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GT – das deutsche Online-Magazin für Politische Kultur – hat Vakanzen für Medienberater. Wenn Sie über gute Kontakte in die werbungtreibende Wirtschaft verfügen, über Kenntnisse der Marktes der Online-Medien sowie ihrer Möglichkeiten und Spaß an einer innovativen Arbeit haben, schreiben Sie an: GT- Verlagsleitung, mail@gt-worldwide.com
Die Glinder Autorennacht im Alten Gutshaus der Stadt Glinde findet am 28. September ab 20 Uhr statt.
Moderation:
Rena Larf.
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Schon bei einer Spende ab 10 Euro erhalten Sie alle drei Bücher im Gesamtwert von über 42 Euro in einem übersichtlichen Sammelband als E-Book. Nach Überweisung der Spende wird Ihnen der Link zum Download des neuen Werkes von Norbert Gisder zugesandt.
Norbert Gisder, "Glück im Schritt", Kurzgeschichte, Novelle, Roman, Edition GT-E-Books, 523 Seiten, 10,00 Euro.
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GT - das Magazin der Querdenker: Menschen, Organisationen, Firmen und Vereine, die sich an denkende Zeitgenossen wenden - und die vor allem etwas zu sagen haben - werden
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Die Welt ist ein Buch. Das Neueste ist von Klaus Meierotto. Der Ex-Verkaufsberater der Mercedes-Benz-Niederlassung München hat mit dem Buch „Nicht jeder Stern hält was er verspricht“ ein bemerkenswertes Werk über Unternehmenskultur bei Daimler verfasst. Er wendet sich an Leser, die an den Machenschaften innerhalb der Deutschen Wirtschaft interessiert sind. Was sich hinter den Kulissen der Vorstands- und Chefetagen, aber auch zwischen den ständig unter Druck stehenden Mitarbeitern und Kollegen abspielt, liest man bei Klaus Meierotto.
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Die Zukunft beginnt heute! Serie über den jüngsten Europäer
Teil 2: Albin Curti - Rebell der Herzen
und des Verstands
Kosovo. Der jüngste Staat Europas ist zugleich einer der Kleinsten. Knapp halb so groß wie Hessen. Kosovo ist auch einer der Staaten, in denen es mehr Fortschritt als in vielen anderen gibt. Große, internationale Firmen haben ihre Fühler ins Land ausgestreckt. Fette Gewinne locken: Die Mächte der Erde sichern die Freiheit des Landes hinter Stacheldraht-Verhau und mit immer noch schwer bewaffneten Soldaten. Die Gefahr von Unruhen scheint somit gebannt: 31 Nationen teilen sich die Aufgaben der Sicherung von Ruhe und Ordnung. Es soll eine ruhmvolle Aufgabe sein. Weithin sichtbar ist sie das auch. Weithin. Allerdings nicht allenthalben.
Und, ja, es gibt nach wie vor auch die Unzufriedenen. Diejenigen, die eigene Vorstellungen für ihre Heimat haben und diese selbst gestalten wollen.
Albin Curti ist einer ihrer wichtigsten Sprecher. Der junge Mann sitzt uns gegenüber, nahe dem Denkmal für Mutter Theresa an der nach dieser benannten Hauptstraße. Mutter Theresa ist die bekannteste Tochter der Stadt Pristina, der Hauptstadt des Kosovo.
Curti spricht über Opposition außerhalb des Parlaments. Solche Opposition organisiert Curti - obwohl er längst auch parlamentarisch opponiert: Als Vorsitzender von "Vetevendosje" (Selbstbestimmung). Die Partei hat 14 von 120 Sitzen im Einkammerparlament des Kosovo. Neben der LDK (Demokratische Liga Kosovo), 27 Sitze, Vorsitzender Isa Mustafa (Bürgermeister von Pristina) ist Vetevendosje mit Albin Curti vor der AAK (Allianz für die Zukunft Kosovos) mit 11 Sitzen, Vorsitzender Ramush Haradinaj (derzeit in Den Haag inhaftiert) die wichtigste Oppositionspartei des jüngsten Europäers. Vor allem aber ist sie die charismatischste.
Kosovo benötige nicht die kurzfristig durch Soldaten gesicherte Stabilität, sondern eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, sagt der Mann, der selbst von arrivierten Politikern des Landes heimlich bewundert wird. Heimlich, weil man ihn offiziell als einen Radikalen, einen Umstürzler gar, fürchtet.
Während des Kosovo-Krieges wurde Curti von der Polizei der damals noch serbischen Provinz Kosovo im April 1999 in Pristina verhaftet, in der Stadt Nis wurde Curti elf Monate später wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu einer Haftstrafe von 15 Jahren verurteilt: Bedrohung der nationalen Integrität der Bundesrepublik Jugoslawien lautete der Vorwurf. Und: Gründung einer Vereinigung mit feindlicher Tätigkeit im Zusammenhang mit Terrorismus. Zu solchen Vorwürfen fühlen sich Staaten, die selbst terroristisch sind, besonders berufen, sagt Curti im Gespräch beiläufig.
Erst am 7. Dezember 2001, nach 32 Monaten Haft, wurde Curti von der neuen Regierung Serbiens freigelassen. Zweieinhalb Jahre später im Kosovo Action Network und seither in der Nachfolgerorganisation Vetevendosje (albanisch; übersetzt: Selbstbestimmung), der heute radikalsten Oppositionspartei im Parlament von Pristina, revoltiert Curti gegen die UN-Resolution 1244, die KFOR und die internationale Präsenz in seiner Heimat. Immer mit Sachwissen und einem für seine Jugend enormen Charisma, das sich der 36jährige Widerständler nicht erst während seiner Auslandsaufenthalte als Kämpfer gegen die Serben vor der internationalen Gemeinschaft in Brüssel, New York und Washington erworben hatte; Curti galt schon als Chef einer unabhängigen, revolutionären Studentengruppe der Untergrund-Universität Pristina als der geborene Führer.
In der Guerilla der UCK organisierte der Rebell der Herzen und des Verstands von 1997 bis zum Beginn des Kosovo-Krieges die Studentenproteste gegen die verhassten Besatzer, die Serben.
„Wir wollten und wollen ein richtiges Land und brauchen dazu eine eigene Armee“, sagt Curti – und am liebsten würde er die internationale Schutztruppe der KFOR, der Kosovo-Forces, wie sie von der Nato ins Land geschickt wurden, sofort nach Hause beordern.
„Der KFOR-Commander trifft sich mit serbischen Generälen, das ist nicht fair. Mit unseren Generälen sollte er sich treffen“, sagt Curti, beantwortet aber die Frage nicht, welche Generäle das seien. Stattdessen will der Rebell, der so glatt rasiert ist, dass man ihn, in Schlips und Kragen statt T-Shirt und Jeans gekleidet, auch für einen Banker halten könnte, „die Aufgaben der EU neu definieren.“
Dass die EU „mit einer Stimme sprechen muss“ ist eine zentrale Forderung, die auch gemäßigte politische Kräfte in Kosovo fordern – und sogar die meisten Sprecher der Ministerien und der Regierung.
Das macht den Partisanen-Nachfahren und latenten Revolutionär auch in einem heute demokratischen Kosovo zum geschätzten Vorreiter einer Politik, die ohne Curti im Mehltau von Pseudoanalysen von „Kriegsgewinnlern“ der unterschiedlichsten Provenienzen an Konturen verlieren würde. Viele, die heute in Kosovo die Gesellschaft prägen wollen, haben sich allein auf die Machtpolitik der momentanen „Besatzer“ von KFOR, Eulex, Unmik sowie diverser NGOs gestützt. Selbst unter einem Premierminister Hashim Thaci und Außenminister Hoxhai ist da so manches möglich – und wird so manches verhindert, was für das Land von Vorteil wäre, sagt Curti. Dessen politische Bewegung sich expressis verbis nicht als politische Partei, sondern als Volksbewegung versteht. Als Fundamentalopposition.
Einen Hauptgrund dafür benennt Curti in der serbischen Verfassung: „Dort steht, dass Kosovo Teil von Serbien ist. Also befinden wir uns in einem Krieg gegen Serbien, in einem Krieg ohne Krieg, denn die KFOR-Besatzer bewahren uns vor sofortiger Annexion.“
Auf die Frage, wie er selbst das Land regieren würde, sollte es einmal dazu kommen, ergeht sich Albin Curti in denselben Allgemeinplätzen, in denen „Volksvertreter“ nicht nur in Kosovo gern schwelgen: „Gerechtigkeit, Demokratie und Entwicklung ist unser Ziel“, sagt der Ex-Guerillero staatsmännisch-korrekt.
Im Hintergrund der Mutter-Theresa-Straße singen seine Anhänger zu Gitarrenmusik revolutionäre Lieder, bewacht von der Kosovo-Police, der von der KFOR ausgebildeten, einheimischen Polizei, die mehr und mehr Aufgaben im Land übernimmt. Es ist Nacht geworden und kühler Wind weht die Hitze des Tages aus den Straßen der Stadt Pristina, der größten des Landes. Curti knöpft seine Jacke zu und resümiert unser Gespräch:
„Die EU-Kommission und die anderen Organisationen mit Wirkgrad nach Kosovo müssen die Rules of Law ändern. Wir brauchen Berater; wir brauchen definitiv keine (fremden) Machthaber. 2005 haben wir mit der Plakatierung von klaren Slogans auf den Hausfassaden des Kosovo begonnen. Heute problematisieren wir Fragen in zweifacher Hinsicht – Serbien und die Unmik sind gleichermaßen undemokratische Seiten. Serbien will auch im 21. Jahrhundert noch das Russland des Balkan sein und seine Satelliten unter Kuratel halten. Und Brüssel toleriert das und ist ggf. sogar bereit, eine weitere Teilung von Kosovos Norden zuzulassen. Das werden wir niemals akzeptieren – denn den Preis dafür würden allein die Kosovaren bezahlen.“
Der politische Autodidakt Albin Curti hat bei seinen Analysen der Situation und den Notwendigkeiten für Aktionen immer auch die internationale Szene im Blick. Die kennt er aus eigener Anschauung und diversen Aufhenthalten in Brüssel und Washington als Widerstandskämpfer. Also sagt er: „Ich verstehe, dass Brüssel Serbien integrieren will. Aber das uns betreffende Resultat wäre eine Analogie zu Bosnien – wir würden langfristig zu dezentralisiert zementiert sein, um noch eine selbstbestimmte Demokratie werden zu können. Und solange die offizielle Politik sowohl innerhalb des Kosovo als auch in Europa ihren Einsatz im Land mit dem selben oder einem vergleichbaren Ziel verfolgt, werden wir als Korrektur der Fremdherrschaft über den Kosovo nötig bleiben – und unseren Einfluss ausbauen.“
Läuft das auf ein großalbanisches Reich hinaus?
Curti bleibt ernst. Gewissermaßen sei das „nicht unser erstes Ziel, aber auch nicht auszuschließen“, sagt er sybillinisch. „Vor allem aber läuft es darauf hinaus, dass als befreundete Staaten nur solche gelten sollten, die uns in ehrlicher – altruistischer – Freundschaft entgegentreten. Und nur diesen gegenüber werden wir das auch tun.“
(Das Gespräch wurde am 15. Mai 2011 nachts in Pristina in englischer Sprache geführt. Zusammenfassung und Übersetzung von Norbert Gisder)
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Kosovo: Zahlen, Daten, Fakten zum jüngsten Europäer 07/2008
Resolution 1244 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen 10/06/1999





















