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Öffnet internen Link im aktuellen FensterLibyen unterm Feuersturm; Ägypten und die Revolutionslügen; der arabische Krisenbogen und seine Hintergründe; der Fall Soros - von Ferdinand Kroh. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterKosovo 2011, der jüngste Staat in Europa drei Jahre nach der Unabhängigkeit - Kommentare, Reportagen, Fotos - von Norbert Gisder. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen 

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Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Serie in GT

Öffnet internen Link im aktuellen FensterGrundsätzliche Überlegungen zur Produktivität von Arbeit und daraus entstehendem Wohlstand

 

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GT - das Magazin der Querdenker: Menschen, Organisationen, Firmen und Vereine, die sich an denkende Zeitgenossen wenden - und die vor allem etwas zu sagen haben - werden Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier miteinander vernetzt.

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Übertriebene Rauchverbote fördern Gewaltbereitschaft

von Peter Haisenko
07.12.2009

Im Jahr 2009 haben zwei Fälle exzessiver Gewalt im Umfeld der Münchner Verkehrsbetriebe bundesweites Aufsehen erregt. Ein Mann wurde erschlagen und ein anderer beinahe. Beide Fälle haben gemeinsam, dass am Anfang der fatalen Ereignisabfolge geraucht wurde. Und zwar an einem Ort, an dem Rauchen verboten ist. Diese zwei Fälle sind nur die Spitze des Eisbergs.

Der strikte Nichtraucherschutz fand – wie könnte es anders sein – seinen Ursprung in den USA. Kalifornien erließ ein Rauchverbot in geschlossenen Räumen mit öffentlichem Zugang, also auch in Restaurants und Bars. Kalifornien erfreut sich eines milden Klimas und man kann sich auch zum Essen fast immer im Freien aufhalten. Das Rauchverbot war also gar nicht so schlimm, denn jeder, der wollte, hatte die Möglichkeit sein Essen oder seinen Drink auf der Terrasse einzunehmen und anschließend zu rauchen. So weit so gut – kein Problem. Oder eben doch?

Es stellte sich bereits nach wenigen Monaten heraus, dass es eben doch ein großes Problem gab. Diejenigen Restaurants und Bars, die über keine Freiflächen verfügten, erlebten einen dramatischen Umsatzeinbruch. Viele von ihnen sahen ihre Existenz bedroht und suchten einen Ausweg. Ihre Lobbyisten verbissen sich ins Genick der Politiker und forderten eine Lösung. Diese wurde gefunden und war so einfach wie widersinnig: Das Rauchverbot wurde auch über die Freiflächen der Restaurants und Bars verhängt. Die Lobbyisten waren zufrieden – die Bürger nicht.

Bereits einige Jahre vorher fand – wiederum in den USA - etwas ähnliches statt. Mit den Flugzeugen. Die USA erließen ein Rauchverbot für alle Verkehrsflugzeuge, die unter amerikanischer Registrierung unterwegs waren. Die Folgen waren für die amerikanischen Airlines fatal. Sie mussten dramatische Buchungsrückgänge auf ihren internationalen Flügen hinnehmen. Auch damals legten sich die Lobbyisten ins Zeug mit dem Erfolg, dass die USA – einseitig und gegen internationales Recht – ein Rauchverbot für alle Flüge bestimmten, die auf dem Boden der USA landen wollten. Die Lobbyisten waren zufrieden und einige Bürger auch.

Zu dieser Zeit frönte die Mehrheit der Amerikaner dem blauen Dunst. Es ist also unwahrscheinlich, dass dieses Eingreifen in die freiheitlichen Rechte wirklich dem demokratischen Willen der Amerikaner entsprochen hat. Die Erinnerung an die Zeiten der Prohibition und die Umstände ihrer Einführung hätte eigentlich genügen sollen, von derartigen Regularien Abstand zu nehmen. Es sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass erst die Prohibition der Mafia zu Macht, Geld und Einfluss verholfen hat. Nicht zu übersehen, dass sie die Mehrheit der Amerikaner zu Verbrechern gemacht und eine Unzahl von Leichen verursacht hat. Das Schlimmste aber ist sowohl am Rauchverbot als auch an der Prohibition, dass beide die Gesellschaft spalten und die Basis für Konflikte sind, die ansonsten nicht entstehen würden.

Als erstes fällt auf, dass sich diejenigen, die über genügend Geld und Einfluss verfügen, ihre Freiräume neben dem Rauchverbot gesichert haben, ebenso, wie bei der Prohibition. So wurde zum Beispiel bekannt, dass Gouverneur Schwarzenegger in seinem Lieblingsrestaurant einen Nebenraum zur Verfügung hat, wo er mit seinem Freund Sylvester Stallone jederzeit gemütlich eine Zigarre genießen kann. Die Schönen und Reichen reisen in Privatjets und rauchen dabei nach Herzenslust. In England gilt das Rauchverbot selbstverständlich nicht für die elitären Clubs. Nur das gemeine Volk ist wirklich betroffen vom Rauchverbot.

Das Volk wird zweimal geteilt: in Raucher und Nichtraucher ebenso wie in Arme und Reiche.

Divide et impera! Sähe Zwietracht und herrsche! Mit dem Rauchverbot ist wieder ein Konfliktherd geschaffen worden, der vollkommen überflüssig ist, aber Kapazitäten bindet und von wichtigeren Dingen ablenkt. Dieser Konfliktherd hat höchste Sprengkraft. Er gibt Menschen das Recht, andere maßregeln zu dürfen. Ich fühle mich erinnert an die Zustände im Dritten Reich und in den Sozialistischen Staaten. Dort gab es eine Fülle von Möglichkeiten Gesetze und Vorschriften von zweifelhafter Qualität zu ignorieren und es gab zu viele Hauswarte, die ihre persönlichen Machtgelüste mit der Abmahnung und Meldung dieser Verstöße befriedigen konnten. Analog dazu gibt das Rauchverbot Mitbürgern die Möglichkeit, ihrer schlechten Laune oder ihrem Frust Genüge zu tun, indem sie einen Raucher bezüglich seines Vergehens in mehr oder weniger geeigneter Form zurechtweisen. Das dürfen sie jetzt im Bewusstsein tun, vollkommen im Recht zu sein. Selbstgerecht. Dass eine solche Zurechtweisung je nach Gemütszustand des Abgemahnten zu heftigen Reaktionen – bis zum Mord – führen kann, war abzusehen und die Übergriffe der letzten Zeit haben es gezeigt.

Toleranz ist eine der tragenden Säulen unserer Gesellschaft. Militante Nichtraucher waren noch nie besonders beliebt, eben weil sie oft ein angemessenes Maß an Toleranz vermissen lassen. Jetzt aber, mit den weitreichenden Rauchverboten, können sich die militanten Nichtraucher richtig ausleben. Sie sind eine Minderheit aber genau sie bringen die Schärfe in die Diskussion, die von der Mehrheit eher gelassen gesehen wird. Deutschland wäre besser bedient, wenn es den angelsächsischen Vorbildern nicht gefolgt wäre. Die Mehrzahl der Deutschen hat auch ohne gesetzliche Regelung rücksichtsvollen und toleranten Umgang miteinander geübt, wie es eine gute Erziehung gebietet.

Das Rauchverbot in Lokalen hat aber auch erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen. Die einen sind pleite gegangen und andere erleben eine Blütezeit. Man muss es nicht extra sagen: unter den Pleitiers waren diejenigen, die Rauchern nicht einmal ein halbwegs menschenwürdiges Asyl bieten konnten. Die Gewinner sind die „Raucherklubs“. Diese Tatsache spricht für sich. Prominentes Beispiel ist die Schrannenhalle in München. Seit dem Rauchverbot herrschte dort gähnende Leere, was schnell zur Insolvenz geführt hat. Daran war jedoch nicht allein das Rauchverbot schuld. Es war auch die schlechte Luft.

So paradox es auf den ersten Blick erscheinen mag, ist die Luft in Nichtraucherlokalen meistens schlechter als an Orten, wo geraucht wird. Rauch ist ein natürlicher Indikator für verbrauchte Luft. Wo geraucht wird, ist es nicht zu übersehen, wenn ein Luftaustausch fällig ist. Belüftung kostet Geld, besonders im Winter. Das beginnt mit der Planung, die für Räume, die zum Rauchen vorgesehen sind, eine 50 % höhere Belüftung verlangt. Überall wird gespart, auch an der Lüftung, und so hat es in der rauchfreien Schrannenhalle penetrant nach Frittenfett und körperlichen Ausdünstungen gerochen. Da zählt das wunderbare Argument der Nichtraucherschützer gar nichts mehr, wenn ihr Mantel nicht mehr nach Rauch riecht, aber dafür nach altem Frittenfett. Und über Gesundheit muss auch nicht diskutiert werden, wenn anstatt Rauch (Schweine-) Grippeviren aus der abgestandenen Luft inhaliert werden.

Es ist unsinnig, Argumente mit militanten Nichtrauchern für oder gegen ein Rauchverbot auszutauschen. Diese können vornehmlich nur emotional sein. Eine freie Gesellschaft sollte in der Lage sein, auch diesen Aspekt des Zusammenlebens ohne Gesetz zu regeln. Jedem Wirt muss das Recht zustehen, selbst zu bestimmen, ob er sein Einkommen lieber von Rauchern oder Nichtrauchern bezieht. Es ist dasselbe Recht, das jeden selbst entscheiden lässt, ob in seiner Wohnung geraucht wird oder nicht. Alles andere führt zu angelsächsischen Verhältnissen. Die verbreitete Praxis, das Rauchverbot durch Raucherklubs zu umgehen, hebelt ein viel wichtigeres deutsches Grundrecht aus: Das Recht auf freien Zugang zu allen öffentlichen Gaststätten. Jeder (Raucher-) Klub hat das Recht, ohne Angabe von Gründen die Mitgliedschaft und damit den Zugang zu verweigern. Wollen wir das? Es ist schon schlimm genug, dass Türsteher geduldet werden, die dafür sorgen, dass in die angesagten Diskotheken nur die Reichen und die dazu passenden (willigen) Mädchen Einlass erhalten.

Das Rauchverbot fördert Intoleranz. Es hindert Menschen daran zu erkennen, dass ihre Handlungen von der Freude bestimmt sind, andere wegen vermeintlicher Fehltritte mit gutem Recht zurechtweisen zu dürfen. So etwas kann dann schon einmal in einem Leserbrief in der TZ (München) gipfeln, in dem eine Frau fordert, doch unbedingt dafür zu sorgen, dass das Rauchen auf einem offenen Bahnsteig auf dem Land verfolgt und geahndet wird. Hier geht es mit Sicherheit um Niemands Gesundheit. Es geht ausschließlich darum, sein Recht wahrzunehmen, einem anderen etwas verbieten zu dürfen. Das Rauchverbot ermöglicht dieses Verhalten. Es verführt Menschen mit solchen Neigungen, diese auszuleben. Das bringt sie in Konfliktsituationen, deren Ausgang sie nicht absehen oder kontrollieren können. Oftmals vergessen sie, eine angemessene Form zu wählen, denn sie wissen das Recht auf ihrer Seite.

Wenn jemand unter freiem Himmel, mit genügend Raum zum Ausweichen, einen anderen mit Hinweis auf das Recht, zum Nichtrauchen auffordert, ist es schwierig für einen aufbrausenden Charakter, gelassen zu reagieren. Vor allem deswegen, weil der Gescholtene hilflos anerkennen muss, dass der Mahner ein zwar völlig unsinniges, aber dennoch subjektiv zur Geltung erhobenes Recht auf seiner Seite hat. Der Konflikt, oder bestenfalls eine Stille Verwünschung sind programmiert.

Die Lust dummer Halbwüchsiger, jemanden zu verprügeln oder zu demütigen, ist nicht neu. In den sechziger Jahren, als sich der FC-Bayern und 1860 München in der Bundesliga gegenüberstanden, sah das Verfahren so aus: Eine Gruppe griff sich ein Opfer und stellte die Frage: „Sechzig oder Bayern?“ Es war vollkommen gleichgültig, zu welchem Verein man sich bekannte, die Antwort konnte nur falsch sein und den Grund für eine Misshandlung bieten. In diesem Sinn ist mit dem Rauchverbot eine neue Reibungsmöglichkeit für streitsuchende Jugendliche geschaffen worden. Aber wie wollen wir Erwachsenen den Jugendlichen ein Vorbild sein, wenn wir selbst nicht in der Lage sind, ein Thema wie Rauchen oder nicht, tolerant und ohne Gesetz zu regeln? Das Gesetz zum Schutz der Nichtraucher hat dazu geführt, dass schon mindestens ein Mann totgeprügelt worden ist und ein zweiter beinahe. Es gibt keinen Nachweis, dass dieses Gesetz schon ein Menschenleben gerettet hat oder retten wird. Es ist nicht nur überflüssig, sondern schädlich.

 

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Zusammenfassung der Seite:

Grand Tourisme - Worldwide

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