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Öffnet internen Link im aktuellen FensterLibyen unterm Feuersturm; Ägypten und die Revolutionslügen; der arabische Krisenbogen und seine Hintergründe; der Fall Soros - von Ferdinand Kroh. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterKosovo 2011, der jüngste Staat in Europa drei Jahre nach der Unabhängigkeit - Kommentare, Reportagen, Fotos - von Norbert Gisder. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen 

Öffnet internen Link im aktuellen FensterChina Magazin in GT - alles über die Menschen, das Land, Kultur, Essen und Trinken, Politik, Wirtschaft. Und zwar so, wie ein Mensch forscht, der ein Land kennenlernen will. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Serie in GT

Öffnet internen Link im aktuellen FensterGrundsätzliche Überlegungen zur Produktivität von Arbeit und daraus entstehendem Wohlstand

 

Wer ein Boot auf dem Hänger transportiert, braucht eine zuverlässige Zugmaschine. Doch welche? Öffnet internen Link im aktuellen FensterSerie in GT

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GT - das Magazin der Querdenker: Menschen, Organisationen, Firmen und Vereine, die sich an denkende Zeitgenossen wenden - und die vor allem etwas zu sagen haben - werden Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier miteinander vernetzt.

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Aggressivität bringt überhaupt nichts im Straßenverkehr. Zu dichtes Auffahren gehört dazu.

Halber Tacho - der Sicherheit zu Liebe

Von Ingo von Dahlern
05.06.2010
So soll es sein ...
... das reicht nicht als Sicherheitsabstand.

„Halber Tacho“ oder „zwei Sekunden“ - zwei einfache Grundregeln für den Sicherheitsabstand.

So etwas erleben viele Autofahrer immer wieder. Da überholen sie mit Tempo 130 auf der Autobahn ein paar langsamere Fahrzeuge und plötzlich sitzt Ihnen ein Fahrzeug mit minimalem Sicherheitsabstand von gerade einmal zwei bis drei Fahrzeuglängen im Nacken. Mir treibt das jedes Mal von neuem den Angstschweiß auf die Stirn, weil ich weiß, dass ich ohne Chance bin, wenn ich jetzt kräftig bremsen muss. Denn dann kracht mein Verfolger mit voller Wucht in mein Heck – und was dann passiert, das wage ich gar nicht auszudenken.

Live nachgefahren – und es krachte

Der Unfallforschung der Versicherer (UDV) gebührt Dank dafür, dass sie eine solche Situation jetzt einmal in einem realistischen Test live nachgefahren hat. Mit einem gerade einmal 15 Meter messenden Sicherheitsabstand fuhr ein Fahrzeug einem mit Tempo 100 vorausfahrenden Fahrzeug hinterher. Als dessen Fahrer wegen eines plötzlich auftauchenden Hindernisses kräftig auf die Bremse treten musste, geschah was kommen musste. Der mit viel zu geringem Sicherheitsabstand fahrende Verfolger krachte, obwohl ein sehr erfahrener Profi an seinem Steuer saß, mit gewaltiger Kraft ins Heck des vorausfahrenden Fahrzeugs, wie das unter www.youtube.de/unfallforschung  <//span>verfügbare Video zeigt.

Denn gerade einmal 15 Meter Sicherheitsabstand bei einer Fahrt mit Tempo 100 auf der Autobahn – das ist eindeutig zu wenig, wenn das vorausfahrende Fahrzeug kräftig bremsen muss. Und auch eine Menge Fahrerfahrung hilft nicht, wenn der Sicherheitsabstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug zu kurz ist. Bestätigt wird das durch einen Blick in die Unfallstatistik, die allein für 2008 rund 43000 Unfälle mit Verletzten und Todesopfern ausweist, bei denen „ungenügender Sicherheitsabstand“ als Unfallursache festgestellt wurde. Besonders häufig ist diese Unfallursache auf den Autobahnen, wo 29 Prozent aller Unfälle mit Todesopfern durch Auffahren verursacht werden. Und oft bleibt es, wie ein Blick in die Unfalldatenbank der Versicherer zeigt, nicht nur bei zwei Beteiligten. Denn bei vielen Auffahrunfällen werden weitere Fahrzeuge ins Unfallgeschehen hineingezogen – bis hin zu regelrechten Massenkarambolagen.

Die Physik lässt sich nicht betrügen

Fehleinschätzungen von Entfernungen und der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit spielen als Ursache für zu geringe Sicherheitsabstände eine wichtige Rolle – und das gerade auch bei Vielfahrern, die tagtäglich auf den Schnellstraßen unterwegs sind. Hinzu kommt deren leider falsche Annahme, durch entsprechende Routine kritische Situationen schon meistern zu können. Doch die Physik lässt sich nun einmal nicht betrügen.

Gerade deshalb ist es wichtig, sich immer wieder zwei einfache Grundregeln für den unbedingt nötigen Sicherheitsabstand auf Schnellstraßen ins Gedächtnis zu rufen. Die eine heißt: Sicherheitsabstand gleich halber Tacho – das heißt 50 Meter bei Tempo 100 und 75 Meter bei Tempo 150. Beim Einschätzen dieses Abstands können die Leitpfosten am Straßenrand helfen, die auf Autobahnen 50 Meter und auf Landstraßen 25 Meter voneinander entfernt sind. Und wem das Einschätzen von Entfernungen schwer fällt, der kann sich an die zweite Grundregel, die eine einfache Zeitregel ist, halten. Sie heißt: Sicherheitsabstand zwei Sekunden - egal welches Tempo gefahren wird. Denn ein Auto mit Tempo 100 fährt in zwei Sekunden 55,5 Meter, eines mit Tempo 150 in zwei Sekunden 82 Meter – das ist jeweils ein wenig mehr als der doppelte Tachoabstand.

In der Stadt wird enger gefahren

Die beiden Regeln gelten für den Verkehr außerorts, wo mit hohem Tempo gefahren wird. In der Stadt mit maximal Tempo 50 sind Sicherheitsabstände nach dem Muster halber Tacho oder zwei Sekunden wenig realistisch. Aber auch hier sollten ein Viertel Tacho oder eine Sekunden möglichst nicht unterschritten werden, denn sonst wird es beim heftigen Bremsen vorausfahrender Fahrzeuge auch auf Stadtstraßen gefährlich.

Wertvolle Unterstützung beim Einhalten der gerade auf Landstraßen und Autobahnen so elementar wichtigen Sicherheitsabstände können natürlich auch moderne elektronische Assistenzsysteme leisten. Zu denen gehören intelligente Tempomaten möglichst kombiniert mit Notbremssystemen und Abstandswarnsysteme, die es auch für die Nachrüstung gibt. Sie sollten nach Ansicht der Unfallforschung der Versicherer in allen Personenwagen gesetzlich vorgeschrieben werden.

 

Der Autor

Ingo von Dahlern. Foto: Gisder

GT-Autor Ingo von Dahlern hat ein Viertel Jahrhundert die Berichterstattung über die Themen Auto und Mobiles beim Berliner Tagesspiegel recherchiert, geschrieben und verantwortlich veröffentlicht. Mehr als die meisten anderen Kollegen dieser Zeitung ist er in der Industrie als "Mr. Tagesspiegel" ein Synonym für Qualität im Journalismus.

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Grand Tourisme - Worldwide

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