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Moderation: Öffnet internen Link im aktuellen FensterRena Larf.



 

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Öffnet internen Link im aktuellen FensterLibyen unterm Feuersturm; Ägypten und die Revolutionslügen; der arabische Krisenbogen und seine Hintergründe; der Fall Soros - von Ferdinand Kroh. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterKosovo 2011, der jüngste Staat in Europa drei Jahre nach der Unabhängigkeit - Kommentare, Reportagen, Fotos - von Norbert Gisder. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen 

Öffnet internen Link im aktuellen FensterChina Magazin in GT - alles über die Menschen, das Land, Kultur, Essen und Trinken, Politik, Wirtschaft. Und zwar so, wie ein Mensch forscht, der ein Land kennenlernen will. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Serie in GT

Öffnet internen Link im aktuellen FensterGrundsätzliche Überlegungen zur Produktivität von Arbeit und daraus entstehendem Wohlstand

 

Wer ein Boot auf dem Hänger transportiert, braucht eine zuverlässige Zugmaschine. Doch welche? Öffnet internen Link im aktuellen FensterSerie in GT

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GT - das Magazin der Querdenker: Menschen, Organisationen, Firmen und Vereine, die sich an denkende Zeitgenossen wenden - und die vor allem etwas zu sagen haben - werden Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier miteinander vernetzt.

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Öffnet internen Link im aktuellen FensterSüdtirol - Wandern. Immer.

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Bilder und mehr:

Öffnet internen Link im aktuellen Fenster2009    Öffnet internen Link im aktuellen Fenster2010  Öffnet internen Link im aktuellen Fenster2011

 

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Mehr im Öffnet internen Link im aktuellen FensterRessort Bücher in GT

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Interboot 2010 - der Verkaufsbasar am Bodensee

Kommentar von Norbert Gisder, Chefredakteur
21.09.2010

Interboot Friedrichshafen – kann man sich sparen. Lieblos gefüllte Hallen mit Booten, von denen Verkäufer behaupten, sie schwimmen. Meinen Hund würde ich kaum einem der Herrschaften zur Pflege anvertrauen. Vielleicht mein Ruderboot – gern mit Schwimmweste. Maritime Atmosphäre? Nicht auszumachen. Dafür Verkaufsregale prallvoll mit Waren, die „unters Volk“ müssen, wie uns eine Verkäuferin sagte, bedeutungsvoll über die gefüllten Lager mit Skipperjacken, Schuhen und allerlei weiteren Schnickschnack zeigend. „Wie sollen wir sonst die Standmiete zahlen?“ Also werden Rabatte ausgepreist. „Die wenigen Besucher halten ihr Geld sonst fest“, sagt ein anderer Verkäufer. 30 Prozent Preisnachlass auf Gummihosen, 15 Euro für ein T-Shirt, ab 5 Euro bekommt man eine Wollmütze. Toll. Willkommen in den erweiterten Trendsportart-Verkaufshallen. Es ist eine Mischung aus Aldi und Lidl, Outlet-Store und Second-Hand-Atmosphäre.

Aber auch dort, wo uns Boote, ja, teilweise sogar Schiffe und Yachten „Das Pure Vergnügen“ des Wassersports (Messeslogan) vermitteln wollen, riecht es vor allem nach Plastik und Geldschneiderei. Fachfragen werden von hilflos über die Stände schauenden Händlern, die eher wie Dealer wirken, mitunter mit Nichtantworten wie „steht alles auf unserer Homepage – übrigens Page Rank 8“ beantwortet. Noch besser: „Wir haben die Krise überlebt, da müssen Sie sich auf unsere Qualität schon verlassen.“ Ist ja Klasse, braucht man also nur noch das Portemonnaie zu zücken und zu zahlen.

Nun stelle ich mir eine Messe so nicht vor. Also gehe ich in Details. Die gibt es natürlich. Und auch Stände, die liebevoll gestaltet sind und an denen richtige Berater gern auf weiteres Interesse eingehen.

In GT werden wir die wichtigsten vorstelllen. Die anderen lasse ich beiseite. Darunter vor allem auch einge der Großen. Hunter etwa. Wer die 50-Fuß-„Benchmarksetterin“ anschauen will, muss vorher einen Zettel mit Namen und E-Mail ausfüllen. Aber nicht etwa, weil man sich bei Hunter für die Kunden interessiert. „Ist nur für die Statistik“, sagt die „Serviererin der Zettel“ und packt das Papier lieblos unter eine Schale. Nein, Gäste, die nicht klaglos-fraglos kaufen, können sich kaum willkommen fühlen im Souk am Bodensee, der sich von jenem in der Altstadt von Marrakech nur dadurch unterscheidet, dass die Verkäufer in Marokko menschliches Interesse an den Bedürfnissen ihrer Kunden/Gäste zumindest heucheln  - gelegentlich mal zum Sit-in bei Tee und Gebäck einladen und gern lächeln.

Warum das bei der Interboot kaum vorkommt? „Wir sind zur Präsentation hier, nicht zur Show“, sagt uns einer. Und ein anderer: „Wenn ich auch noch lächeln müsste, müssten Sie noch mehr bezahlen.“ Nein, es ist wirklich kein Vergnügen, diese erste Bootsmesse der Saison in den Hallen am Stadtrand besucht zu haben.

Ich denke an die jüngste Pressemitteilung – die offizielle Verlautbarung zur Interboot: „Die Talsohle ist durchschritten – Bootsbranche befindet sich im Aufwärtstrend“ heißt es da und: „Die Bootsbranche hat eine gute Zukunft vor sich.“

Nun will ich nicht den Eindruck erwecken, über die Tatsächlichkeiten der Interboot hinwegzuschreiben und nur herumzupesten. Also veröffentliche ich nun gleich auch den ganzen Text dieser Pressemitteilung vom heutigen Dienstag. Er lautet:

„Friedrichshafen – Die Konjunkturkrise weicht in Deutschland einem neuen wirtschaftlichen Aufschwung. Auch in der Bootsbranche gibt es deutliche Zeichen für eine Erholung. Als erste der drei großen deutschen Bootsmessen vor der Wassersportsaison 2011 wird auf der INTERBOOT der Aufwärtstrend deutlich. Nach Berechnungen des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft (BVWW) hat sich die Bootsproduktion im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent erhöht.

Laut Konjunkturumfrage berichten besonders Händler von Neubooten über eine deutlich bessere Stimmung als 2009: So beurteilen knapp 57 Prozent im Segelbootbereich die Geschäftslage besser als im Vorjahr, 2009 waren es rund 24 Prozent. Im Bereich der Motorboote beurteilen rund 60 Prozent der Befragten die Geschäftslage besser im Vergleich zum Vorjahr, im vergangenen Jahr waren es gerade einmal 25 Prozent. „Wir haben eine gute Zukunft vor uns“, fasst Patric Polch, Vizepräsident des BVWW und Geschäftsführer Polch Boote aus Traben-Trarbach im Rahmen des INTERBOOT-Branchengesprächs zusammen.

Dass auch in der Bootsbranche nicht alle Firmen von der Konjunkturkrise betroffen waren, macht Boote Polch deutlich, die auf der INTERBOOT mit der 13,10 Meter langen schwedischen Nimbus 43 die größte Motoryacht präsentiert. „Durch die hochwertigen Nimbus-Yachten und unserem umfangreichen Serviceangebot sind uns die Kunden auch in wirtschaftlich schlechteren Zeiten treu geblieben“, sagte Patric Polch und verweist auf gute Umsätze seiner Firma.

Die Bootsbranche am Bodensee war von Anfang an weniger von der Krise betroffen, profitiert jetzt aber auch vom Aufwärtstrend. Clemens Meichle, Vorsitzender des Verbands der Bodenseewerften freut sich nicht nur über ein gutes Neubootgeschäft seiner Mitgliedsfirmen, sondern auch über die guten Zahlen aus dem Yacht- und Bootszubehör- wie dem Dienstleistungssektor. „Unsere 32 Mitgliedsfirmen sind sehr breit aufgestellt: Wenn Eigner aus wirtschaftlichen Gründen kein neues Boot kaufen, investieren sie sehr häufig in Zubehör, um ihr altes Boot zu verbessern, wie zum Beispiel in die Motorentechnik oder in ein neues Teakdeck“, so Clemens Meichle. „Unsere Erfahrung ist: Der Kunde geht dort hin, wo er das beste Angebot erhält und ist bereit, für Qualität zu zahlen.“

„Der Bootsmarkt in der Schweiz ist stabil, wir haben an der Krise ohnehin nicht wirklich mitgemacht“, berichtet auch David Clavadetscher, Geschäftsführer des Schweizerischen Bootbauer-Verbandes aus Zofingen. Die hochgerechneten Ergebnisse für das laufenden Jahr auf Basis der Eidgenössischen Zollstatistik zeigt: Der Umsatz im Segelbootbereich im Jahr 2010 ist von rund 30 Millionen Schweizer Franken im Jahr 2009 auf 34 Millionen gestiegen. Der Umsatz im Motorbootbereich ist um rund 27 Millionen Schweizer Franken auf 95,6 Millionen gestiegen.

Handfeste Ergebnisse zu einer sich erholenden Bootskonjunktur liefern die Ergebnisse der jüngsten Befragung des Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verbands (DBSV) zur wirtschaftlichen Situation der Mitgliedsfirmen. Organisiert sind im DBSV mehr als 420 Betriebe, von der kleinen Holzbootwerft am Bodensee über große Serienyachtbauer bis hin zu Superyachtwerften an der Küste. „Der Optimismus der Branche ist zurückgekehrt“, sagt DBSV-Geschäftsführer Claus-Ehlert Meyer. Bootsbauer, die Zubehörbranche und Dienstleister beurteilen seinen Worten nach vor allen Dingen den heimischen Markt deutlich positiver als ein Jahr zuvor. Er begründet es nicht nur mit der Tatsache, dass viele Firmen neue Mitarbeiter suchen, sondern auch, dass viel mehr Investitionen als noch im Jahr zuvor geplant sind.

Diese positive Stimmung der Branche kann sich bei den INTERBOOT-Besuchern fortsetzen, denn laut Konjunkturbefragung des DBSV gibt es kaum Preisanstiege. 66 Prozent der Branche sieht danach von Preiserhöhungen ab und mehr als acht Prozent werden die Preise sogar senken.“

So weit zur Pressemitteilung der Interboot vom heutigen Dienstag nach dem Branchengespräch. Alles klar?

So oder ähnlich berichten übrigens auch die meisten Zeitungen im Süden Deutschlands. Klar, viele drucken die amtlichen Verlautbarungen einfach ab, ohne kontrolliert zu haben, ob das, was sie da veröffentlichen, überhaupt richtig ist.

Das machen wir nicht. Wir haben mit mehreren Dutzend Händlern und auch mit vielen Verantwortlichen gesprochen.

Die wichtigsten der guten Nachrichten: Wer Fantasie hat und sich um Kunden bemüht, der wird sie auch für sich gewinnen.

Über eine Auswahl derjenigen, deren Boote und Angebote uns besonders gefallen haben, werden wir in GT schon in den nächsten Tagen mehr berichten. Alle anderen kann man nach unserem Dafürhalten getrost vergessen. Wer das anders sieht, darf uns mit Grund und Hintergrund gern schreiben an mail@gt-worldwide.com

Damit wünsche ich den Organisatoren der bevorstehenden Messen in Hamburg, Berlin und Düsseldorf mehr Fortune als jenen am schönen Bodensee – der natürlich auch bei misslungener Interboot immer einen Besuch wert ist.

Herzlichst

Ihr Norbert Gisder

GT-Chefredakteur

 


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