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Die Glinder Autorennacht im Alten Gutshaus der Stadt Glinde findet am 28. September ab 20 Uhr statt.
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Rena Larf.
Die Neuauflage der Prosa-Klassiker von Norbert Gisder. Mit der Geschichte „Die Maske der Schönen“, der Novelle „Mars ruft Venus“ und dem Roman „Amok – oder: Die Schatten der Diva“ hat Norbert Gisder der Deutschen Belletristik drei große, schillernde Werke hinzugefügt, die in jedem ernst zu nehmenden, deutschen Feuilleton Beachtung gefunden haben. In einer Sonderedition gibt die Reihe GT-E-Books für Leser dieses Magazins alle drei Prosastücke in einem Sammelband unter einem schillernden, vieldeutenden Bild neu heraus. „Glück im Schritt“ lautet der metapherndichte Titel.
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Schon bei einer Spende ab 10 Euro erhalten Sie alle drei Bücher im Gesamtwert von über 42 Euro in einem übersichtlichen Sammelband als E-Book. Nach Überweisung der Spende wird Ihnen der Link zum Download des neuen Werkes von Norbert Gisder zugesandt.
Norbert Gisder, "Glück im Schritt", Kurzgeschichte, Novelle, Roman, Edition GT-E-Books, 523 Seiten, 10,00 Euro.
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GT - das Magazin der Querdenker: Menschen, Organisationen, Firmen und Vereine, die sich an denkende Zeitgenossen wenden - und die vor allem etwas zu sagen haben - werden
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Die Welt ist ein Buch. Das Neueste ist von Klaus Meierotto. Der Ex-Verkaufsberater der Mercedes-Benz-Niederlassung München hat mit dem Buch „Nicht jeder Stern hält was er verspricht“ ein bemerkenswertes Werk über Unternehmenskultur bei Daimler verfasst. Er wendet sich an Leser, die an den Machenschaften innerhalb der Deutschen Wirtschaft interessiert sind. Was sich hinter den Kulissen der Vorstands- und Chefetagen, aber auch zwischen den ständig unter Druck stehenden Mitarbeitern und Kollegen abspielt, liest man bei Klaus Meierotto.
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Tschernobyl, Fukushima und die Frage
nach dem Restrisiko
Bis heute sind mehr als 2.000 Atombomben testweise gezündet worden. 622 davon oberirdisch und die letzte Zündung einer Atombombe in der Atmosphäre fand am 16. Oktober 1980 in China statt. Mit 1039 gezündeten Atombomben halten die USA die Spitze auch bei den atmosphärischen Tests, gefolgt von der Sowjetunion (718), Frankreich (198), Großbritannien und China (je 45). Indien, Pakistan und Nordkorea haben zusammen 7 Bomben gezündet. Vor allem bei den Explosionen in der Atmosphäre ist bei jeder einzelnen ein Vielfaches an radioaktivem Material in die Luft gelangt, was im schlimmsten Fall aus einem havarierten Reaktor entweichen könnte.
Seit Beginn der Atomwaffentests ist die Radioaktivität auf der ganzen Welt signifikant angestiegen.
Erst Tschernobyl jedoch hat die Deutschen aufgeschreckt und auf die Idee gebracht, natürliche Lebensmittel wie Pilze, Milch und Wild auf Radioaktivität zu überprüfen. (Dass dahinter die Interessen der Politik der großen Mächte stand, von den tatsächlichen Ursachen abzulenken, die für die weltweite Radioaktivität verantwortlich sind – siehe oben – sei an dieser Stelle nur am Rand angemerkt; sollte aber in vertiefenden Untersuchungen genauer quantifiziert werden.)
Die Ergebnisse der Lebensmitteluntersuchungen auf Radioaktivität waren jedenfalls erschreckend. Das hat die Menschen aufgerüttelt, auch wenn es vielfach daran lag, dass sie in den Medien und von vielen ideologisch motiviert falsch interpretiert worden sind. Der Unfall in Tschernobyl wurde für die radioaktive Belastung von vielem verantwortlich gemacht, was nachweislich durch den Fallout aus der Ukraine nicht belastet worden sein konnte. Selbst die bittere Erkenntnis, dass Trockenmilch aus dem Jahr eins vor Tschernobyl höher belastet war als Frischmilch, konnte das allgemeine Bewusstsein nicht zum Nachdenken anregen.
Als Folge des verheerenden Jahrhundertbebens in Japan sind nun eine noch nicht abschließend festgestellte Zahl an Reaktoren beschädigt worden und es ist noch nicht absehbar, welche Mengen an Radioaktivität die Atmosphäre belasten werden. Eines sollte aber bei allen Diskussionen besorgter Menschen in aller Welt nicht vergessen werden: Die neuerlich in die Atmosphäre geschleuderte Radioaktivität wird mit Sicherheit weniger als ein Promille dessen sein, was bis 1980 bei Atombombentests freigesetzt worden ist.
Generell herrscht Westwind. Zwischen Japan und Europa muss die Luft also erst den Pazifik, dann die USA und den Atlantik überqueren. Von vereinzelten Atomen abgesehen, wird keine Radioaktivität aus Japan Europa erreichen. Über das aktuelle japanische Unglück müssen wir uns in Europa keine Sorgen machen.
Ich stelle fest: mindestens 99 Prozent der nicht natürlichen radioaktiven Belastung in Europa stammt von den Atomwaffentests der 50er und 60er Jahre, wenn die angenommenen Halbwertszeiten für radioaktiven Zerfall der Realität entsprechen.
Wenn Sie nun fragen: Ist das jetzt ein Plädoyer für Atomkraft?
Dann antworte ich: Nein!
Ich appelliere an die vorurteilslose Nachdenklichkeit und ich stelle die Gegenfrage: Warum wird die große Öffentlichkeit nicht darüber aufgeklärt, dass, von lokalen und ganz zweifelsfrei dramatischen Auswirkungen abgesehen die Havarie eines Reaktors zur bereits vorhandenen globalen Atomverseuchung nur minimal beitragen kann?
Restrisiko!?
Ein schreckliches Wort. Das ganze Leben ist mit einem Restrisiko behaftet.
Niemand kann ausschließen, dass es immer ein tödliches Restrisiko geben wird. Und so gilt das ehrlicherweise auch für die Atomkraft. Hier allerdings hat es eine besondere Qualität. Wenn das Restrisiko zuschlägt, sind die Folgen wirklich schlimm. Menschen können einen qualvollen, langsamen Tod sterben und ganze Landstriche werden möglicherweise für Generationen unbewohnbar sein.
Die moderne Industriegesellschaft hat sich mit der Nutzung der Atomkraft in ein böses Dilemma entwickelt. Ohne dramatische Eingriffe in unsere Lebensgewohnheiten kann die Nutzung der Atomkraft nicht umgehend eingestellt werden. Im Gegenteil wird die Abhängigkeit von einer bezahlbaren Stromversorgung weiter ausgebaut. Elektroautos werden gefordert und gefördert. Aber wo soll der Strom für den Betrieb dieser Autos herkommen? Die Sonne und der Wind können es (noch) nicht. Noch mehr fossile Brennstoffe in Strom verwandeln? Die sind endlich und vom CO2 will ich hier gar nicht reden.
Die Diskussion über Atomkraft ist emotional überfrachtet.
Es ist mehr eine geradezu religiöse Glaubensfrage, denn niemand kann aus eigenem Wissen eine Einschätzung über die Größe eines Restrisikos treffen. Nicht einmal die Fachleute selbst - und die sind wenigstens so ehrlich, dass sie die Existenz eines Restrisikos nicht leugnen.
Fest steht in dieser Diskussion wenig. Dies aber scheint gegeben: So, wie die Welt jetzt funktioniert, kann sie auf absehbare Zeit nicht auf Atomkraft verzichten. Weiterhin: Nationale Alleingänge sind nicht zielführend. Was nutzt das Abschalten deutscher Reaktoren, wenn in Frankreich ein Reaktor platzt? Zudem ist es gleichgültig, ob der einfache Grüne seinen Fernseher mit deutschem oder zugekauftem Atomstrom betreibt.
Gegenüber Atombombentests haben Reaktoren den fatalen Nachteil, dass sie in besiedelten Gegenden betrieben werden. Ein Unfall wirkt sich sofort auf die direkte Umgebung aus und die Menschen verlieren im Fall einer Havarie ihre Heimat. Dennoch können wir momentan meiner Meinung nach nicht darauf verzichten. Es ist wohl so, dass die Nutzung der Atomkraft von nationalen Eitelkeiten befreit werden muss, um eine dauerhafte Lösung zu finden.
Diejenigen Reaktoren, die als (relativ) risikoreich beurteilt werden und auf deren Strom verzichtet werden kann, sollten abgeschaltet werden. Gleichzeitig müssen aber neue gebaut werden, um den enorm anwachsenden Energiehunger der Welt zu befriedigen. Nur wo?
Hier sehe ich eine einfache Lösungsmöglichkeit: An ähnlichen Orten, die auch schon für Atombombentests verwendet worden sind. Die Zeit und die Erfahrung haben gezeigt, dass die Menschheit sehr wohl die über 2.000 Atombombentests überlebt hat. Wenn dann dort das Restrisiko zuschlägt, wird jeder einzelne Fall weniger Auswirkungen haben, als jeder einzelne der 2.000 Atombombentests.
Was spräche also dagegen, zum Beispiel in der Sahara einen riesigen Atompark zu bauen? Die dort gewonnene Energie könnte zum Beispiel mit Hilfe der Wasserstofftechnologie zu den Verbrauchern gebracht werden. Sauber, kein CO2. Nationale Eitelkeiten dürfen bei einem derart wichtigen Thema keine Rolle spielen. In diesem Sinn hat die Atomkraft sehr wohl ihr Gutes. Sie zeigt der Menschheit, dass sie ihre Probleme nur in gemeinsamer Anstrengung lösen kann und dass es niemals zielführend sein kann, wenn wichtige Themen durch den Aufbau imperativer Positionen von einer rationalen Ebene entfernt werden.
So ähnlich, wie die feindliche Gegenüberstellung des Islam mit dem Christentum hergestellt worden ist und fortan Leichen produziert hat und weiter verantwortet, so ist es auch mit der Atomkraft. Wir werden keine vernünftige Lösung finden, wenn wir nicht Abschied nehmen von einer mit geradezu religiösem Eifer geführten Diskussion, die immer wieder menschliche Urängste instrumentalisiert.
Das Erdbeben in Japan sollte die Menschheit Demut lehren. Demut vor der Schöpfung und den Naturgewalten. Es sollte die Menschheit zum Umdenken bringen. Weg von Zielen wie Dominanz oder Weltherrschaft. Weg von überdimensionierten Armeen, die fortlaufend Tod und Verderben über die Welt bringen. Es ist ein Planet, auf dem wir alle leben wollen (und müssen). Warum bedarf es erst einer großen Katastrophe, damit weltweite Hilfsbereitschaft aktiviert wird?
Die Welt und die Menschheit werden nur überleben können, wenn alle Ideologien überwunden werden, die die Menschen feindlich gegeneinander stellen. Der Sozialismus und der Kapitalismus stehen hier an erster Stelle und damit die Profitgier. Die Welt muss zurück zu einem Humanismus finden mit dem einfachen Ziel, das Leben für jeden einzelnen so gut wie irgend möglich machen zu wollen.
Bis es neue Technologien gibt, werden wir auf die Nutzung der Atomkraft auf diesem Weg nicht verzichten können. Das Ziel muss also ideologiefrei heißen, die Atomkraft in weltweit gemeinsamer Anstrengung so einzurichten, dass das Restrisiko dann, wenn es Wirklichkeit werden sollte, wirklich keine dramatischen Auswirkungen haben kann. Aber: Ein Restrisiko wird immer bleiben, denn das Leben als solches ist gefährlich - und endet immer tödlich.












