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GT – das deutsche Online-Magazin für Politische Kultur – hat Vakanzen für Medienberater. Wenn Sie über gute Kontakte in die werbungtreibende Wirtschaft verfügen, über Kenntnisse der Marktes der Online-Medien sowie ihrer Möglichkeiten und Spaß an einer innovativen Arbeit haben, schreiben Sie an: GT- Verlagsleitung, mail@gt-worldwide.com
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Moderation:
Rena Larf.
Die Neuauflage der Prosa-Klassiker von Norbert Gisder. Mit der Geschichte „Die Maske der Schönen“, der Novelle „Mars ruft Venus“ und dem Roman „Amok – oder: Die Schatten der Diva“ hat Norbert Gisder der Deutschen Belletristik drei große, schillernde Werke hinzugefügt, die in jedem ernst zu nehmenden, deutschen Feuilleton Beachtung gefunden haben. In einer Sonderedition gibt die Reihe GT-E-Books für Leser dieses Magazins alle drei Prosastücke in einem Sammelband unter einem schillernden, vieldeutenden Bild neu heraus. „Glück im Schritt“ lautet der metapherndichte Titel.
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Schon bei einer Spende ab 10 Euro erhalten Sie alle drei Bücher im Gesamtwert von über 42 Euro in einem übersichtlichen Sammelband als E-Book. Nach Überweisung der Spende wird Ihnen der Link zum Download des neuen Werkes von Norbert Gisder zugesandt.
Norbert Gisder, "Glück im Schritt", Kurzgeschichte, Novelle, Roman, Edition GT-E-Books, 523 Seiten, 10,00 Euro.
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GT - das Magazin der Querdenker: Menschen, Organisationen, Firmen und Vereine, die sich an denkende Zeitgenossen wenden - und die vor allem etwas zu sagen haben - werden
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Die Welt ist ein Buch. Das Neueste ist von Klaus Meierotto. Der Ex-Verkaufsberater der Mercedes-Benz-Niederlassung München hat mit dem Buch „Nicht jeder Stern hält was er verspricht“ ein bemerkenswertes Werk über Unternehmenskultur bei Daimler verfasst. Er wendet sich an Leser, die an den Machenschaften innerhalb der Deutschen Wirtschaft interessiert sind. Was sich hinter den Kulissen der Vorstands- und Chefetagen, aber auch zwischen den ständig unter Druck stehenden Mitarbeitern und Kollegen abspielt, liest man bei Klaus Meierotto.
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Marcus Hellwig und Jens Koch sind frei
Die beiden seit 131 Tagen in Iran inhaftierten Journalisten, Marcus Hellwig und sein Fotograf Jens Koch, sind frei. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin bestätigte am heutigen Samstag, 19. Februar: "Die beiden deutschen Staatsangehörigen befinden sich in Täbris in Begleitung deutscher Konsularbeamter." Zahlreiche Initiativen, darunter wichtige Blogs und Internet-Kommentatoren, hatten die Freilassung von Iran gefordert. In GT hatte Chefredakteur Norbert Gisder in einem Appell direkt an Mahmud Ahmadinedschad, den Präsidenten der Islamischen Republik Iran, geschrieben:
Marcus Hellwig und Jens Koch sind nicht Ihr Fall, Mr. President. Schicken Sie die Jungs heim
Marcus ist ein guter Journalist. Sie würden stolz sein auf so einen Freund, Mr. President. Marcus ist liberal und fantasievoll. Tolerant, weil gebildet. Wie so viele junge Reporter, ist er leicht zu verführen: Von der Macht, die Karrieren macht. In Deutschland wie in Iran, im Christentum wie im Islam. Marcus ist einer guten Familie entwachsen. Sein manchmal etwas vorlauter „seht her, ich kann alles“-Ton ist nicht ihm, sondern unserer Zeit und seiner Sozialisation in einer schadenfrohen Gesellschaft anzulasten, in der solche Macher mehr Beachtung finden, die sich in geeignet erscheinender Weise präsentieren. Ich habe mit Marcus Hellwig gern zusammengearbeitet, als er noch jung und neu im Job war und voll Hoffnung. Einen Teil seiner Ausbildung hat er in einer Redaktion absolviert, die ich mit geleitet habe. Stets war Marcus willig, Kollegen, denen er etwas zutraute, die Wünsche zu erfüllen – das tat er sehr zuverlässig. Seinen eigenen Weg stellte er nicht selten dem gewünschten Weg hintan, den ihm ein Vorgesetzter vorschlug. Den Fotografen, Jens Koch, kenne ich persönlich nicht. Von den Fotos her, die ich gesehen haben – sowohl jenen, die Koch schoss, als auch jenen über Jens Koch selbst – schätze ich ihn als einen eher ängstlichen, der Kunst verbundenen jungen Mann ein. Die Macht und die Mächtigen umgeben sich gern mit solchen Menschen. Auch das haben Christentum und Islam, Deutschland und Iran gemeinsam, denn die Ängstlichkeit, die sie ausstrahlen, diszipliniert die Revoluzzer im Rudel, die Haudraufs in der Herde, diejenigen, die sich die Dreistigkeit ehrlicher Fragen erlauben und immer genau in den falschen (eigentlich den richtigen) Augenblicken wissen wollen: Ist das gerecht?
Der Verlag, für den Marcus Hellwig und Jens Koch arbeiten, ist voll von Mächtigen, die Karrieren machen – und zerstören (wollen?).
Nicht nur deshalb ist der Fall Marcus Hellwig und Jens Koch spätestens seit der Festnahme der beiden Bild am Sonntag-Reporter am 10. Oktober ein Fall Axel Springer.
Nicht ein Fall des Verlages als ganzem, erst recht nicht seines Namensgebers, des 1985 gestorbenen Verlegers Axel Springer, wie noch erläutert wird.
Der Fall Marcus Hellwig und Jens Koch ist expressis verbis ein Fall der aktuellen Führungs-Elite dieses Verlages: Der Fall Marcus Hellwig und Jens Koch ist ein Fall des Bild am Sonntag-Herausgebers und Bild-Chefredakteurs Kai Diekmann, des Bild am Sonntag-Chefredakteurs Walter Mayer. Diekmann leitet mit der Bildzeitung die angeblich auflagenstärkste und – selbst gefeiert – am meisten zitierte Tageszeitung Deutschlands. Mehr als drei Millionen Menschen öffnen täglich ihre Portemonnaies, um sich von Titten mit tollem Text, Schrecken ohne Schonung, Politik ohne Profil und Kultur ohne Inhalt kitzeln zu lassen. Schlüsselloch um Schlüsselloch abschnüffeln. Lustunterlegtes Kribbeln der Libido immer im Leibchen.
Der Fall Markus Hellwig und Jens Koch ist expressis verbis auch ein Fall von Mathias Oliver Christian Döpfner. Der promovierte Musikwissenschaftler, als Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG vor allem in Fragen der gefeierten Geldvermehrung vor seinen Aktionären immer sehr penibel um den richtigen Ton bemüht, ist im Fall der ihm anvertrauten Journalisten merkwürdig wortkarg. Nicht ein einziger Appell des Axel Springer-Sachwalters von Gewicht ist ins öffentliche Bewusstsein gedrungen, seitdem Markus Hellwig und Jens Koch am 10. Oktober 2010 ihr Leben für die millionenschweren Gehälter der Führungselite des Verlages riskiert haben. Döpfner, Sohn des Hochschulprofessors Dieter C. Döpfner, Ehemann von Ulrike, der Tochter des ehemaligen Vorstandes der Deutschen Bank, Ulrich Weiß, hat nie erfahren, was es heißt, sein Leben vielleicht nicht mehr mit eigenem Geld bestreiten zu können, weil man den Job verliert. Aber profitiert hat er davon, dass sich seine Journalisten davor fürchten. In Hunderten, vielleicht in Tausenden Fällen.
Jedes Jahr dankt Döpfner seinen „Mitarbeitern“ für deren Einsatz.
Was bisher als guter Brauch geschätzt und nur unter der Hand belächelt worden ist, hat der Herr über ein Heer von mehr als 10.000 Menschen mit seinem Schweigen verspielt. Denn mit diesem Schweigen des Dr. der Musikwissenschaften sind mit großer Kraft zersetzende Wahrheiten in das Bewusstsein der Mitarbeiter gezogen, denen bis dato suggeriert worden ist: Ein Springer darf, nein muss springen, wann immer die Chefs es wünschen. Geht etwas schief, steht das Haus wie ein Mann hinter dem Mann. Nun aber zeigt sich: Gerät das Schiff in Schieflage, das der Mann führt, der von Navigation so wenig Ahnung hat wie von Armut, geht gar einer über Bord, so kann er sicher sein, dass sich seine Chefs nicht für ihn verwenden. Und sinkt der Dampfer? Wird sich der Kapitän dann als erster von Bord stehlen?
Trotzdem, Mr. President, halten sich auch diese Menschen für gerecht – ebenso wie Sie das tun.
Axel Springer wird sich im Grabe umgedreht haben ob dieses Schweigens. Ich kenne auch Axel Springer, natürlich, Axel Springer hat mich in seinen Verlag geholt. 24 Jahre habe ich in diesem Verlag gearbeitet – ich war stolz darauf, das gebe ich heute ungern zu, weiß aber noch genau, dass es so war.
Heute habe ich nicht nur mit meinem einstigen Volontär Marcus Hellwig Mitleid, nicht nur mit seinem Fotografen Jens Koch. Heute versetze ich mich ins Bewusstsein der Redakteure dieses Verlages, der sich so sehr aus sich selbst entfernt hat, dass er sogar die Arbeitsbezeichnung „Verlag“ aus seinem Firmenlabel heraustrennte. Axel Springer hätte seiner AG anders bei Seite gestanden. Axel Springer wäre mit großer Wahrscheinlichkeit sofort persönlich in den Iran gereist, um seine Reporter abzuholen. Sie hätten dann einen großartigen Menschen kennengelernt, Mr. President.
Bilder von Marcus Hellwig und Jens Koch im Iran - möchten Sie Ihre Jungs so sehen, meine Herren Döpfner, Mayer, Diekmann? Würden Sie so phlegmatisch Ihrer normalen Arbeit weiterhin nachgehen, wenn es IHRE Jungs wären, die dort im Iran inhaftiert wären?
Wo bleibt eigentlich die Fürsorgepflicht eines Chefredakteurs, eines Herausgebers, eines Vorstandschefs angesichts der Situation, wie sie sich für IHRE Reporter darstellt?
Mr. President, ich hatte nie Respekt vor Machthabern, die die Würde von Menschen missachten um des Erhalts der eigenen Macht willen.
Doch jetzt haben Sie eine Chance: Lassen Sie Marcus und Jens frei. Lassen Sie sich nicht durch die Intriganten, durch die Unfähigkeiten in Ihren Ministerien, in Ihrem Staatsapparat und in den Geheimdiensten ablenken. Marcus Hellwig und Jens Koch sind kein „Fall“ für die Islamische Republik Iran, Mr. President.
Marcus Hellwig und Jens Koch haben Ihnen auf der internationalen Bühne in die Hand gespielt um eines Vorteils willen, den die beiden jungen Männer überhaupt nicht abschätzen konnten. Vor allem konnten sie die Bosheit des Verrats ihrer eigenen Herkunft nicht abschätzen, nicht ermessen und folglich nicht ins Kalkül ziehen, als sie in den Iran eingereist sind.
Selbst wenn es zutreffen sollte, dass mit der Absicht (oder dem Auftrag) der beiden Reporter möglicherweise Gesetze des Iran strapaziert worden sein könnten, so trifft es doch ganz gewiss nicht zu, das ein Verstoß, was für einer auch immer es in Ihren Augen sein mag, mit der Ahndung durch eine Strafe Ihres Landes, welche auch immer es sei, wieder gut gemacht würde.
Lassen Sie Marcus Hellwig und Jens Koch zu ihren Familien reisen, Mr. President. Es ist für Sie die einmalige Chance, dass Menschen in aller Welt, die Sie bisher ebenso wenig geschätzt haben, erkennen, dass auch in Ihnen Anstand und Gottesachtung zu finden sind.
Der Fall Marcus Hellwig und Jens Koch ist nicht Ihr Fall, Mr. President, schieben sie ihn dorthin ab, wo er konfrontiert wird mit jenen, die Schuld daran tragen – auch wenn wir es in unser beider Leben nicht mehr erleben werden, dass diese Menschen ihre Schuld jemals einsehen, geschweige denn eingestehen.
Die Islamische Republik Iran wird dadurch nicht geschwächt – sie wird vielleicht sogar an Achtung in der Welt gewinnen.
Norbert Gisder, GT-Chefredakteur
P.S.: Weitere Seiten im Internet, die Stellung beziehen
Eine politische Stellungnahme will ich dazu bewusst nicht einholen, denn dieser Fall entzieht sich allen bekannten Unzulänglichkeiten der deutschen wie der internationalen Diplomatie.
Seiten im Internet, die Stellung beziehen, sind:
http://meedia.de/nc/details-topstory/article/iran--reporter-wegen-spionage-angeklagt_100031549.html
http://tangsir2569.wordpress.com/2010/12/01/freiheit-fur-marcus-hellwig-und-jens-koch/
http://schariagegner.wordpress.com/2010/11/23/inhaftierung-von-zwei-bams-reportern-in-iran/
http://www.pi-news.net/2010/12/freiheit-fuer-marcus-hellwig-und-jens-koch/
http://nicsbloghaus.org/2011/01/09/hoffnungszeichen-fuer-marcus-hellwig-und-jens-koch/
http://www.indiskretionehrensache.de/2010/11/matthias-doepfner/
http://www.welt.de/debatte/article11148187/Der-Westen-und-das-hoehnische-Lachen-der-Islamisten.html
Lesen Sie auch das neue Buch von Norbert Gisder "Deutschland, scheinheilig Vaterland", in 2. Auflage erschienen im AnderweltVerlag, Lehrte. Leseprobe und bestellen unter
http://www.anderweltverlag.de/sachbuecher/deutschlandscheinheiligvaterland.php













