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Medienberater gesucht
GT – das deutsche Online-Magazin für Politische Kultur – hat Vakanzen für Medienberater. Wenn Sie über gute Kontakte in die werbungtreibende Wirtschaft verfügen, über Kenntnisse der Marktes der Online-Medien sowie ihrer Möglichkeiten und Spaß an einer innovativen Arbeit haben, schreiben Sie an: GT- Verlagsleitung, mail@gt-worldwide.com
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Moderation:
Rena Larf.
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Schon bei einer Spende ab 10 Euro erhalten Sie alle drei Bücher im Gesamtwert von über 42 Euro in einem übersichtlichen Sammelband als E-Book. Nach Überweisung der Spende wird Ihnen der Link zum Download des neuen Werkes von Norbert Gisder zugesandt.
Norbert Gisder, "Glück im Schritt", Kurzgeschichte, Novelle, Roman, Edition GT-E-Books, 523 Seiten, 10,00 Euro.
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China Magazin in GT - alles über die Menschen, das Land, Kultur, Essen und Trinken, Politik, Wirtschaft. Und zwar so, wie ein Mensch forscht, der ein Land kennenlernen will.
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Grundsätzliche Überlegungen zur Produktivität von Arbeit und daraus entstehendem Wohlstand
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GT - das Magazin der Querdenker: Menschen, Organisationen, Firmen und Vereine, die sich an denkende Zeitgenossen wenden - und die vor allem etwas zu sagen haben - werden
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Die Welt ist ein Buch. Das Neueste ist von Klaus Meierotto. Der Ex-Verkaufsberater der Mercedes-Benz-Niederlassung München hat mit dem Buch „Nicht jeder Stern hält was er verspricht“ ein bemerkenswertes Werk über Unternehmenskultur bei Daimler verfasst. Er wendet sich an Leser, die an den Machenschaften innerhalb der Deutschen Wirtschaft interessiert sind. Was sich hinter den Kulissen der Vorstands- und Chefetagen, aber auch zwischen den ständig unter Druck stehenden Mitarbeitern und Kollegen abspielt, liest man bei Klaus Meierotto.
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Weltwirtschaft, Teil 3: Die Deutschen -
Kellner der Welt. Oder die Deppen?
Export ist immer gut!?
Christine Lagarde, die französische Finanzministerin, hat gesagt, die Deutschen sollten vermehrt die Früchte ihrer Arbeit genießen. Sie hat in mehrerer Hinsicht Recht, obwohl sie den interessantesten Aspekt nicht angesprochen hat: Der deutsche Staat hätte weniger Schulden, wenn die deutschen Unternehmer weniger exportierten. Paradox? Ja und nein! Die deutsche Wirtschaft kann unter anderem deswegen so viel exportieren, weil die deutschen Arbeitnehmer im Verhältnis zu ihrer Leistung zu schlecht bezahlt werden. Dadurch werden deutsche Produkte nahezu unschlagbar preiswert. Im Ausland kamen deshalb auch schon vorsichtige Klagen auf, deutsche Produkte würden zu Dumpingpreisen angeboten. Das ist leider wahr.
Kein Staat darf das Ziel haben, einen andauernden Außenhandelsüberschuss zu produzieren. Deutschland hat diesen seit vielen Jahrzehnten. Es entspricht zwar dem deutschen Charakter, immer für ausreichende Vorräte zu sorgen, aber was nutzen Vorräte in Form eines stetig anwachsenden Außenhandelsüberschusses, wenn niemand darauf zurück greifen kann? Das Ziel muss sein, auf lange Sicht eine ausgeglichene Außenhandelsbilanz zu haben. Die Regelkräfte der Marktwirtschaft müssten das regeln. Und zwar ganz einfach. Eine Exportnation kann den Preis für ihre Güter solange anheben, bis die Nachfrage abnimmt und die Handelsbilanz ausgeglichen ist. Dieser Vorgang beginnt aber an anderer Stelle. Die Arbeitnehmer einer Nation mit Überschuss haben das Recht, einen höheren Lohn zu fordern. Einen Lohn, der ihrer Leistung im Vergleich mit anderen Nationen gerecht wird.
Höherer Lohn – höhere Preise für Exporte. Erst wenn die Handelsbilanz ausgeglichen ist, sind die Löhne im Land richtig. Dasselbe gilt übrigens auch für Länder mit Außenhandelsdefizit – nur anders herum.
Die Deutschen - Deppen der Welt?
Höhere Löhne – höhere Steuereinnahmen. Weniger Export – mehr Steuereinnahmen. Weil es keine Exportsteuern gibt, hat der Staat – und damit jeder einzelne Bürger - nichts davon, wenn mit Hilfe von Dumpinglöhnen der Export floriert. Bei Lieferungen in Länder außerhalb der EU und eingeschränkt auch innerhalb, muss nicht einmal Umsatzsteuer – volkstümlich Mehrwertsteuer – abgeführt werden. Das bedeutet, dass die deutschen Arbeitnehmer tatsächlich die Deppen der Welt sind. Nicht umsonst hat Christine Lagarde die Deutschen als die Kellner für die Luxusrestaurants dieser Welt bezeichnet. Die deutschen Arbeitnehmer arbeiten für zu geringen Lohn und unter anderem deswegen hat der deutsche Staat zu geringe Steuereinnahmen und stetig anwachsende Schulden. Aber wir sind der Staat! Das heißt, Deutschland arbeitet für unzureichende Entlohnung für den Wohlstand der Defizitnationen und wird dafür bestraft, mit einer ins unerträgliche gestiegenen Schuldenlast. Selbst schuld, könnte man jetzt sagen, aber so einfach ist es nicht.
China als Vorbild?
China ist gerade dabei, Deutschland als Exportweltmeister abzulösen. Das liegt mit Sicherheit nicht daran, dass die Chinesen bessere Arbeit abliefern als die Deutschen. Vielmehr ist es so, dass die Arbeitsbedingungen und die Entlohnung in China auf einem menschenunwürdigen Niveau sind. Weiterhin kommt zum Tragen, dass in China nicht unbedingt auf den Schutz der Umwelt geachtet wird, wenn das den Preis der Produkte in die Höhe treiben könnte. Auch der Schutz der Gesundheit der Arbeiter nimmt einen niedrigen Rang ein, der so anderswo nicht toleriert würde. China hat seinen Weg an die Spitze der Exportnationen nur mit einer gnadenlosen Ausbeutung seiner Bevölkerung beschreiten können. Am Beispiel China wird deutlich erkennbar, wie zweifelhaft der Titel eines Exportweltmeisters ist.
In China wird überdeutlich, dass dieser Titel nicht unbedingt zum Vorteil für die Bevölkerung gelangen muss. Im Gegenteil sagt dieser Titel, dass die Einwohner dieses Landes im Vergleich mit anderen (Import-)Nationen schlechter bezahlt werden. Wie sonst könnten die Produkte so billig und damit im Ausland so begehrt sein? Gerade China beweist, dass nicht nur hohe Qualität den Export fördert, sondern vor allem billige Preise. Aber damit stellt sich die Frage, zu wessen Nutzen eine hohe Exportquote gelangt.
Der Handel zwischen China und den USA ist völlig aus dem Gleichgewicht. Die Chinesen produzieren Güter für die USA unter unmenschlichen Bedingungen, sind dementsprechend preiswert und haben unvorstellbare Mengen an Dollar auf ihrer Guthabenseite. Davon hat China nichts, außer dass es ein Machtmittel besitzt - die US-Dollar - mit dem China jederzeit den Zusammenbruch des Weltfinanzsystems auslösen könnte. Angenommen, die chinesische Regierung würde beschließen, den verdienten Wohlstand ihrer Bürger zu erhöhen, indem sie mit ihrem angesammelten Kapital aus dem Außenhandelsüberschuss in der Welt einkaufen geht, dann hätte das den sofortigen Zusammenbruch des Weltfinanzsystems zur Folge. Es gibt nämlich nichts, das sie kaufen könnten – vor allem nicht in den USA, die der Welt größter Schuldner sind.
Was produziert wird, wird auch verbraucht
Hier muss wieder der Zustand des Jetzt betrachtet werden. Dieser Zustand ist, dass in einigen Ländern mehr produziert wird, als verbraucht wird. Und anders herum. Aber alles, was produziert wird, wird auch andauernd verbraucht. Wenn also China den Beschluss fasste, den Konsum im eigenen Land zu erhöhen, kann es nicht einfach auf bestehende Überschüsse zurück greifen. Ein erhöhter Konsum in China könnte nur auf Kosten von Einschränkungen in anderen Ländern hergestellt werden, wenn die weltweite Produktion nicht erhöht wird. Das gilt analog auch für Deutschland und jede andere Nation mit Außenhandelsüberschuss.
An diesem Beispiel werden zwei Dinge erkennbar: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Bürger eines Überschusslands jemals die Früchte ihrer Arbeit genießen können, ist äußerst gering. Man muss davon ausgehen, dass über Kurz oder Lang alle Außenhandelsüberschüsse abgeschrieben werden müssen. Das heißt, dass die Länder, die auf Grund ihres Außenhandelsdefizits fremde Arbeit konsumieren, diese letztlich geschenkt erhalten werden. Damit defizitäre Nationen jemals ihre Schulden begleichen könnten, müsste eine tief greifende Umstrukturierung stattfinden. Die Löhne in den Defizitnationen müssten soweit sinken, bis die Herstellung von Produkten im eigenen Land wieder rentabel und konkurrenzfähig wird und damit überhaupt wieder stattfindet. Das würde ein entsprechendes Fallen des Wohlstands in diesen Ländern zur Folge haben. Wie krass das ausfallen könnte, mag man ermessen, wenn man betrachtet, unter welchen Umständen Waren in China produziert werden, die derzeit außerhalb Chinas konsumiert werden.
Wer soll das bezahlen?
Es ist zu bedenken, dass es nicht ausreicht, dass Defizitnationen ihren Außenhandel in einen ausgeglichenen Zustand versetzen. Sie müssten über viele Jahre mehr exportieren, also mehr und günstiger produzieren, als sie selbst verbrauchen, damit sie ihre Schulden begleichen könnten. Das, was sie bis jetzt an fremder Arbeit konsumiert haben, müssten sie zusätzlich in Zukunft zusätzlich leisten, um irgendwann schuldenfrei leben zu können. Im konkreten Beispiel USA würde das bedeuten, dass die USA zehn Jahre lang jedes Jahr Waren im Wert von 750 Milliarden US-Dollar in die Welt liefern müssten, für die nur Geld verrechnet wird, bis sie wenigstens die Schulden abgebaut haben, die in den letzten zehn Jahren aufgelaufen sind. Es gibt wohl niemanden, der ernsthaft daran glaubt, dass so etwas jemals passieren wird.
Damit ist offensichtlich, dass alle Nationen, die einen steten Außenhandelsüberschuss produzieren – jetzt muss man schon sagen: erleiden – die Deppen der Welt sind. In China kann man schon von Sklavenarbeit sprechen. Aber auch in allen anderen Ländern muss eindeutig festgestellt werden, dass die geleistete Arbeit nur zum Teil denjenigen zu Gute kommt, die sie verrichtet haben. Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und Irland genießen Wohlstand, der nicht der Leistung ihrer Bürger entspricht. Aber sie sind nur kleine Lichter im Vergleich mit den USA und England.
Handel oder Krieg?
In England wird gesagt, Handel ist die Fortsetzung des Kriegs mit anderen Mitteln. So handelt man im angelsächsischen Raum auch. Die Lehre der Ökonomie wird seit Beginn des 20. Jahrhunderts vom angelsächsischen Raum bestimmt. Mit der Etablierung des Systems von Bretton Woods 1944 sind die Vorteile zu Gunsten des angelsächsischen Raums in unanständiger Weise festgeschrieben worden.
Von 1945 an konnten sich – aus dem Selbstverständnis der Britisch-Amerikanischen Allianz - weder Deutschland noch Japan oder China und nicht einmal die Sowjetunion gegen dieses System wehren. Eben so wenig der Rest der Welt. Wie gesagt: Der Handel ist in der angelsächsischen Philosophie die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln; ein Land wie Deutschland – ohne Friedensvertrag – unterlag den Weisungen, Handel aufzunehmen; aber nach den aufgedrückten Regeln. Ein neues Wirtschaftssklavensystem war etabliert: als Garant für den Reichtum der Siegermächte, als Basis für fortgesetzte Servilität deutscher Politik. Die „Kellner“ der Weltwirtschaft in Europa trugen schwarzrotgold.
Die Ökonomen der ganzen Welt sind auf das angelsächsische System eingeschworen worden und wer widerspricht, wird diskreditiert oder auch schon mal mit einem Krieg zur Ordnung gerufen. Die Medien verteidigen diese Lehren artig getreu der ewigen Weisheit des New York Times-Herausgebers, die wir am Ende des 2. Serienteils zitiert haben, obwohl jeder sehen kann, wohin sie uns geführt haben. Gerade in den letzten fünfzehn Jahren ist Deutschland durch die Anwendung dieser Lehren immer weiter in die Schuldenfalle gelenkt worden. Die Deutschen sollen immer mehr arbeiten zu geringeren Löhnen und auf Luxus verzichten, damit der Export floriert. Wofür? Wer in Deutschland hat etwas davon? Mittlerweile sind wir so weit, dass die Dumpinglöhne in Deutschland durch Mindestlöhne begrenzt werden müssen. Der Staat muss Menschen mit zu geringer Entlohnung unterstützen. Damit stützt er den Export weiter und verliert erneut. Einmal, weil er zu wenig Steuereinnahmen aus zu geringen Löhnen einnehmen kann und dann noch oben drauf mit den wenigen Steuereinnahmen die Konkurrenzfähigkeit der Exporteure bezahlt. Da können nur Schulden entstehen, obwohl in Deutschland mehr als genug gearbeitet wird.
Was höre ich? Sarkasmus? Von wegen, meine Herren: Der Vorwurf, deutsche Produkte hätten Dumpingpreise, ist sehr wohl gerechtfertigt und sollte auch in Deutschland laut diskutiert werden. Denn die Zeche der Lustseuche der Exportweltmeistermanager zahlen wir alle, weil wir durch ein fehlerhaftes System ausgebeutet werden, das die laute Forderung ad Absurdum führt, dass sich Leistung auch lohnen soll. Für die Arbeitnehmer in Deutschland kann das solange nicht gelten, bis ihre Leistung nach internationalem Niveau bezahlt wird und die Handelsbilanz ausgeglichen ist.
In früheren Zeiten war es offensichtlich, wenn ein im Krieg besiegtes Land vom Sieger wirtschaftlich ausgebeutet worden ist. Mit dem System von Bretton Woods ist diese Offensichtlichkeit verschleiert worden. Der Zustand der Weltwirtschaft und die Exzesse der Finanzwirtschaft haben diesen Schleier etwas gelüftet. Wer bereit ist, über das Diktat der Medien hinaus zu denken, kommt an der Erkenntnis kaum vorbei, dass die Sieger des Zweiten Weltkriegs seit dieser Zeit den Rest der Welt ausbeuten und alles tun, diesen Zustand zu erhalten. Sie nutzen den Umstand, dass sich die Menschen vor jeder Veränderung fürchten. Es ist aber an der Zeit, grundlegende Veränderungen im Weltfinanzsystem vorzunehmen, damit sich Leistung wieder für die lohnt, die sie erbringen und nicht von anderen betrügerisch abgeschöpft wird. Meiner Forderung nach grundlegenden Veränderungen im Weltwirtschaftssystem, die ich schon in meinem Buch
„Bankraub globalisiert“ erhoben habe, hat sich jetzt auch der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften Joseph Stiglitz angeschlossen. Das kann im Interview des „Stern“ vom 15. April 2010 mit Joseph Stiglitz nachgelesen werden.
Der Deutsche Staat dürfte keine Schulden haben. Dass er Schulden hat, ist leider Fakt. Fakt ist aber auch, dass diese Schulden nur durch ein fehlerhaftes System entstanden sein können. Ich halte es für richtig, die Legitimität dieser Schulden und damit ihren Bestand in Frage zu stellen. Von den weiteren schlimmen Folgen der Schulden, die geradezu zwanghafte Privatisierung von Staatseigentum (unserem Eigentum!), werde ich im nächsten Teil berichten. Inzwischen empfehle ich meine Abhandlung über
das System von Bretton Woods, die ich Ende 2008 geschrieben habe. Beachten Sie bitte, wie genau ich die Größenordnung der Schrumpfung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2009 vorhergesagt habe.
Zurück zu Teil 1: Schulden, mal nicht abstrakt
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