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Öffnet internen Link im aktuellen FensterLibyen unterm Feuersturm; Ägypten und die Revolutionslügen; der arabische Krisenbogen und seine Hintergründe; der Fall Soros - von Ferdinand Kroh. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterKosovo 2011, der jüngste Staat in Europa drei Jahre nach der Unabhängigkeit - Kommentare, Reportagen, Fotos - von Norbert Gisder. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen 

Öffnet internen Link im aktuellen FensterChina Magazin in GT - alles über die Menschen, das Land, Kultur, Essen und Trinken, Politik, Wirtschaft. Und zwar so, wie ein Mensch forscht, der ein Land kennenlernen will. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Serie in GT

Öffnet internen Link im aktuellen FensterGrundsätzliche Überlegungen zur Produktivität von Arbeit und daraus entstehendem Wohlstand

 

Wer ein Boot auf dem Hänger transportiert, braucht eine zuverlässige Zugmaschine. Doch welche? Öffnet internen Link im aktuellen FensterSerie in GT

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GT - das Magazin der Querdenker: Menschen, Organisationen, Firmen und Vereine, die sich an denkende Zeitgenossen wenden - und die vor allem etwas zu sagen haben - werden Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier miteinander vernetzt.

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Öffnet internen Link im aktuellen FensterSüdtirol - Wandern. Immer.

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Griechenland kann´s alleine...

Kommentar von Peter Haisenko
06.10.2011

… und die anderen auch. In den letzten Tagen habe ich so gedacht: Verdammt, es wird nicht ohne Inflation gehen. Dann hat mich eine Meldung aus Griechenland an das erinnert, was ich schon in meinem Buch Öffnet internen Link im aktuellen Fenster„Bankraub globalisiert“ vor Jahren ausgerechnet und gefordert hatte: Es geht doch!

Es ist zwar ein wenig bekannter Fakt, aber gerade hier zeigt sich die ganze Perversität der Krise: Allein schon die einigermaßen nachgewiesenen Auslandsguthaben der reichen Griechen betragen etwa das Doppelte der Schulden Griechenlands – mehr als 600 Milliarden Euro. Und das sind nur die Auslandsguthaben.

Wenn ein Land als große Familie betrachtet wird, als Solidargemeinschaft oder sogar als Schicksalsgemeinschaft, dann muss auch jeder Bürger eines Landes mit allem, was er hat und kann zu Hilfe eilen, wenn sein Land in Not ist. Es würde die reichen Griechen gerade mal die Hälfte ihres Vermögens kosten, wenn der griechische Staat zu seiner Rettung eine einmalige Sondersteuer von 50 Prozent auf alle (Bar-)Vermögen erhöbe und anschließend schuldenfrei wäre.

Der Witz dabei ist, dass diese Maßnahme tatsächlich wenigstens die Hälfte des Vermögens der Reichen retten würde. Alle anderen Maßnahmen, die jetzt zusammengestöpselt werden, führen früher oder später zum Totalverlust und zu einer Anarchie, die nicht mehr kontrollierbar sein wird.

Was für Griechenland gilt, gilt ebenso für die meisten Länder der Welt. Auch in Deutschland übertrifft die Summe der privaten (Bar-)Vermögen den Schuldenstand um ein Mehrfaches. Jeder, der ein (Spar-)Guthaben hat, besitzt mehr, als er aktuell zum Leben braucht. Es wird ihn nicht an den Bettelstab bringen, wenn er davon einen erheblichen Teil zur Rettung seines verbleibenden Vermögens abgeben müsste. Die Alternative heißt nämlich: Er wird alles verlieren – zum Beispiel durch Inflation.

Die sofortige Lösung der Krise ist also prinzipiell ganz einfach: Die Staaten müssen ihre falsche Geldpolitik der letzten Jahrzehnte drastisch revidieren. Die Regierungen haben ein Finanzumfeld geschaffen, das den betrügerischen Aufbau unfassbarer Vermögen gefördert und gleichzeitig zur Verarmung breiter Schichten geführt hat. Es ist nicht nur das Recht, sondern die Pflicht der Regierungen, ihre Fehler zu korrigieren. Nicht die wenigen Reichen sind das Volk, sondern die große Masse, die eben keine Vermögen anhäufen konnte, wohl aber die Arbeit leisten musste, mit der es der Wirtschaftselite gelungen ist, „reich“ zu werden.

Wenn eine (Natur-)Katastrophe schwere Schäden verursacht hat, dann ist es selbstverständlich, dass alle zur Hilfe herangezogen werden. Sogar international wird freiwillig Hilfe geleistet. Die Finanzkrise führt in eine Katastrophe, das steht außer Zweifel. Sind unsere Politiker so wenig phantasievoll oder handlungsfähig, dass sie nicht fähig sind, eine drohende und unübersehbare Katastrophe, eine menschengemachte Katastrophe durch wirklich wirksame Maßnahmen abzuwenden?

Manche Reiche haben es schon erkannt und gefordert: Sie wollen mehr Steuern zahlen. Sie haben klar erkannt, dass es besser ist, einen durchaus erheblichen Teil ihres Vermögens abzugeben, als alles zu verlieren.

Europa hat kein Finanzproblem, Europa hat ein Verteilungsproblem. Zu viel Geld wurde in zu wenigen privaten Händen konzentriert – in den meisten Fällen ganz zweifellos durch Entscheidungen der Politik, die mit Rahmenrichtlinien ganze Bevölkerungsgruppen benachteiligten, anderen ungeheure Vorteile verschafften. Nur ein Teil der Profite der Profiteure wird nun benötigt, um alle Probleme zu lösen. Die Maßnahme muss also lauten: Alle Länder erheben eine einmalige Sondersteuer auf private Guthaben oberhalb einer vernünftigen Grenze.

Anschließend müssen die Finanzmärkte so scharf reguliert werden, dass die Auswüchse der vergangenen Jahrzehnte nicht wieder möglich sind.

Es kann meiner Meinung nach einfach nicht sein, dass der deutsche Steuerzahler in die Pflicht für Griechenland genommen wird, während die reichen Griechen ihre (Auslands-)Vermögen unangetastet behalten dürfen. Wenn das aber trotzdem so kommen sollte, dann zeigt sich in diesem Missstand, dass es nicht um Griechenland und dessen Rettung geht, sondern allein darum, die Vermögen aller Reichen zu retten.

Dass dies jedoch auf Dauer nicht funktionieren wird, zeigt sich allerorten. Die „occupie now“-Bewegung an der Wallstreet, die Unruhen in England und anderen Großstädten des UK, die Unzufriedenheiten von Frankreich bis zum Roten Platz, von Stuttgart bis zum Arabischen Krisenbogen zeigen – vor sicherlich jeweils unterschiedlichen Ausgangspositionen - , dass das so nicht funktionieren wird. Bevorstehende Umwälzungen sind für den, der noch fühlen kann, was Recht und was richtig ist, an allen Ecken und Enden der Erde spürbar.

Mich veranlasst das zu einem Appell:

Liebe Politiker, es sind nicht die wenigen Reichen, deren Stimmen eure nächste Wahl bestimmen werden. Es ist leider der Status quo, dass alle Parteien offensichtlich am Gängelband des großen Geldes hängen. Gerade der Erfolg der Piraten dieser Tage zeigt jedoch deutlich, dass es ein neues Denken ist, welches die Menschen fordern; zu Recht fordern. Es gibt sie, die neuen und unkonventionellen Ideen, die das Potential für Mehrheiten haben. Beherzigen Sie die Lehren aus der Geschichte – und aus diesen Fingerzeigen in eine Zukunft, in der es auch andere Wertvorstellungen als jene (veralteten) über Konten mit unvorstellbaren Summen darauf gibt. Meine Prognose ist: Die erste „Volkspartei“, die den Mut hat die Wahrheit zu sagen und gegen die Interessen des Kapitals Maßnahmen zu Gunsten des Volks zu ergreifen, wird die nächste Wahl gewinnen. Nicht jene, die den alten Profiteuren nochmal und nochmal durch den A… schleicht.

Tatsache ist, dass das System, der Wohlstand und ein Teil der Vermögen der Reichen nur zu retten ist, wenn alle Staaten einen erheblichen Teil der Vermögen einziehen und damit ihren Schuldenstand auf Null bringen. Jawohl, auf Null! Griechenland kann hier (unter Zwang) den beispielhaften Anfang machen, dem andere folgen werden, weil zum Beispiel in Deutschland danach der Haushalt um etwa 60 Milliarden jährlich entlastet wäre. Dann – aber wirklich erst dann - könnte auch die FDP wieder zu Recht Steuersenkungen fordern.

Die Forderungen der protestierenden Griechen sind richtig. Griechenland braucht keine Kapitalhilfen. Griechenland muss nur dazu gezwungen werden, seine Schulden mit dem (eingezogenen) Vermögen seiner Bürger zu begleichen. Das hat nichts zu tun mit Sozialismus, es ist nur eine Korrektur langjähriger Fehlentwicklungen, die bereits in den USA immer lauter in Protestbewegungen gefordert wird: „occupie now …“

P.S.: Eine Sondersteuer auf Vermögen muss übrigens nicht in allen Ländern koordiniert erhoben werden. Das darf und kann jedes Land eigenständig durch Gesetze bestimmen. Einzig der Zugriff auf im Ausland verstecktes Geld verlangt nach internationaler Zusammenarbeit. Aber auch hierbei wird der agierenden Regierung die breite Zustimmung des Volks sicher sein. Länderübergreifend.

Schluss mit der Rettung der Banken und der unanständigen Vermögen. Rettet Europa und die europäische Idee mit einer wirklich sozialen Maßnahme, die niemandem wirklich wehtun wird. Das ist mein Appell.

 

Das Buch zum Thema: Öffnet internen Link im aktuellen FensterBankraub globalisiert

Und noch eine Maßnahme wird zur Überwindung der Dauerkrise nötig sein. Welche, lesen Sie Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier.


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Grand Tourisme - Worldwide

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