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Bücher

Die Welt ist ein Buch. Das Neueste handelt über "Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Kernfrage" - brauchen wir die Atomenergie? Im Watt, in dessen Struktur die Wissenschaft lesen kann wie Sie in GT, ist die Welt noch in Ordnung? Der Wachholtz Verlag hat zum Wattenmeer das Buch herausgebracht - wir lesen darin und wir erkennen die Welt. Erkennt die Welt auch uns? Das wiederum ist Aufgabe eines neuen Buches. Noch ungeschrieben? Nachschauen. Im Öffnet internen Link im aktuellen FensterRessort Bücher von GT

Piraten ausweichen

Judith und ihr Mann, Buchautor Soenke Roever.

Wegen der Piraterie vor Somalia segeln Judith und Soenke Roever ums Kap der Guten Hoffnung statt durch den Suezkanal zurück nach Europa. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterweiter

Dyne - ein Künstlerleben

Der Bursche ist 32, sieht aus wie 22 und ist verspielt wie andere mit 12: Dyne ist dabei ein Künstler von Rang. Der Mann, der Berlin bei so manchem internationalen Event schon bestens vertrat, hat auch bei den offiziellen Feiern zum Fall der Berliner Mauer natürlich einen Stein ins Stürzen gebracht - seinen persönlichen Mauer-"Stein". Lesen Sie Opens internal link in current windowmehr über Dyne und das ganze Porträt über diesen ungewöhnlichen Künstler.

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Fact-Finder. Sie ärgern sich, dass so vieles nicht in der Zeitung steht, was aber doch interessant ist? Schicken Sie Ihren Tipp an GT - das Online-Magazin. Sie wollen die Story gleich selbst schreiben? Dann stellen Sie sich bitte in einer Kurzbewerbung mit Foto vor, GT arbeitet gern mit Newcomern, sofern diese professionelle, journalistische Arbeiten verantworten können.

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Die Goldene Kuppel des Felsendoms auf dem Tempelberg überragt die Altstadt mit der Klagemauer und die Ausgrabungen aus der Zeit der Gründung Jerusalems durch König David 1000 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Foto: Norbert Gisder
Die Goldene Kuppel des Felsendoms auf dem Tempelberg überragt die Altstadt mit der Klagemauer und die Ausgrabungen aus der Zeit der Gründung Jerusalems durch König David 1000 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Foto: Norbert Gisder

Zeichen. Zeitreise durch Zion. Zeitweise zweifelnd.

Israel, das Land der Kinder Gottes - Serie: 1. Teil. Von Norbert Gisder
19.02.2010
Es ist Freitag. Nur Muslime dürfen auf den Tempelberg. Sicherheitskräfte in der Altstadt. Angst? Ist nicht zu spüren. Die Menschen leben miteinander. Fotos: Norbert Gisder
Es ist Freitag. Nur Muslime dürfen auf den Tempelberg.
Sicherheitskräfte in der Altstadt.
Angst? Nicht zu spüren. Die Menschen leben miteinander.
Es ist Freitag, Feiertag für die Muslime ...
... die zum Tempelberg drängen, der an diesem Tag für Nicht-Moslems gesperrt ist.

Israel ist jahrzehntelang nicht wirklich Ziel meiner Träume gewesen - und doch: so etwas wie ein Zuhause. Eine kulturhistorische, auch theologisch-religiöse, heimliche Sehnsucht. Viele haben sie irgendwann vergessen, ohne sie zu vermissen; Gottgläubigen aber ist das Land immer eine Heimat gewesen, nach der man sich sehnt, die man (vielleicht deshalb) zugleich fürchtet. Scheinbar verloren, will man sie dennoch nicht verlorengeben, sich (ebenfalls deshalb?) auch einmischen. Für viel mehr Menschen in aller Welt ist das Land ein Zuhause. Es fühlbar vermissend, wollen, wollten wir es schon immer, wiederhaben und haben es doch ... - gemieden. So gewaltig der Sog, so groß die Beklemmung: Die Leichtigkeit der gottlosen Dekadenz in einer nicht mehr oder kaum noch spirituellen Philosophie der Banalität könnte in der Allgegenwart der unvergleichlichen, gelebten Dichte zwischen dem Toten Meer und Galiläa unmöglich werden: Nichtmehrwegschauen aber ist ein schwerer Weg – auch wenn er ins Gelobte Land, die Heimat, zu führen verspricht.

Israel. Die gelebte Ambivalenz von Gefühlen, Geschichte und Geschichten aus Jahrtausenden verdichten sich in diesem Gelobten Land wie Kohlenstoff in einem Diamanten: Israel im Frühling eines erblühenden Staatswesens. Israel, selbst in Zeiten der Absenz des Krieges dennoch nie im Frieden. Israel im süßen Duft der Mandelblüte nach einem langen, kalten Winter. Israel im Schnittpunkt der großen Weltreligionen und ihrer divergierenden Herrschaftsansprüche. Israel, der Judenstaat, ein Land, das - einst grenzenlos an Einfluss - heute kaum noch einen Splitter auf der Weltkarte markiert, und dessen Wurzeln und dessen Menschen dennoch weiterhin die Erde in Atem halten, Kulturen nähren und in ihren Festen begründen.

Israel. Als Volk im Land Kanaan vor mehr als 3.000 Jahren in das Bewusstsein des vaterländischen Erbes der Menschheit eingezogen; als Volk von Gottesstreitern: "Verstand, der Gott sieht" (so übersetzte der christliche Eremit Antonius der Große im 4. Jhdt n. Chr. den Namen Israel).

Israel. Auf der Landbrücke zwischen Afrika und Asien gelegen, stellt der kaum 470 Kilometer von Nord nach Süd messende Krümel mehr dar als Wüste und Fels, die die Nachbarn Libanon im Norden von Ägypten im Südwesten, Jordanien im Osten/Südosten und Syrien im Nordosten voneinander und vom Meer trennen. Und das östliche Mittelmeer, an dessen Küsten das Land liegt, das von Jesus Christus das Gelobte genannt wurde, ist mehr, als ein Gateway für den Warenhandel. Nun mehr als 7 Millionen Menschen leben auf diesem Flecken wieder urbar gemachter Wüste, nahezu 91 Prozent in Städten.

Israel. Wie will man sich einem solchen Land nähern?

Israel. Wir beginnen in Jerusalem, der Stadt, mit der David nach biblischer Überlieferung um 1000 vor Christus sein Königreich gegründet hat. Und wir beginnen mit einem Bilderbogen.

Das Gefühl für das, was wir sehen, wenn wir durchs Damascus-Gate in die Altstadt gehen, Gerüche von Gewürzen und Traditionen, Armut und Überheblichkeit, Reichtum und Schönheit einer Kulturlandschaft, die erst 1981 von der Unesco als Welterbe erkannt wurde; Morbidität, umgeben von Moderne, umfängt den Abendländer wie ein Rausch. Bild reiht sich an Bild. Die Trennschärfe nicht nur zwischen den Bildern sondern auch jene in den Motiven geht ebenso unweigerlich verloren wie Sinn oder Unsinn von Schuldfragen an politischen, wirtschaftlichen, sozialen Ständen und Missständen.

Wem auch sollte die Schuldfrage angesichts von Bettlern ohne Bein, Händlern ohne Hirn und Herrschern ohne Verstand in einer Welt nutzen, die so klein ist, das keiner mit, erst recht aber keiner ohne den anderen leben kann? ...

In einer Serie über das Land - das als Judenstaat gefeiert und geschmäht, geliebt und gehasst wird, dessen Menschen Frieden suchen und dessen Eliten das Wort so unterschiedlich interpretieren, den Weg dorthin wie auch die Mittel dazu oft zynisch und allein an eigenen Interessen messen - werden wir uns den Fragen stellen: Fragen, die viele Menschen in aller Welt bewegen; oder bewegen sollten.

 

Damascus Gate, Jerusalem

Durch das Damascus-Tor gelangt man aus dem Norden in die Altstadt von Jerusalem, rechter Hand liegt das Christen-, linker Hand das Muslim-Viertel. Geradeaus gelangt man in die Old City und weiter ins Jüdische und Armenische Viertel. Fotos: Norbert Gisder
Durch das Damascus-Tor gelangt man aus dem Norden in die Altstadt, rechter Hand liegt das Christen-, linker Hand das Muslim-Viertel. Geradeaus gelangt man in die Old City und weiter ins Jüdische und Armenische Viertel.

Durch die Altstadt von Nord nach Süd

Im Süden der Old City: Zwischen den Ständen er einstigen Pferdeställe, in denen die Händler Quartier bezogen haben, führen steile Treppen hinaus aus dem Trubel und hinauf - auf die Dächer der Altstadt. Mit Blick auf das Armenische Viertel, den Tower of David (Davidturm) nahe dem Jaffator der Altstadt, in dem ein Museum 4000 Jahre Stadtgeschichte in Computergrafiken, Dioramen und Videos sowie mit einer authentischen Raumgestaltung zur historischen Illusion werden lässt. Von der Spitze des Davidturms hat man den vielleicht besten Überblick über das alte wie das neue Jerusalem. 

Eine gute Zusammenfassung in Deutsch findet man unter http://www.goisrael.com/Ness.Tourism.CMS/Templates_I/USA/Content/Content.aspx?NRMODE=Published&NRORIGINALURL=%2FTourism_Ger%2FArticles%2FAttractions%2FThe%2BTower%2Bof%2BDavid%2BMuseum.htm&NRNODEGUID=%7B1CC37D29-565B-459F-9203-D719716AADBD%7D&NRCACHEHINT=NoModifyGuest 

Außerdem in Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Zitadelle_(Jerusalem)

Blick über das Armenische Viertel von Alt-Jerusalem. Foto Gisder
Blick über das Armenische Viertel von Alt-Jerusalem. Wir bleiben über den Dächern der Altstadt und genießen den weiten Blick über den Felsendom bis zum Ölberg. Von einem hübschen Café führt uns der Weg zur Grabeskirche.

Das Jerusalem-Kreuz, erstmals 1099 vom Kreuzritter Gottfried von Bouillon als Wappen geführt, wird in ungezählten Schmuckläden und Galerien gezeigt und zu teilweise astronomischen Preisen auch zum Kauf angeboten. Zumeist aus Silber, in das Opale oder andere Schmucksteine eingelegt, die Ecken teilweise mit Kristall verziert werden, ist es dennoch gewichtiges Stück Geschichte, symbolisiert es doch Christus und die vier Evangelisten - oder die fünf Wunden Christi.

Ein Platz für die Christen auf dem Grab Jesu in Jerusalem

Die Grabeskirche

Der Anblick der Grabeskirche macht irgendwie traurig - und doch auch froh. Sie steht noch. Trotz offensichtlichen Renovierungsbedarfs. Sie steht immer wieder und sie ist seit Jahrhunderten eines der wichtigsten Symbole für den Gottesglauben in der christlich-jüdischen Welt. Seitdem sie unter dem römischen Kaiser Konstantin 335 n.Chr. eingeweiht wurde, ist sie in zahlreiche Bauteile - stark ineinander, über- und untereinander verschachtelt - immer wieder zerstört, auf- und umgebaut und erweitert worden.

Kreuzigung und Grab Jesu sollen sich den Überlieferungen zufolge an dieser Stelle befunden haben - und wie der Streit um die Kreuzigung, so wird heute innerhalb der christlichen Verwalter um die Nutzung der Kirche selbst gestritten; und das bei aller interkonfessionellen Einigkeit ... 

... ja, dieser Platz ist so recht ein Zeugnis des christlich-jüdisch-muslimischen Miteinanders in der Altstadt Jerusalems sowie der Uneinigkeit allein innerhalb der großen, katholischen Glaubensrichtungen: Griechisch-Orthodoxe, Römisch-Katholische (Franziskaner), Armenische Apostolische Kirche, ferner die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien, die Kopten und die Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kiche verwalten die Kirche - jede streitbar für eigene Interessen einstehend, was die Unterhaltung des teilweise stark einsturzgefährdeten und sichtbar maroden Gebäudes sehr erschwert. Frieden unter den katholischen Christen in der Grabeskirche ist jedenfalls auch nach Jahrzehnten des Streits um die Legitimität des kirchlichen Erbes nicht abzusehen.

Zwei moslemische Familien verwahren deshalb seit Jahrhunderten die Schlüssel, öffnen morgens das Haupttor und schließen es abends auch wieder ab.

Die israelischen Behörden, die die Verwaltung der Altstadt erst mit dem Sechstagekrieg 1967 übernommen haben, mischen sich in diese Regelung auch nicht ein.

Mehrere gute Detailberichte über dieses symbolstarke Streitobjekt finden sich u.a. unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Grabeskirche 

Eindrücke von der Stimmung unter den monumentalen Kuppel- und Kapellendächern vermitteln die nachfolgenden Fotos.

Grabeskirche, Jerusalem, Israel. Fotos: Norbert Gisder

Fahrt zum Ölberg und Blick auf das alte Jerusalem

Blick auf Jerusalem vom Ölberg. Foto: Norbert Gisder
Blick auf Jerusalem vom Ölberg. Foto: Norbert Gisder

Politische Bildung mit P8, Uzi und Kamera

Blick auf Jerusalem vom Ölberg. Foto: Norbert Gisder
Blick auf Jerusalem vom Ölberg. Fotos: Norbert Gisder

Soldaten der Israelischen Armee begegnet man überall im Land. Auskunftsfreudig, aufgeschlossen und freundlich, fragen sie, wo man herkommt und wie einem das Land gefällt. Auf dem Ölberg treffen wir einige wieder, die wir schon gesehen haben. Die Einheit, bewaffnet mit der Israelischen Standard-Maschinenpistole Uzi und Kamera, genießen die Politische Bildung des Vortragenden, der, ebenfalls mit P8 am Gürtel, über die Geschichte der Stadt und des Landes referiert. Die Sonne verschwindet hinter den Hügeln der Altstadt, die Menschen - ob in Uniform oder ohne - gehen einem warmen Februar-Frühlingsabend unter der beginnenden Mandelblüte entgegen.

Das moderne Jerusalem

Der Sabbat hat mit dem Untergang der Sonne begonnen und die Straßen leeren sich. Das heißt aber nicht, dass die Menschen nun in sich gekehrt den 7. Tag der Woche, den Ruhetag, verbringen. Im Café-Restaurant "Link" in der Hamaalot Street gibt es alles, vom 650-Gramm-Rinderfilet bis zum Sorbet-Eis aus allerlei tropischen Früchten.

Kein Platz frei auf der Terrasse, kein Platz frei im Inneren des Restaurants über der Neustadt.

"Nehmen Sie hier Platz." Zwei Gäste, die soeben zahlen wollen, stehen auf und bieten uns ihren Tisch am Rande der Szene an. Junge Mädchen und junge Männer flirten wir überall auf der Welt, es sind vorwiegend Israelis, viele hellhäutig und blond - aber eben auch Araber. Moslems? Ja, auch. Jerusalem modern ist eben auch ein multikulturelles Jerusalem.  

Mehr als 770.000 Menschen leben auf und zwischen den Hügeln vor allem der nördlichen und westlichen Neustadt sowie rund um die Altstadt in einer Regierungs- und Verwaltungsmetropole, deren Parlament, die Knesset, einst aus Sicherheitsgründen ohne Fenster gebaut worden ist. Juden und Christen, Moslems und Menschen anderer Religionen sowie ungezählter Nationen leben friedlich zusammen. Man spürt keine Angst und muss auch keine Angst haben.

Für die drei großen Weltreligionen ist Jerusalem die Heilige Stadt. Sie wird es bleiben, wie auch immer sich der Verlauf des Friedensprozesses gestaltet. Ein paar Bilder aus diesem Colorit ...

Das moderne Jerusalem. Foto: Norbert Gisder
Leere Straßen am Sabbat.
Die Knesset.
Blick auf Teile des Regierungsviertels.
Waldorf Astoria baut Luxus.
Vor dem Damacus Gate.
Hamaalot Street.
Palmen vor Wohnhäusern.
In Gartenrestaurants
und auf Caféterrassen
buntes Treiben

Die ganze Serie über Israel in GT

Grand Tourisme Worldwide

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Zusammenfassung der Seite:

Grand Tourisme - Worldwide

Israel, Jerusalem, Menschen, Altstadt, Platz, Kirche, Grabeskirche, Christus, Christen, Stadt, Frieden, Orthodoxe, Geschichte, Sonne, Mandelblüte, Ständen, Kreuzigung, Hügeln, Judenstaat, Erbes, Neustadt, Verstand, Armenische, Fragen, Interessen, Blick, Moslems, Jahrhunderten, Wüste, Weltreligionen, Angst, Heimat, Damascus, Israelischen, Bildung, Politische, Zeichen, Reise, Zuhause, David, Kamera, Gelobte, Serie, Haupttor, Streitobjekt, Detailberichte, Kopten, Eindrücke, Schlüssel, Syrisch, Antiochien, Behörden, Familien, Verwaltung, Apostolische, Jahrzehnten, Regelung, Streits, Gebäudes, Unterhaltung, Sechstagekrieg, Tewahedo, Kiche, Legitimität, Zeugnis, Wunden, Evangelisten, Stück, Christi, Anblick, Renovierungsbedarfs, Trotz, Kristall, Ecken, Preisen, Galerien, Schmuckläden, Zumeist, Silber, Schmucksteine, Opale, Symbole, Gottesglauben, Uneinigkeit, Jerusalems, Miteinanders, Glaubensrichtungen, Griechisch, Katholische, Römisch, Stimmung, Einigkeit, Bauteile, Konstantin, Kaiser, Stelle, Streit, Nutzung, Verwalter, Franziskaner