder Situation ist die Ruhe im Fahrzeug - ob der Motor die Karosse durch ein Schlammloch ackert oder mit Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn fährt: Man kann sich unterhalten, ohne die Stimme erheben zu müssen.
Der selbstzündende Boxer erfüllt die europäische Norm Euro 4. Das Abgasreinigungssystem arbeitet mit Oxidations-Katalysatoren, geschlossenem Diesel-Partikelfilter (DFP) und einer Abgasrückführung (EGR). Der Einsatz eines geschlossenen Diesel-Partikelfilters verbessert den Wirkungsgrad, verringert die Partikel im Abgas und steigert die Umweltfreundlichkeit. Dass der Boxer-Dieselmotor im Forester 2.0D drei PS weniger leistet als sein Pendant in den Modellreihen Legacy und Outback, wo das Triebwerk seit Anfang des Jahres zum Einsatz kommt, liegt an dem geringeren Querschnitt des Lufteinlasses zum Ladeluftkühler. Im Forester ist der Boxer-Diesel mit einem neu entwickelten Sechsganggetriebe verbunden. Beim Fahrwerk baut Subaru auf das Subaru Dynamic Chassis Control Concept DC, das für die filigrane Feinabstimmung der Fahrwerkskomponenten in den Bereichen Komfort, Sicherheit und Alltagstauglichkeit steht.
In Deutschland kommt der neue Subaru Forester 2.0D in den Versionen Active, Comfort und Exclusive auf den Markt. Zum serienmäßigen Sicherheitsstandard gehören die Fahrdynamikregelung Vehicle Dynamics Control (VDC), eine Bremsanlage mit ABS, Bremsassistent und elektronischer Bremskraftverteilung (EBD), Fahrer und Beifahrerairbags, Seiten- und Vorhangairbags sowie aktive Kopfstützen. Damit ist das SUV von Subaru, das 2008 beim Crashtest des amerikanischen Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) die begehrte Auszeichnung "Top Safety Pick Award 2008" gewann, das dritte Modell mit dem Boxer-Dieselmotor im Subaru-Programm. Mit dem "Top Safety Pick Award" zeichnet das IIHS nur die sichersten Fahrzeuge aus.
Dass dieses Meisterwerk der Ingenieurskunst erst jetzt zündet, hat seine Gründe, wie es bei Subaru heißt: Im Lastenheft der Diesel-Entwickler stand ganz oben die für Subaru typische, hohe Leistungsfähigkeit, das sportliche Ansprechverhalten und der niedrige Schwerpunkt mit seinen Vorzügen in der Fahrdynamik. Das Triebwerk schließt nun eine Lücke in der Subaru-Motorenpalette und gibt einen wichtigen Impuls für die Entwicklung der Marke ins Autojahr 2010/2011. Die mittelfristige Zielsetzung sieht nach 88.000 Einheiten im Jahr 2008 100.000 Fahrzeuge für das Jahr 2009 in Europa vor. Seit Januar 2009 ist der Impreza mit dem 2.0D auf dem Markt. Damit ist die Einführung der Vierzylinder-Boxer-Dieselmotoren vorerst abgeschlossen.
Fenster klar, alles klar
Nach den ausgiebigen Testfahrten wird der professionelle Clean-up-Service mit der Reinigung der für den Durchblick relevanten Fahrzeugteile beschäftigt ...
... schon ist der Vierrad-Rabauke, der durchaus kein Floh ist, wieder stadtfein für den Einsatz auf urbanem Pflaster.
... und im GTÜ-Qualitätsranking ganz vorn
Subaru Forester auf Platz 1 beim Qualitätsranking des GTÜ
Zuverlässigster Gebrauchter unter den 1 bis 3 Jahre alten SUV / Geländewagen
Der Subaru Forester ist der zuverlässigste Geländewagen unter den 1 bis 3 Jahre alten Modellen. Dieses Qualitätszeugnis stellt die renommierte Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) dem Forester in ihrer jüngsten Bewertungsliste aus. Mit durchschnittlich nur 6,2 Mängeln an jeweils 100 Autos liegt der Subaru klar vor dem Zweiten Porsche Cayenne, bei dem im Schnitt bereits 7,9 Mängel auftreten. Die Stärken des Forester skizzieren die Bewerter knapp: "Viel Platz, guter Komfort, laufruhige und kultivierte Boxermotoren, sicheres Fahrverhalten, permanenter Allradantrieb, solide Verarbeitung."
Die im Gebrauchtwagen-Sonderheft 2010 der Auto Zeitung veröffentlichte Übersicht zeigt außerdem, dass der Forester auch über einen Zeitraum von elf Jahren die besten Platzierungen in seiner Kategorie erreicht. In den vier weiteren Zweijahresabschnitten belegt er neben seinem Spitzenplatz im Segment der jüngsten Gebrauchten noch jeweils zweimal Platz 2 und Rang 4. Keiner der Konkurrenten, die teilweise aus dem Premium Segment der Oberklasse stammen, kommt im Schnitt auf so gute Bewertungen.
Dies ist nicht nur ein Kaufargument für potentielle Kunden, sondern auch ein Wertvorteil für Besitzer eines Subaru Forester, denn die Autoren erwarten, dass nach dem Auslaufen der Umweltprämie das Jahr 2010 "das Jahr der Gebrauchten" wird. Außerdem gilt laut GTÜ und Auto Zeitung: "Je weiter oben das Auto in der jeweiligen Kategorie platziert ist, desto zuverlässiger und günstiger wird es auch in der Praxis den automobilen Alltag meistern".
Noch nicht erfasst von der aktuellen Bewertung sind die Neuerungen, die die dritte Generation des Forester prägen wie seine souveränen Fahreigenschaften dank des permanenten Allradantriebs "Symmetrical AWD" mit Boxermotor und niedrigem Schwerpunkt sowie exzellenter Übersicht dank 215 Millimeter Bodenfreiheit. Jüngster Trumpf des Forester ist der 108 kW (147 PS) starke 2,0-Liter- Vierzylinder-Boxer-Dieselmotor, der die europäische Abgasnorm EURO 4 erfüllt und ein Drehmoment von 350 Nm bei 1.800/min liefert. In Verbindung mit einem modernen Sechsganggetriebe erreicht der Forester 2.0D einen kombinierten Verbrauch von 6,3 Litern und emittiert 167 g CO2 pro Kilometer. Serienmäßig bietet er Bremsassistent, ABS, elektronische Bremskraftverteilung, Fahrdynamikregelung, Hochleistungs- Bremsanlage sowie das Subaru Dynamic Chassis Control Concept.
Subaru Forester: Top-Platzierung beim TÜV-Report 2010
Rang 2 bei den Zehn- bis Elfjährigen - in allen Altersklassen unter den Top 10.
Der Subaru Forester hat einen weiteren, objektiven Beweis seiner Zuverlässigkeit erhalten. Beim TÜV-Report 2010 belegt er in der Kategorie der zehn- und elfjährigen Fahrzeuge den zweiten Platz. Während in dieser Klasse mit 24,1 Prozent rund ein Viertel aller Fahrzeuge wegen erheblicher Mängel die HU-Plakette erst nach einem Besuch in der Werkstatt erhielt, trifft dies nur bei zwölf Prozent der untersuchten Subaru Forester zu. Und das, obwohl diese Forester es auf eine durchschnittliche Laufleistung von 139.000 Kilometer brachten, also eine deutlich höhere Belastung als die Fahrzeuge des mit 10,2 Prozent Erstplatzierten Toyota RAV4 (117.000 Kilometer) und schon gar die Modelle des Toyota Starlet, die zwar die exakt gleiche Mängelquote wie der Forester aufwiesen, dabei aber im Schnitt sogar nur 107.000 Kilometer gefahren waren.
Ein weiterer Nachweis der Qualitäten des Subaru Forester ist, dass er als einziges aller untersuchten Modelle in allen fünf Altersklassen einen Platz unter den Top Ten belegt. Das ist umso bemerkenswerter, als der Zustand der Autos in Deutschland sich generell verschlechtert hat. Die Quote der Fahrzeuge, die wegen erheblicher Mängel die Hauptuntersuchung (HU) nicht bestehen, ist um einen Prozentpunkt auf 17,6 Prozent angestiegen, wozu hauptsächlich die älteren Fahrzeuge beitragen. Die TÜV-Experten bewerteten wie jedes Jahr seit 1973 sämtliche Hauptuntersuchungen, zwischen Juli 2008 und Juni 2009 waren dies insgesamt 7.487.460.
Erst im Oktober 2009 hatte die renommierte Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) festgestellt, dass der Subaru Forester der zuverlässigste Geländewagen unter den ein bis drei Jahre alten Modellen ist und dabei den Porsche Cayenne und BMW X3 auf die Plätze 2 und 3 verweist. Auch in dieser Übersicht wurde deutlich, dass der Forester auch über einen Zeitraum von elf Jahren die besten Platzierungen in seiner Kategorie erreicht.
Auch die jüngste, 2009 präsentierte dritte Generation des Forester überzeugt mit souveränen Fahreigenschaften dank des permanenten Allradantriebs "Symmetrical AWD" sowie des 108 kW (147 PS) starken 2,0-Liter- Vierzylinder-Boxerdieselmotors.
Schlammsau und Dressman - Geländerowdies im Vergleich
Jeep Wrangler Unlimited,
Subaru Forester,
Iveco Massif
Es sind sehr unterschiedliche Konzepte, die die drei Geländerowdies auszeichnen. Allen drei gemein: Sie schaffen offroad (fast) jede Herausforderung. Aber auch in der Stadt ziehen sie den Dressman gut an - machen einfach Spaß. GT-Autoren erzählen alles, was zählt. Offroad und Onroad.






































































































































