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Öffnet internen Link im aktuellen FensterLibyen unterm Feuersturm; Ägypten und die Revolutionslügen; der arabische Krisenbogen und seine Hintergründe; der Fall Soros - von Ferdinand Kroh. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterKosovo 2011, der jüngste Staat in Europa drei Jahre nach der Unabhängigkeit - Kommentare, Reportagen, Fotos - von Norbert Gisder. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen 

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Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Serie in GT

Öffnet internen Link im aktuellen FensterGrundsätzliche Überlegungen zur Produktivität von Arbeit und daraus entstehendem Wohlstand

 

Wer ein Boot auf dem Hänger transportiert, braucht eine zuverlässige Zugmaschine. Doch welche? Öffnet internen Link im aktuellen FensterSerie in GT

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GT - das Magazin der Querdenker: Menschen, Organisationen, Firmen und Vereine, die sich an denkende Zeitgenossen wenden - und die vor allem etwas zu sagen haben - werden Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier miteinander vernetzt.

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Zu Guttenberg – der nächste Bundeskanzler?

Kommentar von Peter Haisenko
18.12.2009

Der Spiegel titelte: Karl-Theodor zu Guttenberg, der Entzauberte. Dieser Titel geht an der Realität vorbei. Der Spiegel möchte glauben machen, Herr zu Guttenberg wäre bereits dem Fangschuss seiner Gegner und Neider erlegen. Die Umfragewerte sprechen dagegen. Herr zu Guttenberg genießt nach wie vor die höchsten Sympathiewerte und nicht nur deswegen steht er auf der Abschussliste seiner Gegner und „Parteifreunde“ ganz oben. Das Bessere ist der Feind des Guten, wird gesagt. In der Politik ist es schwer, etwas Gutes zu finden. Das gilt sowohl für die Akteure als auch für deren Handlungen. Herr zu Guttenberg scheint hier eine Ausnahme zu sein und muss deswegen so schnell wie möglich demontiert und desavouriert werden, damit der Rest in seiner bestenfalls Mittelmäßigkeit weiterwursteln kann wie bisher.

Herr zu Guttenberg verfügt über Eigenschaften, die ihn aus der Masse der Parteikarrieristen herausragen lassen. Er ist gebildet und wo immer er auftritt, umgibt ihn die Aura guter Erziehung und guten Stils. Bescheiden, aber seines Könnens bewusst, lässt dieser junge Politiker seine Kollegen weit hinter sich. Besonders bewundernswert sind seine integrativen Fähigkeiten, die seine Auftritte in Fernsehdiskussionen zu einem erfreulichen Erlebnis machen.

Wo normalerweise unversöhnlich aufeinander eingehauen wird, gelingt es Herrn zu Guttenberg, übergreifenden Konsens herzustellen. Selbst definierte Gegner können nicht umhin, Übereinstimmungen mit seinen bedachten Ausführungen zuzugeben. Kein Wunder, dass dieser außergewöhnliche Mann von vielen als Bedrohung für die eigene Karriere angesehen wird. Und zwar von „Freund“ und Feind. Aktuell wird der Versuch gefahren, Herrn zu Guttenberg für Dinge an die Wand zu stellen, die nicht in seiner Verantwortung liegen. Die Vornamensträger sehen eine Möglichkeit, einen Herrn auf ihr Niveau herunter zu ziehen.

Ich empfinde es als peinlich, wie Sigmar Gabriel, der neben Herrn zu Guttenberg wie eine Karikatur wirkt, und Frank-Walter Steinmeier die Frechheit besitzen, in ihrer Argumentation vollkommen außer Acht zu lassen, dass sie und ihre Partei das Schlamassel in Afghanistan angerichtet haben. Auch Jürgen Trittin von den Grünen war dabei, als Peter Struck seinen Unsinn von der Verteidigung Deutschlands am Hindukusch proklamiert hat. Krieg durfte es nicht genannt werden. Damit war die Lüge programmiert – und für dieses „Programm“ soll nun, nachdem sich die Schlächter aus der Regierung gestohlen haben, ein neues Opfer auf den Stein. Dabei auch noch der erste, der auch von der Regierungsbank ganz klar gesagt hat, dass auch Verteidigung Krieg ist, sobald geschossen wird.

Alle geheimen Richtlinien für den Krieg in Afghanistan, die zu den zivilen Opfern geführt haben, sind zu einer Zeit erlassen worden, als die jetzigen Ankläger die Verantwortung trugen. Wie unmoralisch, opportunistisch, wie tief muss man gesunken sein, wenn man jetzt in Verdrehung der Tatsachen versucht, aus dem eigenen Fehlverhalten politisches Kapital gegen den Mann zu ziehen, der als erster ehrlich den Krieg Krieg genannt hat?

Aber vielleicht ist es genau diese Ehrlichkeit, gegen die diese Opportunisten kein anderes Mittel finden können. Sie müssen befürchten, dass sie für ihre Verschleierung doch noch gerade stehen müssen und schlagen präventiv zu. Damit führen sie, die den Krieg zu verurteilen vorgeben, gerade diesen Krieg – nun im eigenen Land – fort; mit ihren Mitteln: der Impertinenz. Moral und Anstand spielen dabei keine Rolle. Soziale Hygiene ebenso wenig.

Nach Konrad Adenauer sehe ich in Herrn zu Guttenberg den ersten Politiker, zu dem ich wieder respektvoll stehen kann. Sein Auftreten ist das Auftreten eines Herrn zu Guttenberg. Es ist so wohltuend anders als dasjenige der populistisch anbiedernden Vornamensträger, denen der Charakter des Familienwappens eines aufrichtigen Nachnamens fehlt. Die Guidos, Frank-Walters und Angelas.

Mit Willy fing es übrigens an und ich werde einige Geschichten aus meinem persönlichen Erleben preisgeben, damit Sie verstehen, warum ich mir endlich wieder politische Führungspersönlichkeiten wünsche, die der Würde und Bedeutung ihres Amts eben auch mit ihrer Persönlichkeit gerecht werden.

1972 hat Willy die Eröffnungsrede der Frankfurter Buchmesse gehalten. Ich habe als junger Mann erschüttert miterleben müssen, wie mein Bundeskanzler diese Rede von sich gegeben hat. Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass er möglicherweise unter dem Einfluss von Alkohol stand, denn ich konnte keinen einzigen Satz verstehen, den er vollständig zu Ende gebracht hätte. Ich wurde dann Pilot und habe viele Politiker, Vorstände und Prominente an Bord meiner Flugzeuge aus nächster Nähe erleben müssen. Das hat mir jeglichen Respekt vor dem Großteil dieser „Persönlichkeiten“ genommen.

Da gab einen Hans-Jürgen, auch Ben genannt, der Morgens um neun Uhr in Frankfurt ins Cockpit kam. Mit ihm kam eine Alkoholfahne, deren Einatmen bei uns Piloten Sorgen ob unserer eigenen Flugfähigkeit aufkommen ließ und er schwadronierte darüber, dass alle Terroristen große Angst vor ihm – Ben dem Großen – hätten. Er bräuchte nur zu erscheinen und sie wüssten: jetzt wird’s ernst und wir geben besser auf. Und jetzt fliegt er schnell nach Lissabon seinem Freund Mario helfen, die Wahl zu gewinnen. Mario hat nicht gewonnen.

Da gab es einen Grafen, Otto, kürzlich verstorben, der sich mit seiner Entourage an Bord über dem Atlantik so gar nicht gräflich verhalten hat. Nach dieser Vorführung hätte ich jede Einladung in sein Wohnzimmer abgelehnt.

Oder Helmut, den ersten, damals noch nicht alt aber auch kein Bundeskanzler mehr, der von Budapest nach Frankfurt mit seiner Loki in der Holzklasse gebucht war. Unsere Verehrung für seine Leistungen gebot eine (kostenlose) Einladung in die erste Klasse. Helmut nahm mit großer Selbstverständlichkeit an und ließ seine Loki mit derselben Selbstverständlichkeit in die Holzklasse abmarschieren. Der Platz neben ihm blieb frei.

Ich könnte viel erzählen aus dieser Zeit. Von Dünkeln und schlechtem Benehmen, aber auch von Persönlichkeiten, deren Anwesenheit die erste Klasse geschmückt hat. Oftmals waren dies Menschen, deren öffentliche Beurteilung etwas anderes erwarten ließ. Erfreuliche Ausnahmen im Rahmen von Begegnungen, die ansonsten mehr dazu beigetragen haben, die Diskrepanz zwischen medialem Auftritt und wahrer Persönlichkeit von Politikern, Managern und Schauspielern aufzuzeigen.

Ich selbst, und ich denke es geht vielen so, wünsche mir Politiker und öffentliche Personen, die sich immer so zu benehmen wissen, dass die Personenschützer nicht zu Stillschweigen verdonnert werden müssen. Politiker, die sich nicht kumpelhaft mit Vornamen anbiedern, sondern durch Leistung, Beständigkeit und Integrität überzeugen können. Herr zu Guttenberg lässt die Hoffnung zu, dass es solche wieder geben könnte.

Ich wünsche Herrn zu Guttenberg das Stehvermögen, sich nicht vom politischen Alltag verbiegen zu lassen. Ich hoffe, er kann mit seinem Beispiel den Anfang für einen würdigeren Umgang in der Politik markieren, auch wenn all die mittelmäßigen Vornamensträger genau das verhindern wollen. Herr zu Guttenberg ist seit langem der erste Politiker, der positiv gewählt wird. Er wird gewählt, weil die Menschen ihm ihre Stimme geben wollen und auch das unterscheidet ihn von seiner Konkurrenz. Die Medien haben eine Verantwortung für die politische Qualität in diesem Land. Ich will hier den Anfang machen und gegen die planmäßige Verunglimpfung dieses Hoffnungsträgers wirken. Deutschland kann seiner Bedeutung in der Welt nur gerecht werden, wenn Vorbilder an seiner Spitze stehen, auch wenn das so gar nicht im Interesse der Sigmars, Guidos und Angelas sein kann. Herr zu Guttenberg ist meine erste Wahl für das Amt des Bundeskanzlers der Zukunft – und das lieber heute als morgen.

mehr über Herrn zu Guttenberg:

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Grand Tourisme - Worldwide

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