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GT - das Magazin der Querdenker: Menschen, Organisationen, Firmen und Vereine, die sich an denkende Zeitgenossen wenden - und die vor allem etwas zu sagen haben - werden Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier miteinander vernetzt.

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14. Februar 1945: Royal Air Force ermordet Flüchtlinge

Kommentar von Peter Haisenko
14.02.2011
Englische Tiefflieger machen Jagd auf Flüchtlinge aus dem zerstörten Dresden. Aus dem Bilderzyklus von Käthe Haisenko-Matthaei, einer Augenzeugin

 

Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.                Richard von Weizsäcker

Der amerikanische Präsident Franklin Delano Roosevelt (FDR) hat 1938 in Paris zwei bemerkenswerte Dinge getan: FDR hat im Namen der USA und verbindlich vor dem Völkerrecht erklärt, dass die USA niemals Zivilisten bombardieren werden und sich jegliche weitere Zuwanderung von europäischen Juden in die USA verbeten. Während FDR den zweiten Teil nahezu konsequent eingehalten hat, gibt es keinen Präsidenten der USA nach und inklusive FDR, der nicht den Befehl zur Bombardierung von Zivilisten unterschrieben hätte.

Am 13. Februar 1945 haben britische und amerikanische Bomber Dresden in Schutt und Asche gelegt. Meine Mutter, Schwester und Großmutter sind in dieser Nacht dem Tod knapp entgangen und konnten nur ihr nacktes Leben aus dem Feuersturm retten. Aber es sollte damit nicht zu Ende sein.

Am Morgen des 14. Februar zogen lange Kolonnen von Flüchtlingen über die Höhen außerhalb Dresdens auf der Suche nach einer Möglichkeit, dem Hungertod und dem Tod durch Erfrieren zu entkommen. Es waren vor allem Frauen und Kinder. Wie mir meine Großmutter berichtete, fanden auf diesem Weg hunderte Flüchtlinge den Tod durch englische Tiefflieger.

Immer wieder haben die englischen Tiefflieger bei Tageslicht die Flüchtlingskolonnen gezielt angegriffen und die sowieso schon schwer traumatisierten und verletzten Zivilisten zu Sprüngen in den Straßengraben gezwungen – meine Mutter mit meiner knapp zweijährigen Schwester auf dem Arm.

Wenn ich heute die Videos aus dem Irak sehe, die Dank Wikileaks nicht vor der Welt verborgen bleiben konnten, dann stellt sich mir die Frage, ob die Jagd auf Zivilisten/Flüchtlinge vom 14. Februar 1945 nicht der Anfang eines nicht enden wollenden Handlungsmusters war: Zum Feind erklärte Zivilisten sind für die Armeen der USA und Englands Freiwild, die zur allgemeinen Minimierung der feindlichen Bevölkerung abgeschossen werden dürfen und werden.

Im Fall Dresden könnte es noch schlimmer gewesen sein. Dresden war ausgewiesene und vom internationalen Roten Kreuz (IKRK) anerkannte Lazarettstadt. Im Dezember 1944 haben englische Flugzeuge über Dresden Flugblätter abgeworfen, auf denen schön gereimt zu lesen stand: Wir werden Dresden schonen, denn wir werden dort wohnen. Das hatte zur Folge, dass die Bürger Dresdens nicht dem Programm folgten, Mütter und Kinder zu ihrem Schutz in ländlichen Gegenden in Sicherheit zu bringen. Sie blieben in der vermeintlich sicheren Stadt. Darf hier angenommen werden, dass ein Plan durchgeführt worden ist, möglichst viele deutsche Zivilisten mit der Stadt Dresden zu ermorden?

Das IKRK hat im Februar 1945 festgestellt, dass bei der Auslöschung der Kulturstadt Dresden mindestens 250.000 Menschen den Tod fanden. Ich schäme mich als Deutscher, wenn meine Regierung und die offizielle deutsche Geschichtsschreibung diese Zahl mittlerweile auf ein Zehntel reduziert hat. Bezüglich der Ermordung von Juden wird zu Recht gesagt, dass ein Mensch zweimal ermordet wird, wenn das Angedenken an seinen Mord verweigert wird. Das muss auch für die Freunde und Verwandten meiner Mutter gelten dürfen, die in der Nacht des 13. Februar 1945 qualvoll verbrannt oder am nächsten Tag das Opfer britischer Tiefflieger geworden sind.

Für die deutschen Medien ist es obligatorisch, die Schuld der Deutschen hervorzuheben, wenn über die grausame, völkerrechtswidrige und militärisch unsinnige Bombardierung deutscher Städte berichtet wird. So einfach darf das nicht sein, denn hier wird das Prinzip der „gerechten“ Rache postuliert. Fatal an dieser Denkweise ist, dass das Prinzip der Rache von den Siegern an einem beliebigen Zeitpunkt festgemacht wird, der dem Sieger Absolution garantiert.

Abgesehen davon, dass das Prinzip der (gerechten) Rache niemals ehrlichen Friedenswillen beinhalten kann, muss es dennoch erlaubt sein, auch diese postulierte „Gerechtigkeit“ zu hinterfragen: Wo und wann war der tatsächliche Auslöser für fatale Entwicklungen und wer hat diese wirklich zu verantworten?

Es steht außer Frage, dass die Royal Air Force als Erste deutsche Städte bombardiert hat. Das geschah im September 1939 und betraf deutsche Küstenstädte und zivile(!) Schiffe in deutschen Nordseehäfen. Aber selbst dieser Fakt greift zu kurz. Alle Entwicklungen in Deutschland und Europa waren eine Folge des Ersten Weltkriegs. Hier muss der ehrliche Chronist ansetzen. Wer und warum wollte den ersten Weltkrieg und hat diesen folglich auch zu verantworten? Und damit letztlich auch die intolerablen Handlungen der deutschen Politik.

Die vorsätzliche großflächige Bombardierung deutscher Städte im Jahr 1945 war mit keiner militärischen Notwendigkeit zu begründen und es gibt keinen Passus in irgendeinem Völkerrecht oder Kriegsrecht, der diese Vorgehensweise rechtfertigen könnte. Auch der Abwurf von Phosphorbomben auf Städte und Zivilisten war damals bereits geächtet und wird heute abgestritten. Meine Großmutter hat mir in grausamen Details geschildert, welche Wirkung diese Bomben hatten, als sie am 13. Februar auf die Menschen in Dresden abgeworfen worden sind.

Die Bombardierung Dresdens als solche war ein Kriegsverbrechen. Der Abwurf von Phosphorbomben sowieso. Es darf aber auch nicht in Vergessenheit geraten, dass der gezielte Beschuss und die Ermordung von Flüchtlingen durch englische Tiefflieger mit Sicherheit ein Kriegsverbrechen war. Das reiht sich ein in die Vorgehensweise der Alliierten nach 1945, die den Tod von weiteren 13 Millionen deutschen Zivilisten verursacht hat.

Die Geschichte nach 1949 liegt auch in Deutschland einigermaßen offen. Hier ist es unzweifelhaft, dass die USA und England unzählige Millionen Menschen durch Bombenterror ermordet haben. Korea, Vietnam, Laos, Kambodscha und nicht zuletzt Irak und Afghanistan. Nürnberg wäre vielleicht ein würdiger Ort, um auch über diese Verbrechen zu Gericht zu sitzen. Aber es passiert nichts!

Die USA und England dürfen weiterhin als die Helden der Demokratie morden und tragen den Mantel des gerechten Ritters. Daran wird sich nichts ändern, wenn die Menschen, und hier vor allem die Deutschen weiterhin eine von den Siegern vorgeschriebene Geschichtsschreibung akzeptieren. Diese ist zum Teil sogar durch Gesetze geschützt.

Es gibt offizielle Zahlen über deutsche Morde, bei denen es schon unter Strafe steht, wenn ein Nachweis angemahnt wird. Es gibt sogar ein Wort, das religiöse Nähe vermuten lässt, weil es ansonsten nur den „Gottesleugner“ in der deutschen Sprache gibt. Jeder Professor oder Lehrer wird seines Amtes enthoben, wenn er die offizielle Geschichtsschreibung hinterfragt.

Bei den „Nürnberger Prozessen“ ist kein Deutscher, nicht einmal Hermann Göring wegen der Bombardierung englischer Städte angeklagt worden. Mit dieser Unterlassung haben die Alliierten erreicht, dass auch ihre Bombardierung deutscher Städte nicht bewertet worden ist. Das hätte eine Siegerjustiz zu offensichtlich werden lassen und die folgenden Bombardierungen von Zivilisten durch die USA und England hätten eine Ächtung zur Folge haben müssen.

Allein dieses Beispiel zeigt, wie notwendig es ist, die Geschichte des 20. Jahrhunderts vorbehaltlos aufzuarbeiten. Das habe ich getan und in meinem Buch Öffnet externen Link in neuem Fenster„England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“ veröffentlicht. Vergessen Sie Sarrazin. Wenn Sie ein Buch lesen wollen, das wirklich purer Sprengstoff ist, dann greifen Sie zu diesem Buch. Es wird Sie befreien von einer einseitigen Geschichtsschreibung. Wenn Sie jedoch zu rechtsradikalem oder totalitärem Gedankengut neigen und ihren Standpunkt nicht revidieren wollen, dann sollten Sie dieses Buch nicht lesen.

Lesen Sie auch: Öffnet internen Link im aktuellen FensterDas Verbrechen des 13. Februar 1945 - Bilder einer Augenzeugin


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Grand Tourisme - Worldwide

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