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England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert

Der Autor und Historiker Peter Haisenko, den Lesern von GT bereits bekannt als kritisch analytischer Geist, will mit seinem neuen Buch dazu anregen, neue Blickwinkel im etablierten geschichtlichen Weltbild zu erproben. Wie trefflich ihm das gelungen ist, entnehmen Sie dem Begleitwort des Herausgebers Norbert Gisder zu diesem Buch nach den Leseproben.

Zum Buch:

Das ist nachgewiesen: Die USA haben zusammen mit England dreiste Lügen erfunden, um ihren Krieg gegen den Irak moralisch zu begründen. Sie haben die UNO und die Welt vorsätzlich betrogen, um ihre wirtschaftliche Vormacht zu sichern. Duzende Kriege wurden in den letzten sechs Jahrzehnten von den USA geführt und mit Lügen begründet. Millionen Menschen sind umgebracht worden für den Luxus und die Macht der USA. Das angloamerikanische Finanzsystem beutet die Welt seit 1944 aus. Die Welt schaut zu und macht – nichts!

Warum sollte es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts anders gewesen sein? Peter Haisenko beschreibt in seinem neuen Buch „England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“, wie das Deutsche Reich von England als Bedrohung für seine Vormachtstellung in der Welt erkannt worden ist und deshalb vernichtet werden musste. Anstatt sich dem wirtschaftlichen Wettbewerb zu stellen, hat England den Krieg als Mittel gewählt und mit Lügen und Intrigen moralisch begründet. Nach 60 Jahren von den Alliierten vorgeschriebener Geschichtslehre in Deutschland geht Peter Haisenko jetzt mit seinem mutigen Buch den entscheidenden Schritt zur Wahrheitsfindung. Die Welt kann nur Frieden finden, wenn alle Verbrechen der Engländer und der USA aufgedeckt und geächtet werden.


Wenn Deutschland in den nächsten 50 Jahren wieder Handel zu treiben beginnt, ist dieser Krieg umsonst geführt worden“

Die London TIMES, 1919

 

England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert ist im Buchhandel erhältlich. ISBN 978-3-940321-03-9 Bestellungen an Öffnet externen Link in neuem FensterAnderweltVerlag

 

Was wäre gewesen, wenn ...

Historisches Feuilleton von Peter Haisenko
25.01.2011

Jedes naturwissenschaftliche Experiment beginnt mit dem Gedanken: Was wäre, wenn...? Was würde passieren, wenn...? Die Naturwissenschaften können dann in einem praktischen Versuch ermitteln, inwieweit die theoretischen Überlegungen der Praxis standhalten. Die Geisteswissenschaften haben es nicht so leicht, besonders dann, wenn es sich um historische Betrachtungen handelt.

Die Überlegung, „was wäre gewesen, wenn...“ ist deshalb verbreitet verpönt. Zu Unrecht, denn diese Überlegung hilft oftmals Ursachen und Verursacher für Entwicklungen an historischen Wendepunkten zu identifizieren. Solange man sich nicht in müßige Spekulationen verliert, haben manche Überlegungen eher den Charakter von Fakten, wenn sie nicht zu weit geführt werden. Ich nenne ein Beispiel: „Wenn der Erste Weltkrieg nicht stattgefunden hätte, dann wäre Hitler ein unbekannter Maler geblieben.“

Diese Aussage ist mehr Fakt als Spekulation, denn der Erste Weltkrieg war unabdingbare Voraussetzung für die Zustände in Deutschland, die Hitlers „Karriere“ erst ermöglichten. Folglich muss die Frage allgemeiner gestellt werden: Was wäre gewesen, wenn der Erste Weltkrieg nicht stattgefunden hätte? Diese Fragestellung führt weiter zu der Frage, warum der Erste Weltkrieg überhaupt stattgefunden hat – und beide zusammen ergeben erstaunliche Antworten.

Bevor ich eigene Spekulationen hundert Jahre später präsentiere, zitiere ich einen Zeitzeugen, den britischen Militärhistoriker Professor Laffan. Dieser hat 1917 vor britischen Offizieren folgendes festgestellt und in dem Buch „The Serbs“ festgehalten:

„Deutschlands ... Grundidee war, eine Kette von verbündeten Staaten unter deutscher Vorherrschaft zu errichten, die sich von der Nordsee bis zum Golf von Persien erstreckt... Würde die Bahn Berlin-Bagdad fertiggestellt, wäre eine riesige Landmasse unter deutscher Herrschaft vereinigt worden, in der jeder erdenkliche wirtschaftliche Reichtum hergestellt werden könnte, die aber für eine Seemacht unangreifbar wäre. ... Die deutsche und die türkische Armee könnten leicht auf Schussweite an unsere Interessen in Ägypten herankommen und vom persischen Golf aus würde unser indisches Empire bedroht.“ ... „Ein Blick auf die Weltkarte zeigt, aus welchen Gliedern sich die Kette der Staaten zusammensetzt, die zwischen Berlin und Bagdad liegen: das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn, Bulgarien und die Türkei. Nur ein kleiner Gebietsstreifen verhinderte, dass die beiden Enden der Kette miteinander verbunden werden konnten. Dieser kleine Streifen ist Serbien. Serbien war in der Tat die erste Verteidigungslinie für unsere Besitzungen im Osten. ...“

Das ist also die Annahme englischer Geostrategen um 1900, wie eine Entwicklung ohne den Ersten Weltkrieg ausgesehen hätte. Das wäre die positive Seite einer möglichen Entwicklung für Europa bis zum Persischen Golf gewesen, die jedoch vom British Empire als ultimative Bedrohung für seine Existenz und seine weltweite Macht angesehen wurde. Das British Empire stand zu dieser Zeit wirtschaftlich am Abgrund und so muss man auch betrachten, was aus England und dem British Empire ohne den Ersten Weltkrieg geworden wäre.

Um 1900 betrug das Außenhandelsdefizit Englands mehr als 50 Prozent des gesamten Außenhandelsvolumens. Das Britische Pfund zeigte erstmals seit 400 Jahren eine deutliche Inflationstendenz, weil die Bank of England dem Außenhandelsdefizit einfach mit dem Drucken neuer Geldscheine begegnete. (Vergleiche: Außenhandelsdefizit USA und US-Dollar) Das Britische Pfund drohte unterzugehen und mit ihm das British Empire. Die wirtschaftliche Entwicklung im ausgehenden 19. Jahrhundert belegt die hoffnungslose Situation Englands: Von 1871 bis 1900 hatte das Deutsche Reich eine Steigerung des BIP von 400 Prozent, die USA und Frankreich 300 und England nur 200 mit abnehmender Tendenz.

England war abhängig von Importen, was die Versorgung der Bevölkerung und der Industrie mit Nähr- und Rohstoffen anbelangte. Gleichzeitig unterhielt England eine vollkommen überdimensionierte Kriegsflotte, um die Welt und das Empire in Schach zu halten. (Vergleiche: USA heute) England wollte seinen weltweiten imperialen Anspruch nicht aufgeben und sah als größte Bedrohung dafür das aufstrebende Deutsche Reich an. Anstatt sein Militär zu reduzieren und so die zivile Produktion wieder konkurrenzfähig zu machen, wählte es den Weg, seinen größten Konkurrenten durch Krieg zu vernichten.

Um diese Aussage aus dem Bereich der Spekulationen zu nehmen, zitiere ich die London TIMES 1919: „Wenn Deutschland in den nächsten 50 Jahren wieder Handel zu treiben beginnt, ist dieser Krieg umsonst geführt worden“.

Und den SUNDAY CORRESPONDENT vom 16. September 1989: „Wir sind 1939 nicht in den Krieg eingetreten, um Deutschland vor Hitler oder die Juden vor Auschwitz zu retten. Wie 1914 sind wir für den nicht weniger edlen Grund in den Krieg eingetreten, dass wir die deutsche Vormachtstellung in Europa nicht akzeptieren können.“

In England ist man also um 1900 davon ausgegangen, dass ohne den Ersten Weltkrieg – und als Folge den Zweiten – Europa und der Nahe und Mittlere Osten unter deutscher Regie zu wirtschaftlicher Blüte, politischer Macht und einer humanistischen Gesellschaft gewachsen wäre. Ebenso wie Russland. Das British Empire wäre in der Bedeutungslosigkeit versunken. Diese Überlegungen sind keine Spekulation. Nur der Erste Weltkrieg konnte das verhindern. Das Deutsche Reich und das Osmanische mussten im Interesse englischer Geostrategen vernichtet werden.

England ist es gelungen, mit Hilfe von Intrigen und äußerst geschickter Diplomatie ein Bündnis gegen das Deutsche Reich zu schmieden. Nicht nur das. Bis heute haben sich England und später mit England die USA den Nimbus erhalten, während des 20. Jahrhunderts immer nur gerecht und zum Wohl der Menschheit gehandelt zu haben. Deutschland wurde zum Hort des Bösen stilisiert, zu einem Land, in dem grundböse Menschen geboren werden. Die Wahrheit sieht anders aus.

Das Einzige, was man dem Deutschen Reich vorwerfen kann, ist extreme politische Dummheit und Nibelungentreue. Das Deutsche Reich hat sich verleiten lassen, in einen Krieg einzutreten, den es weder wollte und von dem es von Anfang an keinerlei Vorteile erwarten konnte. Es gab vor hundert Jahren nur ein Land auf der Welt, das von einem Krieg in Europa profitieren konnte: England. England war das einzige Land mit einem anhaltenden Außenhandelsdefizit und konnte wegen dieses Kriegs seine Währung vom Gold abkoppeln und retten. Und damit das Empire.

65 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs und fast hundert Jahre nach Beginn des Ersten muss die englische Propaganda überwunden werden. Nur wenn breite Schichten erkennen, wer zu wessen Vorteil die Geschicke des 20. Jahrhunderts gelenkt und Kriege zumindest orchestriert hat, wird es eine Chance geben, Gewalt, Krieg und Finanzkrisen zu überwinden. Zum Frieden zu finden im Nahen Osten und anderswo, wo das British Empire Hass und Morden gesät hat.

Natürlich ist es unmöglich, in dieser Kürze tiefer zu gehen und die Vorgänge, die zum Ersten Weltkrieg und seinen Folgen geführt haben mit ausführlichen Belegen zu untermauern. Deswegen habe ich das Buch geschrieben: Öffnet externen Link in neuem Fenster„England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“. Dieses Buch habe ich für alle geschrieben, die es Leid sind, sich als Deutsche immer wieder eine „Erbschuld“ für Alles und Jedes vorwerfen zu lassen. Die es Leid sind, als Bürger des bösen Deutschlands als Zahlmeister herhalten zu müssen. Die ein Unbehagen haben, wegen der offensichtlichen Ungereimtheiten, die die Geschichtsschreibung in Deutschland lehren muss.

Ich habe dieses Buch geschrieben für alle, die sich schon einmal gefragt haben, wie es dazu kommen konnte, dass ausgerechnet in Deutschland Juden verfolgt und ermordet worden sind, wo doch das Deutsche Reich das Land der Welt war, wo Juden am besten leben konnten. Wo sie Freundschaft und volle Bürgerrechte hatten in einem Mass, dass es sonst nirgendwo gab.

„Divide et impera“ steht bis heute auf den Fahnen Englands – teile (auf) und herrsche. Welche Teilung von Ländern und Kontinenten mit folgenden mörderischen Konflikten ist nicht auf die Einflussnahme des British Empire zurückzuführen? Vergessen Sie nicht: Das British Empire existiert zwar nominal nicht mehr, aber, Geld regiert die Welt und London ist der Finanzplatz, von dem aus die (Finanz-) Welt beherrscht wird – nicht die Wallstreet in New York.

Leseprobe:

Kapitel 3: Die Bagdadbahn

Wer sich bei der Betrachtung der Geschichte des 20. Jahrhunderts nur auf den europäischen Raum beschränkt, nimmt sich die Möglichkeit, die tieferen Gründe für die fatalen Geschehnisse in Europa zu erkennen. Die englische und die deutsche Politik um 1900 unterschieden sich in ihrer Zielrichtung wesentlich. England, das British Empire, betrieb eine Politik, die darauf angewiesen war, weltweit Territorialgewinne und Macht zu vermehren. Das war nötig, um die Ernährung der Bevölkerung und ein Wohlleben in England zu ermöglichen. Die Größe des Mutterlands reichte nicht aus, die Bevölkerung zu ernähren. Ebenso war die englische Industrie auf den Import von Rohstoffen angewiesen, weil der Boden Englands zu wenige Bodenschätze her gab. So hat sich England noch 1902 durch einen völkerrechtswidrigen Krieg die burisch-südafrikanischen Staaten Oranje und Transvaal angeeignet, und so den Zugriff auf deren Goldvorkommen gesichert.

Ganz anders Deutschland. Das deutsche Reich verfügte über ausreichend Bodenschätze und die Landwirtschaft, besonders in den östlichen Provinzen, war in der Lage, Deutschland zu ernähren. So konnte es sich Deutschland leisten, eine Politik zu betreiben, die darauf abzielte den Wohlstand in Deutschland durch friedlichen Handel zu mehren. Die deutsche Politik hatte nicht das Ziel, durch Territorialgewinne ihren Einfluss zu vergrößern. Vielmehr wollte man die eigene Stellung in der Weltpolitik verbessern, indem man durch eine offensive Außenhandelspolitik wirtschaftliche Abhängigkeiten schuf. Diese Politik war sehr erfolgreich. So empfanden sich die Engländer, die ihre Vormachtstellung im Welthandel als ein naturgegebenes Recht ansahen, bedroht durch Deutschland.

Um 1890 führt die freundschaftliche Zusammenarbeit des osmanischen Reichs mit dem deutschen zur Entwicklung der Pläne für eine Bahn, die von Istanbul bis Bagdad und weiter nach Basra führen sollte. Die so genannte Bagdadbahn. Zu dieser Zeit gehörten große Teile der arabischen Halbinsel zum osmanischen Reich. Nach modernen Maßstäben beurteilt, könnte man sagen, dass der osmanische Sultan Abdul Hamid II den Bau der Bagdadbahn international ausschrieb. Es bewarben sich auch alle Nationen, die über die Fähigkeiten zur Realisierung eines derart großen Projekts verfügten: Deutschland, England, Frankreich, die USA und Russland. Weil aber alle außer Deutschland an den Bau politische Bedingungen knüpften, bekam Deutschland den Zuschlag. 1898 schließen Kaiser Wilhelm II und Sultan Abdul Hamid II den Vertrag über den Bau der Bagdadbahn.

Die Deutsche Bank wurde beauftragt, die Führung über das Konsortium der beteiligten Firmen zu übernehmen und die Finanzierung sicher zu stellen. Das war wegen der gewaltigen Dimensionen des Projekts ziemlich schwierig. So versuchte man in Deutschland, doch noch die Engländer und Franzosen mit einzubinden. 1899 reiste Kaiser Wilhelm II deswegen zu seiner Großmutter Queen Viktoria nach London, um den Beistand der Londoner Banken zu erbitten. Der englische Premierminister Lord Balfour verspricht daraufhin eine englische Beteiligung an dem Projekt. Wenig später aber wurde dieses Versprechen wieder zurück gezogen, weil das englische Parlament die Zustimmung verweigerte. Auch Frankreich winkte ab. Diese Vorgänge verzögerten den Start des Baus erheblich. Dennoch konnte die Deutsche Bank 1903 die Mittel zur Finanzierung auftreiben. Interessanterweise wurden unter anderem Anleihen in französischen Franc ausgegeben, die einen erheblichen Anteil der Finanzierung ausmachten. Die Vermutung ist nicht abwegig, dass Frankreich inoffiziell gegen die Interessen Englands gehandelt hat, obwohl das den englisch-französischen Verträgen widersprach.

Zu dieser Zeit konnte noch niemand ahnen, dass in der Gegend der Stadt Mossul, wo die Trasse der Bagdadbahn hindurchführen sollte, große Öllager entdeckt werden. .....

 

Kapitel 5: Das angloamerikanische Finanzsystem

Geld ist das Brecheisen der Macht.

Friedrich Nietzsche

....Etwa 1900, das British Empire driftete in eine prekäre Lage, begannen englische Bankiers, den Boden für das FED in den USA vorzubereiten. Dabei wurde nicht zimperlich vorgegangen. 1908 wurde eine Finanzkrise durch Entzug englischen Kapitals geschaffen. 1910 legte eine Gruppe von Bankiers und Politikern in einer echten Geheimsitzung („Jekill Island und der Aldrich Plan“) das Prozedere und die Regeln für das FED fest. Der maßgebliche Denker, was das Finanztechnische anbelangte, war der erst 1911 eingebürgerte deutsch-jüdische Bankier Paul Warburg. Die Angehörigen der Familie Warburg sitzen in allen wichtigen Ländern der Welt in einflussreichen Positionen und sind sephardische Juden. Nun gab es nur noch das Problem, dass Präsident William Howard Taft, dessen Wiederwahl gesichert schien, ein Gegner des FED war. Also musste dessen Wiederwahl verhindert werden. Theodore Roosevelt war der Mann der Stunde: Er baute entgegen allen Gepflogenheiten eine Gegenposition zu seinem Parteigenossen Taft auf. Er trieb das so weit, dass er kurzfristig eine eigene Partei gründete, die „Bull Moose“ Partei. Es kam, wie es geplant war. Bei der Präsidentschaftswahl 1912 erhielten Taft und Roosevelt je etwa ein Viertel der Stimmen. So konnte Woodrow Wilson Präsident der USA werden, obwohl er weder das Charisma für einen siegreichen Wahlkampf hatte, noch tatsächlich mehr als 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte. Offiziell wird bis heute in den USA gerätselt, warum Roosevelt die Präsidentschaft für seine Partei sabotiert hatte.

Mit Wilson war der Weg für das FED frei. Fast. Es zeichnete sich eine Mehrheit im Kongress gegen das Gesetz zur Schaffung des FED ab. Nun kam eine Nacht und Nebelaktion, die in der Geschichte der USA ihresgleichen sucht. Am 23. Dezember 1913, einen Tag vor Weihnachten, kam das Gesetz über das FED zur Abstimmung. Die meisten Abgeordneten waren bereits auf dem Weg zu ihren Familien, der naturgemäß damals noch etwas länger dauerte. So hatten die Befürworter des FED die Mehrheit. Wurden sie doch extra zum Bleiben für diese Abstimmung aufgefordert. Wilson ist ein Mann, der in der Geschichte nur schwer einzuschätzen ist. Ich denke, man kann ihm moralisch integeres Denken zugestehen. Er hat zuerst die Unterschrift unter das Gesetz über das FED verweigert. Aber er beugte sich offensichtlich massivem Druck und erteilte schließlich doch dem Gesetz seine Zustimmung. Das FED nahm am 16. November 1914 seine Arbeit auf.

Was hat es auf sich mit dem FED? Das FED ist der Zusammenschluss von zwölf Banken, die in ihren Bereichen die maßgeblichen Banken waren. Die Führung wurde der Bank J.P.Morgan in New York übertragen, obwohl diese Entscheidung nicht unumstritten war. Das FED ist nach dem Vorbild der Bank of England aufgebaut. Die im FED zusammengefassten Banken sind ausnahmslos in Privatbesitz. Diese Aussage muss differenziert werden: ein großer Teil der FED ist im Besitz der Bank of England und anderer englischer Banken. Der größte Anteil ist bei der Bank of England. Und hier wird es spannend: die Bank of England wurde 1946 verstaatlicht. Also befindet sich jetzt, zumindest theoretisch, ein großer Teil des FED unter der direkten Kontrolle Englands. Wie war das? Geld regiert die Welt? Wir können an dieser Stelle sehen, dass es nicht ganz so einfach ist, zu entscheiden, wie das tatsächliche Verhältnis zwischen England und den USA ist. Wer ist denn jetzt der Hund, und wer der Schwanz?

Mit der Aufnahme seiner Geschäfte war das FED die potenteste Finanzinstitution der Welt. Und ist es heute noch. Ohne das FED hätte der erste Weltkrieg nicht stattfinden können. Keine der beteiligten Nationen verfügte über die Geldmittel, einen solchen Krieg zu führen. Durch die Zusammenlegung aller in den USA verfügbaren Gelder im FED wurde ein Pool geschaffen, aus dem alle Kriegsparteien versorgt werden konnten. Dazu kam obendrein, dass das FED qua Definitionem berechtigt war und ist, Geld, also Dollar, in jeder ihm genehmen Menge zu drucken. Und, das sollte man nicht unterschätzen, der erste Präsident der FED war Paul Warburg, der deutsch-jüdische Bankier. Das ist sowieso bemerkenswert. Da wird ein Mann zum Leiter des mächtigsten Finanzinstituts der USA ernannt, der erst drei Jahre vorher Staatsbürger der USA geworden ist. Auch das sucht seinesgleichen in der Geschichte. Paul Warburg musste seinen Posten zum Ende des ersten Weltkriegs wieder abgeben, als er nicht mehr gebraucht wurde. Gebraucht, wofür?

Paul Warburg war der Lieblingsbankier Wilhelms II, dem Kaiser von Deutschland. Sein Bruder Max Warburg war der Chef des Kaiserlichen Geheimdienstes in Deutschland. Alle waren persönlich bekannt und freundschaftlich verbunden. Über diese Verbindungen konnte Deutschland Geld zugeführt werden, ohne Argwohn zu erwecken. Und dieses Geld wurde bitter benötigt. 1916 war die allgemeine Versorgungslage in Deutschland so schlecht, dass Deutschland vorsichtig Friedensverhandlungen anbot, obwohl die militärische Lage klar zu Gunsten der Deutschen stand. Die großzügige Versorgung Deutschlands mit Geld aus den USA und der entschlossene Widerstand Englands ließen diese Verhandlungen jedoch nicht zustande kommen. Man muss sich das schon mal auf der Zunge zergehen lassen: Da haben die USA, respektive die Herren des FED, Geld an eine Nation gegeben, gegen die sie nach eindeutigen Aussagen ihres Präsidenten Wilson Krieg führen wollten! Offensichtlich waren die Ziele des Kriegs 1916 noch nicht erreicht. 1917 erklärten die USA gegen den Willen der Mehrheit ihrer Bevölkerung Deutschland den Krieg. Man muss wissen, dass zu dieser Zeit fast die Hälfte der US-Bürger deutschstämmig waren. Die Stimmung in den USA war keineswegs deutschfeindlich. Eher hegte man Argwohn gegenüber dem ehemaligen Kolonialherren England. Das änderte sich erst nach massiven Kampagnen der englisch beherrschten Presse.

Auch der Zweite Weltkrieg wäre ohne die Mitwirkung des FED nicht zustande gekommen. Hitler wurde vom FED über die Bankhäuser der Familien Rothschild und Morgan mit Geld zur Finanzierung seiner Wiederaufrüstung versorgt. Ohne dieses Geld hätte die Wiederaufrüstung nicht funktioniert. Ohne dieses Geld wäre die NSDAP bereits vor der Machtergreifung pleite gewesen und Hitler wäre nur eine Randnotiz der Geschichte geworden. Noch mal zur Erinnerung: England hatte maßgebliche Kontrolle über die Aktionen des FED und Rothschild saß in London.....

 

Kapitel 2: Das 20. Jahrhundert

"Die Geschichte wird freundlich mit mir umgehen, denn ich habe vor, sie zu schreiben."

Winston Churchill

....Dass die offizielle Geschichtsschreibung des 20 Jahrhunderts die Wahrheit stark verzerrt, ist jedem klar, der ein wenig in die Details zu blicken versucht und sich nicht von offiziellen Dogmen blind machen lässt. Das gilt vor allem für den deutschen Raum. Hier gilt bis heute, dass die von den Siegermächten nach dem zweiten Weltkrieg festgelegte Geschichtsschreibung nicht von offiziellen Stellen in Frage gestellt werden darf und Grundlage der Lehre in Schulen und Universitäten sein muss. Nachdem die BRD kurz nach dem Krieg gezwungen war, dieses zu garantieren, musste sie sich erneut in den 2plus4 Verträgen darauf verpflichten. Diese Verträge waren die Voraussetzung für die Genehmigung der Alliierten für ein vereinigtes Deutschland, das nicht mehr unter Besatzungsstatut steht. Ja, Sie haben richtig gelesen. Bis 12. September 1990 war die BRD kein souveräner Staat. Man könnte auch sagen: bis 4. März 1991. An diesem Tag hat das Parlament der Sowjetunion die 2plus4 Verträge ratifiziert. Und erst damit hatten sie tatsächlich völkerrechtliche Verbindlichkeit erlangt.

Um zu belegen, dass Deutschlands Status vorher keineswegs der eines souveränen Staats war, sondern dass bis dahin jedes Gesetz der Zustimmung der Alliierten bedurfte, zitiere ich den Artikel 7 des 2plus4 Vertrags:

Artikel 7:

(1) Die Französische Republik, das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland, die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken und die Vereinigten Staaten von Amerika beenden hiermit ihre Rechte und Verantwortlichkeiten in Bezug auf Berlin und Deutschland als Ganzes. Als Ergebnis werden die entsprechenden, damit zusammenhängenden vierseitigen Vereinbarungen, Beschlüsse und Praktiken beendet und alle entsprechenden Einrichtungen der Vier Mächte aufgelöst.
(2) Das vereinte Deutschland hat demgemäß volle Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten.

Und den entsprechenden Anhang zur Ratifizierung:

04.03.91: Der Oberste Sowjet der UDSSR ratifiziert das Zwei-plus-Vier-Abkommen und den Vertrag über gutnachbarschaftliche Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Deutschland.

Man beachte besonders Absatz (2)!

Die breite Öffentlichkeit wurde darüber nicht aufgeklärt. Alles ging unter im allgemeinen Jubel um die Wiedervereinigung. Es hatte aber auch keine politische Führung Interesse daran, der deutschen Öffentlichkeit bewusst zu machen, dass sie bis dahin gar nicht in einem souveränen Staat lebte. Zu viele hätten ihr Interesse für jüngere Geschichte entdecken können und dann vielleicht auch die offizielle Geschichtsschreibung hinterfragen können. Und genau das ist mein Anliegen.....

 

Kapitel 21: Muster von Krieg und Frieden

Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler.“ Ingeborg Bachmann

Grundsätzlich kann man feststellen, dass es für Kriege nur zwei Gründe gibt: Religion und Wirtschaft. Wenn man Politik und wirtschaftliche Entwicklung gemeinsam betrachtet, wird ein Muster erkennbar, das sich durch die gesamte Geschichte zieht. Immer, wenn ein Herrschaftsbereich - das kann ein kleines Fürstentum oder ein ganzes Imperium sein - wirtschaftliche Schwierigkeiten hat, steigt seine Bereitschaft zu kriegerischen Handlungen steil an. Das hat im Wesentlichen zwei Ursachen: Zum Einen kann man die Schuld an Missständen im eigenen Land einem potentiellen Feind in die Schuhe schieben und so von den eigenen Versäumnissen ablenken. Der Zorn des Volks wird so nach außen gerichtet und es vergisst, die eigene Regierung für ihr Versagen verantwortlich zu machen. Zum Anderen besteht die Chance, durch einen gewonnenen Krieg materielle Vorteile zu erringen. Der Besiegte wird ausgeraubt und der Sieger kann die Bedürfnisse seines Volks mit den geraubten Gütern befriedigen. Dieses Verfahren hat noch einen weiteren Vorteil. Den Menschen im besiegten Nachbarland geht es jetzt schlechter als den eigenen Bürgern. Es ist nicht mehr notwendig, die Zustände im eigenen Land zu verbessern, weil man darauf verweisen kann, dass es anderswo schlechter ist. Und: Der Sieger hat immer Recht.

Obwohl man leicht erkennen kann, dass dieses Verfahren das Schlechteste aller möglichen ist, wird es immer wieder angewendet. Krieg kann niemals Probleme lösen, er wird nur neue schaffen. Zudem muss ein kriegerisch aggressives Land einen unverhältnismäßig großen Anteil seiner Wirtschaftskraft auf seine Armee verwenden, was zwangsläufig zu weiteren wirtschaftlichen Problemen führen muss. So wird eine negative Spirale in Gang gesetzt, die nur schwer zu durchbrechen ist. Ein Land, das einmal begonnen hat, sein wirtschaftliches Wohlergehen von der Schlagkraft seiner Armee abhängig zu machen, wird sich schwer tun, zu friedlicher Prosperität zurückzufinden.

Die moderne Zeit hat einen neuen Weg gefunden, Kriege ohne Soldaten zu führen. Das Geld wird als Waffe eingesetzt. Dazu musste natürlich ein realer Krieg vorausgehen der es erlaubte, die besiegten Staaten in ein Geldsystem zu zwingen, das dem Sieger allein alle Vorteile sichert. Das jedoch genügt noch nicht. Um das Bestehen dieses Geldsystems zu sichern, ist es notwendig, weiterhin eine überlegene Armee zu unterhalten. Der Unterschied zu früher ist jedoch, dass es jetzt möglich ist, die Besiegten die Kosten für die eigene Armee tragen zu lassen. Das ist der Zustand der Welt zum heutigen Tag. Es wird zwar alles getan, diesen Zustand zu verschleiern, aber wer in der Lage ist, eins und eins zusammen zu zählen, kann es leicht erkennen.

Im Gegensatz zu einem wirtschaftlich maroden Land, hat ein gesundes Land keinen Grund, einen Krieg anzuzetteln. Es kann nichts gewinnen. Ein wohlhabendes Land erringt keinen Vorteil dadurch, wenn es sich ein Land durch Krieg erobert, dem es schlechter geht, als ihm selbst. Diese Betrachtung muss man eingehender beleuchten. Nehmen wir als Erstes die positiven Seiten. Ein wohlhabendes Land muss niemanden gewaltsam erobern, weil sich ihm andere Länder freiwillig anschließen wollen. Die Entwicklung der jungen USA und die Entstehung der österreichischen K + K-Monarchie belegen bestens diese These. Auch das deutsche Reich darf hier als Beispiel angeführt werden. In allen diesen Fällen war es sogar eher anders herum. Es war ein Privileg, den genannten Staaten beitreten zu dürfen, das man sich verdienen musste.

Nun die negative Seite, die oft nicht so offensichtlich erscheint. Nehmen wir das aktuellste Beispiel: Irak. Subjektiv betrachtet, haben die reichen, wohlhabenden USA den armen Irak überfallen. Das allein hält aber einer einfachen Analyse nicht stand. Tatsächlich ist es ganz anders. Der Irak hat Öl. Die USA brauchen ganz viel ÖL. Nun gut, sie können es dem Irak einfach abkaufen und es gibt kein Problem. Aber tatsächlich liegt genau hier das Problem. Die USA haben kein Geld. .....

Eine ausführlichere Leseprobe kann ebenso wie das komplette Buch unter mail@gt-worldwide.com bestellt werden.

 

Aus dem Begleitwort des Herausgebers Norbert Gisder

Kurz nachdem ich Peter Haisenko kennengelernt habe, legte mir dieser ungewöhnliche Autor sein Manuskript „England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“ vor. Ich fühlte, wie viele Inhalte mich zugleich von den ersten Zeilen faszinierten, auf geheimnisvolle Weise aber auch verunsicherten. Und so näherte ich mich dem Werk – wie zuvor seinem Autor – mit Zurückhaltung, ja mit Vorsicht. Beim Lesen erkannte ich bald, dass dieses Buch sehr tief geht, dass es anders ist als historische Werke von Historikern, die ich zuvor gelesen habe, dass es vom ehrlichen Willen geprägt ist, Völkerverständigung durch vorurteilslose Aufarbeitung von Fakten vor allem wirtschaftshistorischer Tragweite zu fördern. Mehr noch sehe ich in diesem Buch heute die Chance, den Kreislauf ewig gleicher, fataler Handlungsmuster zu durchbrechen. An diesem Buch hat mich vor allem überzeugt, dass es von einer durchweg Toleranz fördernden Fragestellung unterfüttert ist.

Cui bono? Wem nutzt es?

Diese Frage stellt Peter Haisenko immer wieder. Die Frage und Peter Haisenko in einem Buch wie diesem zu untersuchen, heißt, sich einzulassen: zum Beispiel auf die Befreiung aus der Abhängigkeit von einer Sicht auf die Historie, die von großer Einseitigkeit geprägt ist. Von Interessen, die sich als solche nicht kenntlich machen sondern verstecken hinter normierten, definierten, quasi vorgeschriebenen „Wahrheiten“, deren Hintersinn im Dunkeln bleibt; denen es reicht, dass sich alle Deutschen immer und ewig schuldig fühlen – dafür büßen. Und zahlen! Mögen sie noch so sehr vergessen, wofür.

„England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“ ist eine Analyse von großer Intensität mit einer in sich logischen Kette von Ergebnissen, die der klaren Folge der Ereignisse seit dem Frieden von Frankfurt nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1871 innewohnt. Aus wirtschaftshistorischer Sicht werden Motive deutlich, die aus rein politischen Blickwinkeln nur schwer auszumachen sind.

Dankbar, in einer Gesellschaft zu leben, in der erstens nicht alles nach Kosten und Nutzen bemessen wird und in der zweitens die Meinung der Menschen frei ist, zumindest so frei, wie diese es sich leisten können, dem Erwartungsdruck übergeordneter Entscheidungsträger und/oder Institutionen auszuweichen, empfinde ich Dankbarkeit und Freiheit, wenn ich in diesem Werk den gelungenen Ausbruch aus einer allen Deutschen diktierten Sicht auf die Geschichte erkenne. Peter Haisenko schafft das mit einer im wahren Sinn der wissenschaftlichen Perspektive menschlich-positiven Vollständigkeit im Hinblick auf eine Fragestellung, die weiter - zurück und in die Tiefe – geht, als uns das herrschende Lehrmeinungen oft erlaubten und nach wie vor erlauben.

 


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