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Moderation: Öffnet internen Link im aktuellen FensterRena Larf.



 

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Öffnet internen Link im aktuellen FensterLibyen unterm Feuersturm; Ägypten und die Revolutionslügen; der arabische Krisenbogen und seine Hintergründe; der Fall Soros - von Ferdinand Kroh. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterKosovo 2011, der jüngste Staat in Europa drei Jahre nach der Unabhängigkeit - Kommentare, Reportagen, Fotos - von Norbert Gisder. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen 

Öffnet internen Link im aktuellen FensterChina Magazin in GT - alles über die Menschen, das Land, Kultur, Essen und Trinken, Politik, Wirtschaft. Und zwar so, wie ein Mensch forscht, der ein Land kennenlernen will. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Serie in GT

Öffnet internen Link im aktuellen FensterGrundsätzliche Überlegungen zur Produktivität von Arbeit und daraus entstehendem Wohlstand

 

Wer ein Boot auf dem Hänger transportiert, braucht eine zuverlässige Zugmaschine. Doch welche? Öffnet internen Link im aktuellen FensterSerie in GT

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GT - das Magazin der Querdenker: Menschen, Organisationen, Firmen und Vereine, die sich an denkende Zeitgenossen wenden - und die vor allem etwas zu sagen haben - werden Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier miteinander vernetzt.

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Öffnet internen Link im aktuellen FensterSüdtirol - Wandern. Immer.

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Bilder und mehr:

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Die gefährlichsten Länder für Frauen

Von Honigmann
18.06.2011

Vergewaltigung, Sklaverei, Zwangsheirat, tiefste Armut oder die Tötung Neugeborener – in vielen Ländern auf unserem Planeten gehört das zum Alltag für weibliche Angehörige der Spezies Mensch. Eine Untersuchung einer neuen „TrustLaw“-Sektion für Frauenrechte der Thomas Reuters Foundation hat herausgefunden, wo Frauen besonders gequält, erniedrigt und entrechtet werden. Den Ergebnissen nach ist es vor allem in Afghanistan, Kongo, Pakistan, Indien und Somalia heikel, nicht als Mann geboren zu werden.

Etwa 1,5 Milliarden Menschen leben in den Staaten, welche das Ranking der für Frauen gefährlichsten Länder der Welt anführen. Die Bedrohungen und Qual, die ihre sexuelle Identität dort mit sich bringt, sind so vielfältig wie der menschliche – oder auch oft männliche – Einfallsreichtum.

Eine Kombination aus andauernden Konflikten, NATO-Luftangriffen und kulturellen Praktiken haben Afghanistan zu einem besonders gefährlichen Ort gemacht, stellt Antonella Notari, Leiterin von „WomenChangeMakers“, einer Organisation zur Förderung von Frauen als soziale Unternehmerinnen, fest. Die Frauen, welche die tief verankerten Stereotype zu kritisieren wagen, würden meist eingeschüchtert oder getötet.

Für die Untersuchung bat „TrustLaw“ insgesamt 213 Experten mit entsprechendem Arbeitsschwerpunkt von allen fünf Kontinenten, die Lage der Frauen insgesamt und nach sechs Kategorien zu beurteilen: Gesundheitliche Gefahren, nicht-sexuelle Gewalt, kulturelle oder religiöse Einflussfaktoren sowie fehlender Zugang zu Ressourcen, konflikt-bezogene Gewalt und  Menschenhandel standen auf der Liste.

Besonders schlimm sieht es auch in der sogenannten Demokratischen Republik Kongo aus. Von den Vereinten Nationen wird geschätzt, dass dort jährlich 400.000 Frauen vergewaltigt werden. „TrustLaw“ nennt 1152 Vergewaltigungen täglich.

Menschenrechtsaktivisten berichteten laut UN-Untersuchungen, dass Frauen allen Alters vor allem von Angehörigen der Miliz und des Militärs bedroht sind. Auch Massenvergewaltigungen sind ein allgemein bekanntes Phänomen, aber die Grausamkeiten finden damit kein Ende. Die Misshandlung der Geschlechtsteile mit Bajonetten kommt ebenso vor wie die Idee, Gewehrläufe in
die Vagina einzuführen und einen Schuss auszulösen.

Pakistan, das auf Platz drei eingereiht wurde, sei vor allem wegen der Konsequenzen kultureller und religiöser Gewalt berüchtigt. Dazu gehören Attacken mit Säure, Kinder- und Zwangsheirat oder die Bestrafung durch Steinigung und vergleichbare Gewalt. Divya Bajpai, Berater für Reproduktionsmedizin der International HIV/AIDS Alliance, stellt fest: „Pakistan hat eine der höchsten Raten an sogenannten ‘Mitgift-Toten’, Ehrenmorden und Kindesheiraten.”

„Mitgift-Tötungen” finden vor allem in südasiatischen Ländern wie Pakistan, Indien oder Bangladesch statt. Die Frauen sind dabei andauernder Gewalt oder Bedrohung ausgesetzt, mit denen Ehemänner und andere Angehörige eine höhere Mitgift von der Familie der Frau zu erpressen versuchen. Viele betroffene Frauen erhängen oder vergiften sich. Häufiger werden die Frauen auch in Brand gesetzt. Einem CNN-Bericht von 1996 zufolge registrierten die indischen Sicherheitsbehörden pro Jahr etwa 2.500 dieser Vorfälle, laut einem BBC-Bericht von 1999 mit Berufung auf Menschenrechtsorganisationen gehen in Pakistan pro Jahr rund 300 Tode darauf zurück. Die Menschenrechtskommission in Pakistan glaubt, dass mehr als 1.000 Frauen pro Jahr in Ehrenmorden getötet werden.

Indien rangiert nun auf Platz vier der neu veröffentlichten Liste. Als Spitzenreiter beim Thema Menschenhandel und Sklaverei gibt es dort geschätzte drei Millionen Prostituierte, von denen rund 40 Prozent Kinder sind. Zwangsheirat oder Arbeitssklaverei sind weit verbreitet. Indische Behörden nehmen an, dass rund 100 Millionen Menschen vom hiesigen Menschenhandel betroffen sind.

Cristi Hegranes, Gründerin des Global Press Institute für die Ausbildung weiblicher Journalisten, stellte dazu fest, dass diese Praxis üblich und so lukrativ sei, dass sie von Polizei und Regierung nicht angegriffen wird. Zudem „verschwinden“ laut UNBevölkerungsfonds jedes Jahr bis zu 50 Millionen neugeborene Mädchen, weil diese gesellschaftlich als minderwertig und unerwünscht betrachtet werden.

Auf Platz fünf der gefährlichsten Länder für Frauen steht Somalia, was die somalische Frauenministerin Maryan Qasim überraschte. Sie hätte gedacht, dass Somalia auf Platz eins eingestuft wird. In ihrem Land wäre die gefährlichste Sache für Frauen, schwanger zu werden. Da es keine Krankenhäuser, keine Gesundheitsversorgung oder irgendetwas Vergleichbares
gäbe, würde sich die Überlebenswahrscheinlichkeit auf die Hälfte halbieren. Vergewaltigungen oder Genitalverstümmelung seien ebenfalls an der Tagesordnung. Letztere beträfe jedes einzelne Mädchen in Somalia. Gemeinsam mit den Effekten von Hungersnot, Dürre und den Kämpfen hieße es in Somalia, dass Frauen jeden Augenblick an jedem Tag sterben könnten.

Den sechs Kategorien nach ist die Lage für Frauen in Afghanistan vor allem im Bereich von Gesundheitsrisiken, Armut, Diskriminierung und nicht-sexueller Gewalt brisant. In Kongo wüten vor allem Vergewaltigung und andere Formen sexueller Gewalt, in Indien sind Menschenhandel und Sklaverei am Schlimmsten. In Pakistan sind rituelle und religiöse Praktiken der Hauptgrund, warum Frauen leiden müssen.

Die detaillierteren Ergebnisse zeigen, dass es auch im Sudan und auf Haiti übel aussieht. Ein Abgleich mit den Daten des Global Peace Indexist ebenfalls bemerkenswert. Afghanistan ist hier auf Platz 150 von 153 beurteilten Staaten eingestuft, Kongo auf Platz 148, Pakistan auf Platz 146 und in Indien reichte es zu Platz 135. Sudan findet sich auf Platz 151, der Irak auf Platz 152.

Somalia ist in den GPI-Ergebnissen mit Platz 153 Schlusslicht und kann wie sicherlich viele andere Staaten als echte Hölle auf Erden bezeichnet werden. Lassen die Analysen des Global Peace Index und die Ergebnisse von “TrustLaw” schließlich eine ungefähre Korrelation zu, dürften Frauen auch in Russland, Myanmar, dem Jemen sowie weiten Teilen Afrikas vielfach einem schrecklichen Schicksal ausgesetzt sein.

Öffnet externen Link in neuem FensterQuelle: Honigmann


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