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Öffnet internen Link im aktuellen FensterLibyen unterm Feuersturm; Ägypten und die Revolutionslügen; der arabische Krisenbogen und seine Hintergründe; der Fall Soros - von Ferdinand Kroh. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterKosovo 2011, der jüngste Staat in Europa drei Jahre nach der Unabhängigkeit - Kommentare, Reportagen, Fotos - von Norbert Gisder. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen 

Öffnet internen Link im aktuellen FensterChina Magazin in GT - alles über die Menschen, das Land, Kultur, Essen und Trinken, Politik, Wirtschaft. Und zwar so, wie ein Mensch forscht, der ein Land kennenlernen will. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Serie in GT

Öffnet internen Link im aktuellen FensterGrundsätzliche Überlegungen zur Produktivität von Arbeit und daraus entstehendem Wohlstand

 

Wer ein Boot auf dem Hänger transportiert, braucht eine zuverlässige Zugmaschine. Doch welche? Öffnet internen Link im aktuellen FensterSerie in GT

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GT - das Magazin der Querdenker: Menschen, Organisationen, Firmen und Vereine, die sich an denkende Zeitgenossen wenden - und die vor allem etwas zu sagen haben - werden Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier miteinander vernetzt.

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Bilder und mehr:

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Fünf Deutsche in Pakistan ermordet

Kommentar von Peter Haisenko
05.10.2010

Irgendwo ganz tief im amerikanischen Hinterland saß der Täter im klimatisierten Keller an seinem Computer und bediente die tödlichen Tasten. Die Drohne des US-Militärs schoss ihre Raketen auf ein Haus im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan und zerfetzte fünf Bundesbürger. Die Tat war geplant, vorsätzlich und heimtückisch – also eindeutig Mord.

Die Meldung dazu in den Medien lautete: Fünf deutsche Islamisten in Pakistan durch US-amerikanische Drohne getötet. Im weiteren Text wird von der Bedrohung durch Islamisten berichtet und der Eindruck wird erweckt, dass es in Ordnung ist, dass diese Islamisten die Welt nicht mehr durch Terror bedrohen können. Das ist eines Rechtsstaats unwürdig.

Fakt ist: Deutsche Bürger wurden ermordet, weil ein anonymer militärischer Befehlshaber der Meinung war, dass diese Menschen eine Bedrohung für einen westlichen Staat darstellen könnten. Er erteilte den Befehl zum Mord. Diesem Befehl ging kein Ermittlungsverfahren voraus, das rechtsstaatlichen Grundsätzen genügen könnte. Der Verdacht reicht aus, ein Todesurteil zu vollstrecken.

Abgesehen davon, dass es in Deutschland keine Todesstrafe gibt, widerspricht der Vorgang auch US-amerikanischem Recht. In und mit Pakistan herrscht offiziell Frieden. Man kann sich also nicht einmal auf Kriegsrecht berufen. Rechtlich gesehen, wäre es kein Unterschied, wenn diese Morde in irgendeinem anderen Land dieser Welt geschehen wären.

Im Frühjahr dieses Jahres war ein Freund von mir in derselben Gegend in Pakistan unterwegs. Er klopfte Steine und zog durch die Gebirgslandschaft mit seinem kleinen Gefolge. Er tat dies im Auftrag einer europäischen Universität. Er ist Geologe, Christ, verheiratet und hat zwei Kinder. Ich danke Gott, dass er bei seinen „verdächtigen“ Aktivitäten nicht in das Visier der amerikanischen Killer geraten ist.

Wie tief muss das moralische Bewusstsein gesunken sein, dass die deutschen Medien die Ermordung von Deutschen durch amerikanische Soldaten einfach kritiklos hinnehmen? Selbst wenn sich der Verdacht erhärten sollte, dass diese Männer wirklich Böses geplant hatten, darf in der deutschen Öffentlichkeit nicht der Eindruck vermittelt werden, dass die deutsche Regierung präventive Exekutionen befürwortet.

Nach deutschem Recht gilt jeder solange als unschuldig, bis er rechtskräftig verurteilt ist. Der in den Medien kolportierte Zusatz „Islamisten“ ist für sich schon eine unzulässige Vorverurteilung, die aus einem Mord im Bewusstsein der Bürger eine „gerechte Bestrafung“ werden lassen. Es ekelt mich an, wie sich „unabhängige“ Journalisten der Diktion der amerikanischen Mörder unterordnen und diese kritiklos übernehmen.

Ganz nüchtern, vorurteilslos betrachtet, ist folgendes passiert: Einige Deutsche islamischen Glaubens haben sich im neutralen Land Pakistan aufgehalten. Warum sie das taten, muss nach ihrem Tod Spekulation bleiben. Sie können sich dazu nicht mehr erklären. Diese Deutschen wurden auf Befehl und durch die Hand eines US-amerikanischen Soldaten ermordet. Die Bundesregierung schweigt dazu.

Die deutsche Regierung steht in der Pflicht, ihren Bürgern weltweit Hilfe und Schutz zu gewähren. Diese Pflicht wird nicht durch die Zugehörigkeit zu einer Religion eingeschränkt. Das normale Verfahren, wenn ein Bundesbürger im Ausland zu Schaden kommt, wäre, dass die deutsche Regierung auf Aufklärung drängt bis die Schuldigen zur Verantwortung gezogen werden können. In diesem speziellen Fall, wo bereits eine Täterschaft feststeht, wäre die Einberufung des US-amerikanischen Botschafters fällig. Dieser müsste sich einer peinlichen Befragung unterziehen und es müssten, neben einer Bestrafung der Täter Verfahren entwickelt werden, dass sich so etwas nicht wiederholt.

Weil jedoch nichts desgleichen geschehen ist, macht sich die Bundesregierung unglaubwürdig, was den vorbehaltlosen Schutz ihrer Bürger angeht. Da hilft auch keine noch so schöne Rede des Bundespräsidenten zur Deutschen Einheit. Die Praxis hat gezeigt: Man hängt einem deutschen Bürger das Prädikat „Islamist“ an, und er hat seine Bürgerrechte verwirkt. Manchmal auch sein Leben. Welche Glaubensrichtung wird als nächstes dran sein?


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