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Öffnet internen Link im aktuellen FensterKosovo 2011, der jüngste Staat in Europa drei Jahre nach der Unabhängigkeit - Kommentare, Reportagen, Fotos - von Norbert Gisder. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen 

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Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Serie in GT

Öffnet internen Link im aktuellen FensterGrundsätzliche Überlegungen zur Produktivität von Arbeit und daraus entstehendem Wohlstand

 

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Irland muss Rettungsschirm beantragen -
Deutsche Banken atmen auf

Kommentar von Peter Haisenko
22.11.2010

Irland hat nach intensivem Druck Hilfen aus dem EU-Rettungsfond beantragt. Für das Land als solches wäre das nicht notwendig gewesen. Nur das aufgeblasene irische Bankensystem steht vor dem Zusammenbruch. Aus diesem und einer extrem industriefreundlichen Steuerpolitik ist der irische Wohlstand der letzten 20 Jahre hergestellt worden. Diese Blase droht jetzt zu platzen.

Die Vorgänge der letzten Tage um die irischen Finanzen waren beispiellos. Europas führende Nationen haben Irland massiv gedrängt, finanzielle Hilfen anzunehmen. Irland selbst konnte ziemlich entspannt zusehen. Es ging wieder einmal um das Thema „too big to fail“. Obwohl Irland nur ein kleines Land ist – seine Bevölkerung ist weniger als 1,5 Prozent Europas – verfügt es über ein Bankensystem, das nach englischem Vorbild vollkommen überdimensioniert ist. Wenn die irischen Banken zahlungsunfähig werden sollten, reißen sie das gesamte Weltfinanzsystem in den Abgrund. An erster Stelle deutsche Banken, die den Löwenanteil an Verpflichtungen irischer Banken halten.

Die Finanzwelt steht mit Irland an derselben Stelle, wie vor Jahresfrist mit der HRE. Die fatale Verbindung der HRE mit der irischen DEPFA hätte damals die HRE in den Abgrund gerissen, wenn der deutsche Steuerzahler nicht eingesprungen wäre. Das hätte schon damals Anlass genug sein müssen, das gesamte irische Bankensystem einer Grundrenovierung zu unterziehen. Aber dann hätte den Iren bereits zu dieser Zeit vermittelt werden müssen, dass sie ihr Wohlleben auf Kosten anderer drastisch einschränken müssen.

Portugal, wie auch Griechenland, steht zweifellos finanziell schlechter da als Irland, aber das portugiesische Bankensystem ist eben nicht „too big to fail“. Deswegen wird Portugal auch nicht unter den EU-Rettungsschirm geprügelt. Ebenso wie Spanien. Bezüglich Irlands geht es nicht um die Sanierung der irischen Staatsfinanzen, sondern ausschließlich um die Rettung der (deutschen) Banken und damit um die Rettung des Weltfinanzsystems.

Am aktuellen Beispiel Irland wird der ganze Wahnsinn des Weltfinanzsystems deutlich. Ein Land, das nicht einmal über 0,8 Promille (0,8 Tausendstel ! ) der Weltbevölkerung verfügt, kann das gesamte System in den Abgrund reißen. Auf der einen Seite zaubern die USA mal eben 600 Milliarden Dollar aus dem Hut, um Amerika kurzfristig vor dem Untergang zu bewahren. Die USA können das, weil sie die Leitwährung besitzen. Sie können das, weil die Mechanismen von Geldmenge und Inflation schon lange nicht mehr funktionieren.

Auf der anderen Seite Irland, dass das nicht kann. Irland muss die EZB, respektive die europäischen Kontrollgremien darum bitten. Tatsächlich ist der Vorgang derselbe wie in den USA, jedoch durch die Vielfalt und den Umfang Europas verschleiert. Auch die Länder Europas legen Irland nicht angespartes Bargeld auf den Tisch. Das Geld, mit dem jetzt die irischen Banken gerettet werden sollen, gibt es (noch) nicht. Physisch wird es niemals existieren. Die Rettungszusage an Irland ist nichts anderes, wie der Wert des Gelds als solches: ein Versprechen.

Die Länder Europas haben beschlossen, das Weltfinanzsystem noch nicht untergehen zu lassen und versprechen Irland, den Untergang ihrer Banken nicht zum Auslöser des großen Crashs werden zu lassen. Zu diesem Zweck zaubern sie Geld aus dem nichts, im Prinzip in jeder beliebigen Höhe. Damit ist der Nachweis erbracht, dass die Probleme der Finanzkrise rein virtuell sind, denn sie werden mit irrealen Mitteln bekämpft. Griechenland, Irland, oder wer immer als nächstes dran ist – die finanziellen Probleme dieser Länder lassen sich einfach durch Zuführung irrealer Geldmittel lösen. Die realen Probleme werden dadurch nicht gelöst.


Weiterführende Literatur in einer Form, die auch Laien erlaubt, die großen Zusammenhänge zu verstehen: Öffnet externen Link in neuem FensterBankraub globalisiert


Die Machthaber dieser Welt wissen um das, was Sie in folgendem Artikel lesen können: Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie verschwiegenen Ursachen der Finanzkrise. Sobald auch Sie darum wissen, werden Sie erkennen, wie und warum uns die Wahrheit verschwiegen wird.


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