Newsletter
Mit unserem Newsletter informieren wir Sie regelmäßig.
Medienberater gesucht
GT – das deutsche Online-Magazin für Politische Kultur – hat Vakanzen für Medienberater. Wenn Sie über gute Kontakte in die werbungtreibende Wirtschaft verfügen, über Kenntnisse der Marktes der Online-Medien sowie ihrer Möglichkeiten und Spaß an einer innovativen Arbeit haben, schreiben Sie an: GT- Verlagsleitung, mail@gt-worldwide.com
Die Glinder Autorennacht im Alten Gutshaus der Stadt Glinde findet am 28. September ab 20 Uhr statt.
Moderation:
Rena Larf.
Die Neuauflage der Prosa-Klassiker von Norbert Gisder. Mit der Geschichte „Die Maske der Schönen“, der Novelle „Mars ruft Venus“ und dem Roman „Amok – oder: Die Schatten der Diva“ hat Norbert Gisder der Deutschen Belletristik drei große, schillernde Werke hinzugefügt, die in jedem ernst zu nehmenden, deutschen Feuilleton Beachtung gefunden haben. In einer Sonderedition gibt die Reihe GT-E-Books für Leser dieses Magazins alle drei Prosastücke in einem Sammelband unter einem schillernden, vieldeutenden Bild neu heraus. „Glück im Schritt“ lautet der metapherndichte Titel.
mehr lesen
Schon bei einer Spende ab 10 Euro erhalten Sie alle drei Bücher im Gesamtwert von über 42 Euro in einem übersichtlichen Sammelband als E-Book. Nach Überweisung der Spende wird Ihnen der Link zum Download des neuen Werkes von Norbert Gisder zugesandt.
Norbert Gisder, "Glück im Schritt", Kurzgeschichte, Novelle, Roman, Edition GT-E-Books, 523 Seiten, 10,00 Euro.
mehr lesen
Stehen Sie hinter GT. Und seien Sie sicher, dass jeder Euro ausschließlich für die Recherchen und werthaltigen Journalismus im Magazin GT verwendet wird.
Libyen unterm Feuersturm; Ägypten und die Revolutionslügen; der arabische Krisenbogen und seine Hintergründe; der Fall Soros - von Ferdinand Kroh.
lesen
Kosovo 2011, der jüngste Staat in Europa drei Jahre nach der Unabhängigkeit - Kommentare, Reportagen, Fotos - von Norbert Gisder.
lesen
China Magazin in GT - alles über die Menschen, das Land, Kultur, Essen und Trinken, Politik, Wirtschaft. Und zwar so, wie ein Mensch forscht, der ein Land kennenlernen will.
lesen
Grundsätzliche Überlegungen zur Produktivität von Arbeit und daraus entstehendem Wohlstand
Wer ein Boot auf dem Hänger transportiert, braucht eine zuverlässige Zugmaschine. Doch welche?
Serie in GT
Mit Kuhnle-Tours sind Sie europaweit unterwegs.
lesen
GT - das Magazin der Querdenker: Menschen, Organisationen, Firmen und Vereine, die sich an denkende Zeitgenossen wenden - und die vor allem etwas zu sagen haben - werden
hier miteinander vernetzt.
Bilder und mehr:
Die Welt ist ein Buch. Das Neueste ist von Klaus Meierotto. Der Ex-Verkaufsberater der Mercedes-Benz-Niederlassung München hat mit dem Buch „Nicht jeder Stern hält was er verspricht“ ein bemerkenswertes Werk über Unternehmenskultur bei Daimler verfasst. Er wendet sich an Leser, die an den Machenschaften innerhalb der Deutschen Wirtschaft interessiert sind. Was sich hinter den Kulissen der Vorstands- und Chefetagen, aber auch zwischen den ständig unter Druck stehenden Mitarbeitern und Kollegen abspielt, liest man bei Klaus Meierotto.
lesen
Mehr im
Ressort Bücher in GT
In eigener Sache
Praktikumsplatz. GT - das Online-Magazin - bietet jungem, ambitionierten Kollegen von Morgen einen Praktikumsplatz für vier Wochen. Wenn Sie interessiert an einer guten Ausbildung in journalistischen Stilformen sind, die Arbeit rund um ein internationales Online-Magazin in einer spannenden Aufbauphase kennenlernen wollen, schicken Sie Ihre Kurzbewerbung mit Bild an:
GT, Chefredaktion, Dorfstraße 15, Kablow Ziegelei, 15712 Königs Wusterhausen.
Fact-Finder. Sie ärgern sich, dass so vieles nicht in der Zeitung steht, was aber doch interessant ist? Schicken Sie Ihren Tipp an GT - das Online-Magazin. Sie wollen die Story gleich selbst schreiben? Dann stellen Sie sich bitte in einer Kurzbewerbung mit Foto vor, GT arbeitet gern mit Newcomern, sofern diese professionelle, journalistische Arbeiten verantworten können.
Ressortleiter Technik. Technik fasziniert Sie und Sie möchten gern das Neueste aus der Welt der technischen Innovationen testen, beschreiben und Lesern vorstellen? Dann bewerben Sie sich mit Foto und Kurzlebenslauf bei GT:
GT, Chefredaktion, Dorfstraße 15, Kablow Ziegelei, 15712 Königs Wusterhausen.
Akquise. Sie kennen Gott und die Welt und sehen sich durchaus in der Lage, interessante Werbepartner mit hochwertigen Produkten von den Vorteilen eines marktumfeldgerechten Werbens zu überzeugen? Dann sind Sie vielleicht unser Akquise-Partner von Morgen. Schreiben Sie an:
Online-Magezin GT, Verlagsleitung, Dorfstraße 15, Kablow Ziegelei, 15712 Königs Wusterhausen.
Interessante Links. Sie haben selbst eine Internetpräsenz mit hochwertigen, journalistischen Inhalten, die Sie einer breiteren Öffentlichkeit als bisher bekannt machen wollen? Verlinken Sie GT auf Ihrer Seite - wir schicken Ihnen auch gern einen geeigneten Banner - wir bedanken uns mit einem Backlink. GT hat im März 2010 ca 4 Millionen Zugriffe auf nahezu 900.000 Seiten und regelmäßig mehr als 250.000 Besucher/Monat - bei stark steigender Tendenz - unsere über die Agenturpartner versandten Top-News erreichen mehrmals im Monat zwischen 160.000 und 500.000 Top-Entscheider in Deutschland und werden von Internetseiten in der ganzen Welt zitiert.

Juwelen für Gloria Mae
„Der Orient- Express ist genau der richtige Zug für Millionäre“, sagte der amerikanische Industrie-Magnat Jackson Hyatt grinsend und paffte den Rauch seiner Zigrarre durch das Abteil.
An seiner Seite langweilte sich seine Gattin, der Stummfilmstar Gloria Mae, die mit ihm von London nach Istanbul reiste. Dort sollte ihr Film „Prinzessin für eine Nacht“ gedreht werden.
„Ich gebe ihnen vollkommen recht“, antwortete Clipper Howard, seines Zeichens Diamantenhändler aus Budapest. Dabei donnerte er mit der flachen Hand bekräftigend auf den Tisch des Speisewagens und schlug ein meckerndes Lachen an, in das auch die anderen Gäste am Tisch einfielen. Es waren dies Robert Monroe, der männliche Hauptdarsteller des Films und James de Lorca, der Regisseur. Zwei Gläser kippten klirrend zur Seite und konnten nur noch mühsam von den Stewards aufgefangen werden, bevor sie am Boden zerschellten.
Gloria Mae schüttelte schwach den Kopf und setzte sich mühsam auf. Sie sah an sich herab und schaute dann den Diamantenhändler mit einem verunglückten Lächeln an.
„Clipper, Sie sind unmöglich. In diesem Speisewagen sind Könige und Zaren beköstigt worden und Sie bringen mit Ihren ungehobelten Gesten das Kristall zum Springen.“
Gloria Mae war beliebt und sie war berühmt.
Aber sie lebte auch in einer Welt aus Verschwendung, Prunk und Vergnügen, die ihr durch ihren Erfolg und die günstige monetäre Situation ihres Gatten ermöglicht wurde. Dabei war sie ein Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen gewesen, als ihre Filmkarriere begann. Sie wusste, woher sie kam und hatte dies auch niemals vergessen. Es betrübte sie sehr, dass sich ihr Mann mit diesem schrecklichen Menschen umgab und nun auch noch mit ihm zusammen reiste. Seit zwei Wochen musste sie nun diesen unangenehmen und unappetitlichen Zeitgenossen ertragen, der sie nur noch anwiderte.
„Gloria, Gloria, mein Mädchen….ich glaube, Sie haben beim Film das Lachen verlernt!“
Schweiß drang Clipper Howard aus sämtlichen Poren, strömte über seine Schläfe und über seine Wangen. Er schob den leeren Salatteller von sich, tupfte sich mit der Serviette den Mund ab und danach die Stirn. Er war ein feister, überheblicher Kerl, dem es immer wieder gelang, den Dialog am gemeinsamen Tisch, in einen Monolog zu verwandeln, durch welchen er ihnen die Provokation seiner widerlichen Anwesenheit aufzwang.
Er betrachtete Gloria einige Sekunden lang. Offenbar wunderte er sich über ihre Kühnheit, weil er es nicht gewohnt war kritisiert zu werden, schon gar nicht von einer Frau.
Clipper Howard setzte eine gewichtige Miene auf und beugte sich vertraulich zu Jackson Hyatt hinüber: „Jack, ich glaube ihr kleines Frauchen braucht mal wieder ein schönes, brillantes Schmuckstück für ihren entzückenden Hals.“
Gloria sah ihn mit unsäglicher Verachtung an, beugte sich zu ihrem Mann hinunter, um seine Stirn zu küssen und unter einem geflüsterten Vorwand vorzeitig den Speisewagen zu verlassen.
Draußen auf dem Gang bat sie den Kabinensteward sie in ihr Abteil zu begleiten. Möglichst schnell wollte Gloria Mae, die entzückende, atemberaubende Stummfilmschönheit einen großen Abstand zu dem fetten, schwitzenden Kerl mit dem schütteren, rötlichen Haar schaffen.
Der Orient-Express ratterte durch eine unwirkliche kroatische Ebene, die durchbrochen wurde von einzelnen sanft ansteigenden Verwehungen, welche die weiße Winterlandschaft mit leichten Schatten verunreinigten. Im dunklen Nachthimmel erstrahlte der fahle Mond in ständiger Konkurrenz mit dem Schnee, wer heller zu leuchten vermochte.
Eine gute Nacht, um im richtigen Moment zuzuschlagen, dachte Gloria Mae.
Ihr Mann würde sich sicherlich noch bis kurz vor zwölf mit den anderen Männern dem Genuss des weißen Rauches im Salonwagen hingeben. Ihre gemeinsame Leidenschaft zu edlen kubanischen Zigarren würde ihr heute Nacht helfen. Sie würden über Männerthemen lamentieren, in angemessenen Abständen an ihren Zigarren ziehen und Clipper Howard würde mit seiner quäkenden Stimme und seinem exaltierten Lachen den ganzen Wagon unterhalten.
Gloria zog das Rollo vor das Abteilfenster, nachdem sie zum letzten Mal einen Blick in die bitterkalte Nacht auf dem Balkan geworfen hatte. Sie entledigte sich flink ihres einteiligen Paillettenkleides, ihrer Pelzstola und schoss ihre mit Metallfäden bestickten Abendschuhe in die Ecke des Abteils.
Gloria nahm eine Uniform aus dem Schrank, eine Uniform, die sie sich, inklusive Schuhe, aus dem Fundus der Filmfirma ausgeliehen hatte. Nachdem sie sich einen prächtigen schwarzen Schnurrbart angeklebt und unter einer dunklen Perücke ihre roten Haare platziert hatte, hätte man sie in der Uniform glatt für einen Schaffner der Compagnie Internationale des Wagons-Lits halten können.
So verkleidet, lauschte sie an ihrer Kabinentür und huschte in einem Moment, wo der Gang menschenleer war, aus ihrem Abteil. Sie konnte nur hoffen, dass um diese Zeit möglichst viele Passagiere bereits in ihren Betten nächtigten und somit die Gefahr überraschender Begegnungen relativ gering war. Zwei Mal kamen ihr dennoch Reisende auf dem Weg entgegen. Gloria Mae zog den Hut tief ins Gesicht und murmelte mit verstellter, tiefer Stimme ein „Bonne Nuit“, ohne den Fahrgästen weitere Aufmerksamkeit zu schenken. Immerhin war sie Schauspielerin, auch wenn niemand ihre Stimme von der Leinwand her kannte.
Gelernt war eben gelernt!
Ein paar Sekunden später stand sie vor Clippers Abteil.
So ein Dietrich war wirklich hervorragend dazu geeignet, verschlossene Türen und Truhen zu öffnen!
Da sie daheim in Los Angeles zwei Wochen lang den Umgang mit dem Dietrich geübt hatte, drang sie blitzschnell in Clipper Howards Abteil ein. Ein abgestandener, muffiger Geruch schlug ihr entgegen.
Dieser feiste überhebliche Mann war sich seiner Sache so sicher, dass er seine Diamantentransporte mit einem einfachen Koffer mit eingebauter Stahlkassette vornahm. Wie kam er nur auf die Idee, dass dies alleine ausreichen würde, um die funkelnden Kostbarkeiten sicher auf dem Weg in den Orient zu befördern?
Gloria würde gleich die magischen Schönheiten, die Tränen der Götter, in ihren Händen halten und Clipper Howard, um das Einzige bringen, was ihm wirklich etwas auf dieser Erde bedeutete: seine kostbaren Diamanten, mit denen er sogar schlafen ging!
„Du kleiner fetter Schwachkopf.“ Gloria lächelte leise vor sich hin.
Dann erschrak sie bis ins Mark. Die Kassette war leer.
Nicht einmal ein winziges Karat war zu finden. Dabei hatte er vor der Abreise aus Amerika noch damit geprahlt, dass er neben Rohdiamanten wertvolle Ringe, ein Diadem und ein üppiges Collier für einen arabischen Prinzen nach Istanbul bringen sollte. Entweder hatte Clipper Howard gelogen oder aber…
Gloria Mae untersuchte die Schlösser des Koffers und der Kassette. Es fanden sich leichte Kratzspuren.
„Verdammt noch mal“, zischte Gloria leise durch ihre zusammengebissenen Zähne.
„Da ist mir wohl jemand zuvor gekommen!“
Enttäuscht sah sie sich im Abteil um, lauschte kurz und machte sich dann auf den Weg zurück. Wie gerne wäre sie für das dumme Gesicht des Diamantenhändlers verantwortlich gewesen, wenn er den Diebstahl bemerkte.
In Gedanken versunken rempelte sie im Gang mit einem Fahrgast zusammen, der sich als ihr Mann entpuppte. Offenbar war er in ihrem gemeinsamen Abteil gewesen und nun wieder zurück auf dem Weg in den Salonwagen. Gloria zog die Schultern höher und tippte mit dem Zeigefinger kurz an den Hut.
„Excuse me, Sir…“ murmelte sie und verschwand schnell in Richtung Verbindungstür.
Dort wiederum stieß sie fast mit Clipper Howard zusammen, der ohne auf jemanden Rücksicht zu nehmen, seinen korpulenten Körper durch den Gang des Orient-Express drängte.
Alkoholisiert blaffte er den vermeintlichen Schaffner an und schubste Gloria Mae an die Zugwand.
Für den Bruchteil einer Sekunde konnte sie den alkoholgeschwängerten Atem des Diamantenhändlers riechen, bevor er sich grummelnd seinen Weg zu seinem Abteil bahnte.
Flink huschte Gloria in ihre eigene Kabine, entledigte sich ihrer Verkleidung, die sie unten in ihrem Koffer versteckte. Sie warf sich in ihr bodenlanges tailliertes, weißes Spitzen-Nightdress und ließ sich heftig atmend auf ihr Bett fallen.
Kurz darauf öffnete sich die Tür und Jackson Hyatt betrat das Abteil.
Er beugte sich mit einem Lächeln über Glorias Gesicht und küsste ihre warmen, weichen Lippen. „Darling, du bist ja ganz verschwitzt. Du wirst mir doch nicht krank werden?“
Gloria war noch so atemlos von ihrem Abenteuer, dass sie nur hastig mit dem Kopf schütteln konnte.
„Sweetheart, ich habe eine kleine Überraschung für dich.“ Jackson ließ sich auf ihr Bett nieder und rutschte ganz nah an Gloria heran. „Setz’ dich bitte mal auf und mach’ die Augen zu.“
Wie betäubt gehorchte Gloria.
Dann spürte sie, wie Jackson ihre Haare im Nacken zur Seite schob und ihr ein Collier um den Hals legte. Gloria wagte kaum zu atmen, als ihr Jackson einen kleinen Handspiegel reichte, damit sie die kostbaren Diamanten bewundern konnte.
„Aber.. aber ...“, begann sie zu stottern.
„Nun, Darling… war nicht Clipper Howard der Meinung gewesen, dass mein kleines Frauchen mal wieder ein schönes, brillantes Schmuckstück für ihren entzückenden Hals braucht?“
Er lächelte leicht amüsiert, zog Gloria auf seinen Schoß und küsste sie zärtlich.
„Wie hast du das gemacht? Woher wusstest du, dass ich….?“
„Ich kann den Kerl genauso wenig ab wie du. Reichtum bedeutet nicht unbedingt auch Stil und Lebensart. Und Clipper Howard ist der schlimmste Banause, den es gibt. Er hatte eine Lektion verdient.“
„Und wo sind das Diadem und die anderen Diamanten?“
„Die werde ich anonym dem Araber zukommen lassen. Ich will ja nicht verantwortlich sein, dass Clipper als Eunuch endet.“
Sie lachten beiden und verstummten für einen Moment als sie auf dem Flur ein großes Tohuwabohu vernahmen. Offensichtlich hatte Clipper Howard den Diebstahl entdeckt und das Personal alarmiert. Das würde eine lange kroatische Nacht werden.
„Übrigens, Gloria ...“, Jackson hielt kurz inne und strich seiner Frau eine rote Haarsträhne hinter das Ohr. “Hast du Lust, noch einmal in die Rolle des schnurrbärtigen Schaffners zu schlüpfen? Ich hätte Lust, mit ihm zu schlafen!“













