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Öffnet internen Link im aktuellen FensterLibyen unterm Feuersturm; Ägypten und die Revolutionslügen; der arabische Krisenbogen und seine Hintergründe; der Fall Soros - von Ferdinand Kroh. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterKosovo 2011, der jüngste Staat in Europa drei Jahre nach der Unabhängigkeit - Kommentare, Reportagen, Fotos - von Norbert Gisder. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen 

Öffnet internen Link im aktuellen FensterChina Magazin in GT - alles über die Menschen, das Land, Kultur, Essen und Trinken, Politik, Wirtschaft. Und zwar so, wie ein Mensch forscht, der ein Land kennenlernen will. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Serie in GT

Öffnet internen Link im aktuellen FensterGrundsätzliche Überlegungen zur Produktivität von Arbeit und daraus entstehendem Wohlstand

 

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GT - das Magazin der Querdenker: Menschen, Organisationen, Firmen und Vereine, die sich an denkende Zeitgenossen wenden - und die vor allem etwas zu sagen haben - werden Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier miteinander vernetzt.

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Der Goldene Fallschirm: Eine Studie über die Bereicherung von Vorstandschefs - auf Kosten der Aktionäre? ...

Von Dirk Hermanns
04.03.2011

London, Februar 2011. Spitzenkräfte, die großzügige Abfindungen zu erwarten haben, neigen eher dazu, ihre Firmen bei Übernahmen unter Preis zu verkaufen. Laut einer neuesten Studie kostet dies die Aktionäre Millionen. Die Studie zeigt, dass manche eigennützigen Vorstandschefs offenbar ihre persönliche Bereicherung vor die Interessen der Aktionäre stellen, wenn sie Übernahmegeschäfte durchpeitschen, um die in ihren Verträgen festgelegten Kompensationszahlungen zu kassieren.

Vorstandschefs, die begierig auf die so genannten „goldenen Fallschirme“ sind, geben sich mit niedrigeren Akquisitionsprämien zufrieden und verkaufen ihre Unternehmen in der Regel um 249 Millionen Dollar (rund 180 Millionen Euro) unter Wert.

Im Rahmen der von Dr. Anh Tran von der Cass Business School, City University London und den Professoren Eliezer Fich und Ralph Walkling vom LeBow College of Business an der Drexel University in Philadelphia durchgeführten Studie wurden über 850 Akquisitionen analysiert, die zwischen 1999 und 2007 in den USA bekannt gegeben wurden.

Die Autoren der Studie untersuchten, welche relative Bedeutung goldene Fallschirme für Vorstandchefs haben, wenn alle anderen Elemente ihres Vergütungspakets bei Fusionen berücksichtigt werden, einschließlich des potenziellen Verdienstausfalls. Die Ergebnisse zeigten, dass eine zehnprozentige Erhöhung der Abfindung gegenüber dem Fusions-Vergütungspaket mit einer fünfprozentigen Senkung der Akquisitionsprämie einherging, was einen Ausfall von 249 Millionen Dollar beim Transaktionswert für eine durchschnittliche Übernahme bedeutete.

Laut Dr. Tran zeigen die Ergebnisse, dass manche Führungskräfte durch höhere Abfindungen dazu verleitet werden, die Interessen der Aktionäre aufs Spiel zu setzen. „Unsere Ergebnisse machen deutlich, dass eine höhere Absicherung der Vorstandschefs gegen persönliche Verluste durch relativ hohe Abfindungen mit ungünstigeren Akquisitionsbedingungen für Aktionäre einhergeht.“

Goldene Fallschirme sind in Großbritannien vor kurzem unter heftige Kritik geraten, nachdem der Wirtschaftsminister Vince Cable Vorstände verurteilt hatte, „die ihre Pflichten vergessen, sobald ihnen ein fetter Scheck in Aussicht gestellt wird“. Er versprach eine Überprüfung der Modalitäten, nach denen finanzielle Anreize für Topmanager festgelegt werden. In den Vereinigten Staaten hat die Obama-Regierung ebenfalls Beschränkungen für Abfindungszahlungen durchgesetzt, um die Auswüchse der Abfindungen von Führungskräften bei von der Regierung geretteten Unternehmen im Zaum zu halten.

Dr. Tran fügte hinzu: „Wenn ein Unternehmen zu einem Übernahmekandidaten wird, sind Vorstandschefs einem moralischen Dilemma ausgesetzt. Sie haben einen direkten Einfluss auf Maßnahmen, die einen persönlichen Vorteil bringen können, und dies möglicherweise auf Kosten der Aktionäre. Deshalb ist die relative Höhe von goldenen Fallschirmen für Vorstandschefs - und nicht ihr bloßes Existieren - von Bedeutung.“

„Wenn ein goldener Fallschirm Vorstandschefs bei einer Übernahme vor einem hohen Verlust ihres persönlichen Vermögens schützt, verhalten sie sich anders, als wenn sie dem Verlustrisiko voll und ganz ausgesetzt sind. Bei einer niedrigen Abfindung gegenüber einem hohen Verlust der zukünftigen Einkünfte ist es unwahrscheinlich, dass Vorstandschefs einer Übernahme des Unternehmens zustimmen. Eine zu großzügige Abfindung gegenüber ihrem gesamten Vergütungspaket kann jedoch dazu führen, dass sie den Verkauf unabhängig vom gebotenen Akquisitionspreis so schnell wie möglich durchzuziehen.“

“Unsere Studie zeigt, dass Aktionäre mit zunehmender Höhe der goldenen Fallschirme für Vorstandschefs eine Verringerung der Akquisitionsprämien erleiden. Dies lässt darauf schließen, dass höhere Abfindungen manche Vorstandschefs dazu verleiten, die Interessen der Aktionäre der Verfolgung ihrer eigenen persönlichen Bereicherung zu opfern.”

Herkunft und Grundlagen der Studie

Cass Business School

Die Cass Business School, City University, bietet eine innovative, zukunftsorientierte Hochschulausbildung, berufliche Weiterbildung und Forschung an. Sie befindet sich im Herzen des berühmten Finanzzentrums, der „City“ in London. Die Undergraduate-,  spezialisierten Master- und renommierten MBA-Programme zeichnen sich durch akademische Exzellenz aus. Die Schule arbeitet national und international an Forschungsprojekten und betreut cirka 100 PhD-Studenten. Cass besitzt in Europa den stärksten Lehrkörper für Finance, Actuarial Science und Insurance. Im aktuellen EMBA-Ranking der Financial Times rangiert die Cass Business School an zehnter Stelle. www.cass.city.ac.uk

LeBow College of Business

Das LeBow College der Drexel University ist eine Wirtschaftshochschule mit national hochrangigen MBA-Programmen, die auf empirische Einblicke und innovatives Denken fokussieren. Die interdisziplinären Lehrpläne von LeBow sind von AACSB International - The Association to Advance Collegiate Schools of Business – anerkannt, was LeBow in den Rang der ersten zwanzig Prozent der Wirtschaftshochschulen hebt, die diese Auszeichnung erhalten haben. LeBow wurde von BusinessWeek, Financial Times, Entrepreneur Magazine und The Princeton Review als eine der führenden Wirtschaftshochschulen der Welt anerkannt. Weitere Informationen finden Sie unter www.lebow.drexel.edu.

Professor Ralph Walkling, ein Mitautor dieser Studie, ist Leiter des Center for Corporate Governance am LeBow College. Professor Eli Fich, ebenfalls ein Mitautor dieser Studie, ist Lehrkraft des Centers. Das Center for Corporate Governance ist führend im Bereich der umfassenden Analyse von Governance-Aspekten, mit denen die Geschäftswelt konfrontiert ist, und gilt als wichtigstes Forschungszentrum von effizientem und verantwortlichem Management. Die Mitglieder des Centers ermöglichen mit ihren Forschungen Wissensfortschritte in den Bereichen Finanzen, Marketing, Rechnungswesen, Organisationsverhalten und anderen betriebswirtschaftlichen Disziplinen.


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Grand Tourisme - Worldwide

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