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Öffnet internen Link im aktuellen FensterLibyen unterm Feuersturm; Ägypten und die Revolutionslügen; der arabische Krisenbogen und seine Hintergründe; der Fall Soros - von Ferdinand Kroh. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterKosovo 2011, der jüngste Staat in Europa drei Jahre nach der Unabhängigkeit - Kommentare, Reportagen, Fotos - von Norbert Gisder. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen 

Öffnet internen Link im aktuellen FensterChina Magazin in GT - alles über die Menschen, das Land, Kultur, Essen und Trinken, Politik, Wirtschaft. Und zwar so, wie ein Mensch forscht, der ein Land kennenlernen will. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Serie in GT

Öffnet internen Link im aktuellen FensterGrundsätzliche Überlegungen zur Produktivität von Arbeit und daraus entstehendem Wohlstand

 

Wer ein Boot auf dem Hänger transportiert, braucht eine zuverlässige Zugmaschine. Doch welche? Öffnet internen Link im aktuellen FensterSerie in GT

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GT - das Magazin der Querdenker: Menschen, Organisationen, Firmen und Vereine, die sich an denkende Zeitgenossen wenden - und die vor allem etwas zu sagen haben - werden Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier miteinander vernetzt.

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Quo vadis Kosovo - Serie über den jüngsten Europäer - Teil 15

Die deutsche Bundeskanzlerin tut mehr für Europa und für unsere Region in diesen schwierigen Zeiten, als wir von ihr erwarten dürfen. Nun liegt es an den anderen – Europäern, Kosovaren und Serben – ihren Beitrag zu leisten.  

"Gut getan, Frau Merkel"

Kommentar von Agron Bajrami, Chefredakteur von Koha Ditore, Pristina
05.12.2011

Selten konnte man in Kosovo so viel Begeisterung für die deutsche Bundeskanzlerin spüren wie in diesen Tagen. Kurz nachdem Angela Merkel am Freitag im Bundestag klar machte, dass Serbien die Bedingungen nicht erfüllt, um EU-Beitrittskandidat zu werden, da wurde unsere Website mit Leserkommentaren überschwemmt.

Unsere Leser unterstützen uneingeschränkt die Haltung von Frau Merkel gegenüber Serbien.

Damit nicht genug: Merkel wird als „Mutter der Kosovaren“ beschrieben. Sie sei, heisst es, eine mutige Politikerin, welche die legitimen Rechte Kosovos verteidige. Ein Leser meinte, Merkel setzte sich entschlossener für die Interessen Kosovos als unsere Regierung in Prishtina. Ein anderer wünscht sich eine Politikerin vom gleichen Kaliber auch in Kosovo. Die teilweise sehr emotionalen Kommentare zeigen, wie gross die Genugtuung der Menschen hier zu Lande ist über die Rolle Deutschlands bei der Beilegung der Krise im Norden Kosovos und die Bemühungen Berlins um die Normalisierung der Beziehungen zwischen Prishtina und Belgrad.

Für viele Kosovaren ist es seit August klar, dass Bundeskanzlerin Merkel unter den einflussreichen EU-Politikern ziemlich alleine war mit eindeutigen Forderungen an Serbien. Merkel reiste im August nach Belgrad und sagte offen und deutlich, dass Serbien nicht näher an die EU heranrücken dürfe, wenn das Land gleichzeitig nicht Abstand von Kosovo nimmt. 

Am Freitag wiederholte Merkel diese Botschaft in unzweideutiger Sprache: Serbien könne von der EU nicht als Beitrittskandidat anerkannt werden, solange Belgrad die wichtigsten Kriterien der EU-Erweiterungspolitik nicht erfülle. Dazu zählten gute Nachbarschaft und regionale Zusammenarbeit.

Es braucht keine grosse Fantasie, um herauszufinden, dass für Merkel Kosovo und Serbien zwei Nachbarstaaten sind.

Nach der jüngsten Botschaft aus Berlin schlägt für Serbien die Stunde der Wahrheit. Die Regierung in Belgrad darf im Norden Kosovos nicht mehr eine Sabotagepolitik gegen die EU und ihre Rechtsstaatsmission Eulex betreiben und gleichzeitig auf eine wohlwollende Aufnahme in die EU hoffen. Wer wie Belgrad die Prinzipien der EU-Integration mit Füssen tritt, darf nicht belohnt werden. Die EU hat viel zu lange zugelassen, dass Belgrad die Stabilität der ganzen Region gefährdet – vor allem durch die Unterstützung radikaler und krimineller Strukturen im Norden Kosovos.

Die klare Haltung Merkels ist Balsam auf die Seelen der Kosovaren, die seit Jahren enttäuscht sind über die Kakofonie der Europäer auf dem Balkan und insbesondere im unabhängigen Kosovo. Nicht alle wollen, dass Kosovo ein funktionsfähiger Staat wird. Nicht alle wollen, dass in Kosovo demokratische und rechtsstaatliche Strukturen aufgebaut werden. Für die Kosovaren ist es enttäuschend, dass der schwedische Aussenminister Carl Bildt der EU vorschlägt, den Ahtisaari-Plan im Norden Kosovos über den Haufen zu werfen und neue Verhandlungen aufzunehmen. Ziel dieser Verhandlungen wäre eine faktische Teilung Kosovos, die womöglich die ganze Region in Aufruhr versetzen könnte.

Das Engagement Deutschlands auf dem Balkan kann nicht hoch genug geschätzt werden. Trotz Schulden- und Eurokrise in Europa ist die deutsche Regierung offensichtlich bereit, sich für ein vereintes Europa einzusetzen. Die Idee der europäischen Einigung wird diskreditiert, wenn Serbien den Kandidatenstatus erhält, ohne sich vorher mit der Unabhängigkeit Kosovos abzufinden. Serbien kann keine weiteren Fortschritte in Richtung Brüssel machen und gleichzeitig die Augen vor der neuen Realität in Kosovo verschliessen.

Für Serbien, für die Region, für Kosovo und für die Zukunft der serbischen Minderheit im Norden wie im Süden Kosovos ist es besser, wenn Belgrad so schnell wie möglich seine Politik gegenüber Kosovo ändert.

Im Norden Kosovos, auf den Barrikaden und auf den Schmuggelrouten wird nicht nur der Staat Kosovo bekämpft, sondern auch die Idee der europäischen Integration und die Bemühungen für eine friedliche Zukunft aller Menschen. Barrikaden haben in den letzten 20 Jahren auf dem Balkan kein einziges Problem gelöst. Sie haben aber viele Menschen in Unglück gestürzt. Die Barrikaden im Hinterland von Mitrovica verbauen unseren Weg in die Europäische Union, deren Teil wir so schnell wie möglich sein wollen. Dafür müsste sich auch die Regierung Kosovos einsetzen. Sie tut es bisher vor allem mit altbekannten Floskeln. Die serbischen Barrikaden verunmöglichen auch jeden Dialog zwischen Serben und Albanern, zwischen Kosovo und Serbien.

Mit ihrem Engagement für die Stabilität der Region führt Merkel den Regierungen in Belgrad und in Prishtina vor Augen, dass die Verantwortung für den Frieden in den Händen der einheimischen Politiker liegt. Merkel übernimmt damit einen grossen Teil der Arbeit, die von kosovarischen und serbischen Politikern geleistet werden müsste.

Die deutsche Bundeskanzlerin tut mehr für Europa und für unsere Region in diesen schwierigen Zeiten als wir von ihr erwarten dürfen. Nun liegt es an den anderen – Europäern, Kosovaren und Serben – ihren Beitrag zu leisten. Bis es soweit ist, bleibt uns nichts anderes übrig, als Bundeskanzlerin Merkel für ihre Haltung zu loben und gleichzeitig aufzufordern, auch künftig auf die Einhaltung der EU-Prinzipien auch auf dem Balkan zu beharren. Nur so haben wir Grund zur Hoffnung auf eine bessere Zukunft – für uns und unsere Kinder.

Den Autor erreichen Sie unter agronb@kohaditore.com

 

Öffnet internen Link im aktuellen FensterMehr von GT-Autor Agron Bajrami, Chefredakteur von Koha Ditore, Pristina

 

Die ganze Serie

 

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTeil 1: Quo vadis Kosovo ... - worum es geht. Von Norbert Gisder 05/2011

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTeil 2: Albin Curti - Rebell der Herzen und des Verstands 06/2011

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTeil 3: Atifete Jahjaga - jüngste First Lady Europas 06/2011

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTeil 4: Bildung ist die beste Medizin 06/2011

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTeil 5: Ein Gymnasium für den Kosovo - Wege aus der Zerrissenheit 06/2011

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTeil 6: Bildung, Kultur, Schule - Grundlagen für Frieden im Land 06/2011 

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTeil 7: Alles über die Asociation "Loyola-Gymnasium", Prizren, Kosovo 06/2011

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTeil 8: Offizielle Außenpolitik - Rede des Bundesaußenministers 05/2011

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTeil 9: Mitrovica - der Norden des Landes der Skipetaren bleibt unruhig 05/2011

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTeil 10: Der Außenminister des vergessenen Volkes - Interview mit Enver Hoxhaj (1) 08/2011 

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTeil 11: Kriminelle, Unruhen und das Verhältnis zu Serbien - Hoxhaj-Interview (2) 08/2011

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTeil 12: Serbia's Economic Nonsense 08/2011

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTeil 13: Nightmare of a Kosovo Serb - by Getoar M. Mjeku 07/2011

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTeil 14: Serbiens Aggressoren, Schüsse auf die KFOR - Kommentar von Norbert Gisder 07/2011 

Öffnet externen Link in neuem FensterÜbersetzung (albanisch): RTK - Koment: Agresioni paramilitar serb dhe plumbat për KFOR-in

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTeil 15: "Gut getan, Frau Merkel", Kommentar von Agron Bajrami 12/2011

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTeil 16: Kosovo: Der größte Chromerztagebau nimmt seinen Betrieb auf 12/2011

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTeil 17: Bundeskanzlerin Merkel in Kosovo – ein Staatsbesuch 12/2011  

Öffnet internen Link im aktuellen FensterSerbeze Haxhiaj über die Menschen - zum Staatsbesuch von Angela Merkel 12/2011

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTeil 18: Kadri Veseli und die neu gewonnene Ehre der Männer aus den Bergen 12/2011

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTeil 19: Transatlantische Allianz und alte Intrigen 2012 - Analyse von Norbert Gisder 12/2011

 

Die Serie über den Kosovo - mit Strahlkraft auf den gesamten Balkan, bisher traditionell das Pulverfass Europas - wird fortgesetzt. 2012 erscheint außerdem das Buch von Norbert Gisder: "Sie gingen über Leichen ..." - Aspekte, Hintergründe und Kommentare zur aktuellen Balkankrise.

 

Öffnet internen Link im aktuellen FensterMehr Autoren in GT

 

Öffnet internen Link im aktuellen FensterMehr über Kosovo

Öffnet internen Link im aktuellen FensterMehr über Serbien

 

 


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Grand Tourisme - Worldwide

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