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Öffnet internen Link im aktuellen FensterLibyen unterm Feuersturm; Ägypten und die Revolutionslügen; der arabische Krisenbogen und seine Hintergründe; der Fall Soros - von Ferdinand Kroh. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterKosovo 2011, der jüngste Staat in Europa drei Jahre nach der Unabhängigkeit - Kommentare, Reportagen, Fotos - von Norbert Gisder. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen 

Öffnet internen Link im aktuellen FensterChina Magazin in GT - alles über die Menschen, das Land, Kultur, Essen und Trinken, Politik, Wirtschaft. Und zwar so, wie ein Mensch forscht, der ein Land kennenlernen will. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Serie in GT

Öffnet internen Link im aktuellen FensterGrundsätzliche Überlegungen zur Produktivität von Arbeit und daraus entstehendem Wohlstand

 

Wer ein Boot auf dem Hänger transportiert, braucht eine zuverlässige Zugmaschine. Doch welche? Öffnet internen Link im aktuellen FensterSerie in GT

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GT - das Magazin der Querdenker: Menschen, Organisationen, Firmen und Vereine, die sich an denkende Zeitgenossen wenden - und die vor allem etwas zu sagen haben - werden Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier miteinander vernetzt.

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Die Staatsverschuldung und Überschüsse in absoluten Zahlen (CCAB) in Milliarden US-Dollar. Stand: April 2009

Wie gefährlich ist Irlands Staatsverschuldung?

Von Peter Haisenko
15.11.2010

Irland ist wieder ins Gerede gekommen. Angeblich wird der EU-Rettungsschirm benötigt. Irland selbst sagt nein. Zu Recht? Ja und nein. Zu allererst muss eine Definition richtiggestellt werden: Staatsverschuldung. Es gibt eine interne und eine externe Staatsverschuldung. Die interne sollte außer den Bürgern dieses Staates niemanden interessieren – das ist eine interne Angelegenheit. Die externe aber ist diejenige, die für die Weltwirtschaft und die Bürger der Welt interessant ist. Und genau deswegen wird in den Medien über letztere nicht gesprochen.

Im Englischen heißt die externe Staatsverschuldung „Cumulative Current Account Balance“ (CCAB), also die Summe der angesammelten Überschüsse/Defizite der Handelsbilanzen der einzelnen Länder. Diese Zahlen geben Aufschluss darüber, ob die Bürger eines Landes über ihre Verhältnisse leben, oder nicht. Noch interessanter ist die Aufschlüsselung des CCAB pro Kopf. An dieser Zahl lässt sich direkt ablesen, wie viel jeder einzelne Bürger eines Staats mehr oder weniger verbraucht hat, als ihm entsprechend seiner Leistung zusteht. Das ist die Zahl, an der erkennbar wird, ob ein Land wirklich Probleme hat, seinen Verpflichtungen gegenüber dem Ausland in Zukunft nachzukommen.

Nach dem Stand von April 2009 betragen die Schulden pro Kopf (CCABpc) in Irland 10.418 US-Dollar. Das heißt: Statistisch gesehen müsste jeder Ire – vom Säugling bis zum Greis – in absehbarer Zeit diese Summe wieder ins Ausland abgeben, damit Irland – als Land, als ökonomische Einheit – wieder schuldenfrei sein könnte. Dass das passieren wird, ist sehr unwahrscheinlich. Aber, wieso reden wir überhaupt von Irland in diesem Zusammenhang? Irland ist zwar zweifellos zu hoch verschuldet (extern!), in dieser Hinsicht jedoch nur schlechtes Mittelmaß. Hier ein paar Zahlen (CCABpc): Ungarn: -9.122, Litauen: -10.300, Malta: -10.944, England: -11.382, Estland: -11.886. Und jetzt die Staaten, die uns wirklich Sorgen bereiten sollten: Spanien: -16.955, Portugal: -17.610, Zypern: -20.055, Griechenland: -22.321, Neuseeland: -22.291, Australien: -24.810, USA: -24.098. Die Krönung ist Island: -69.566. Es finden sich noch einige Kleinstaaten, Karibik-Inseln, die deutlich über 20.000 sind. Sie sind jedoch so unbedeutend, dass sie von der Staatengemeinschaft ohne Probleme alimentiert werden können.

Betrachten wir nun die Gegenseite, also Staaten mit Exportüberschuss, deren Bürger also mehr gearbeitet haben, als sie verbraucht haben. Da steht als erstes Japan mit einem positiven CCABpc von 21.520. Dann Taiwan: 15.849, Deutschland: 12.745. Einige kleine Staaten wie Holland (31.313) oder Luxemburg (87.095) reißen nach oben aus, ebenso wie Staaten mit Öl oder anderen Rohstoffen. Kuwait: 100.701, Norwegen: 92.522. Die Schweiz kann auch glänzen: 81.666. An der Schweiz wird jedoch noch etwas anderes sichtbar: die Verfälschung der Außenhandelsbilanz durch die Finanzwirtschaft. Generell darf festgestellt werden, dass alle Länder, die Einkommen aus der Finanzwirtschaft generieren, ihre Außenhandelsbilanz aufbessern, ohne wertschöpfende Arbeit geleistet zu haben. England, USA, Luxemburg, Schweiz, Bahamas etc.. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass Russland mit 4.324 sehr gut dasteht, vor allem wenn man bedenkt, dass Russland noch 1998 ein Schuldenmoratorium durchgezogen hat.

Die Tabelle aller Länder, auch mit den absoluten Zahlen, finden Sie unter:

http://en.wikipedia.org/wiki/File:Cumulative_Current_Account_Balance_per_capita.png

Das untere Ende dieser Tabelle ist aufschlussreich. Von Italien (CCAB -262 Milliarden) steigert es sich über England (-695 Mrd), Spanien (-773 Mrd) zu den USA. Mit -7.335 Mrd übertreffen sie alles um das Zehnfache. Ganz nebenbei: Für den US-Dollar gibt es keinen Rettungsschirm! China hingegen, dessen Reserven immer wieder als furchterregend bezeichnet werden, steht zwar in den absoluten Zahlen positiv ganz oben dabei, ist aber pro Kopf gerechnet nur unteres Mittelmaß: CCABpc 1.146.

Was können wir mit diesen Zahlen anfangen? Sehr wenig! Rein theoretisch sollte es möglich sein, Schulden einzutreiben. Das wäre für Deutschland zum Beispiel sehr hilfreich. Deutschland hat ein Anrecht auf mehr als tausend Milliarden Dollar. Damit könnte der größte Teil der internen(!) Schulden beglichen werden. Jeder Hartz IV Empfänger und jeder Rentner wäre ziemlich froh, wenn er seinen statistischen Anteil eintreiben könnte. Auch jeder Chinese würde sich über 1.146 Dollar freuen.

Leider ist diese Betrachtung wirklich nur rein theoretisch. Keines der Schuldnerländer kann auch nur einen Bruchteil seiner Schulden begleichen. Im Gegenteil wachsen die Schulden dieser Länder stetig an. Allein im Fall Irland besteht Hoffnung, wenigstens etwas demnächst zurückzubekommen. Die Außenhandelsbilanz Irlands ist nicht hoffnungslos.

Die Karten oben und unten zeigen den Zustand der Welt. Grün bedeutet Exportüberschuss – hier wird mehr gearbeitet als konsumiert. Je brauner und roter es wird, desto größer das Defizit. Vergessen Sie nicht, dass der Zustand der Außenhandelsbilanz Afrikas und Südamerikas stark beeinflusst wird durch die ausbeuterischen Finanzinstrumente, auf die diese Länder keinen Einfluss haben. Die obere Karte zeigt die absoluten Zahlen (CCAB) und die untere die Zahlen pro Kopf (CCABpc). Vor allem die untere zeigt es deutlich: Die Welt arbeitet für den Luxus der anglophilen Gemeinschaft.

Wie es dazu gekommen ist, beschreibe ich in meinem Buch Öffnet externen Link in neuem Fenster„England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“

Lesen Sie weiterführend: Öffnet internen Link im aktuellen FensterNur ein globales Insolvenzverfahren kann die Krise bezwingen

Beide Bilder: http://gunn.co.nz/map/

 

Die pro Kopf Verschuldung/Guthaben (CCABpc) in US-Dollar. Stand: April 2009

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Zusammenfassung der Seite:

Grand Tourisme - Worldwide

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