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Öffnet internen Link im aktuellen FensterKosovo 2011, der jüngste Staat in Europa drei Jahre nach der Unabhängigkeit - Kommentare, Reportagen, Fotos - von Norbert Gisder. Öffnet internen Link im aktuellen Fensterlesen 

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Außerirdische und Finanzhaie

Kommentar von Peter Haisenko
02.12.2011

Seit vielen Jahrzehnten beschäftigen sich SF-Literatur, Film und Fernsehen mit Außerirdischen. Auch die Philosophie tut es. Die Tendenz der unterschiedlichsten Betrachtungen läuft immer in dieselbe Richtung: Wenn bösartige Außerirdische den Bestand und die Freiheit der Menschheit bedrohen, entsteht geradezu automatisch ein globaler Konsens, eine globale Allianz gegen den übermächtigen Aggressor/Unterdrücker. Die Menschheit gewinnt den Kampf, weil sie kleinliche Individualinteressen beiseite legt und gemeinsam den Kampf gegen die globale Bedrohung aufnimmt. Ende gut, alles gut.  

Man könnte also sagen, dass alle Autoren und Philosophen davon ausgehen, dass es „nur“ einer universellen Bedrohung der gesamten Menschheit bedarf, um eine universelle Zusammenarbeit herzustellen. Kriege und Machtspiele werden zur Seite gelegt, sobald die Bedrohung für alle real genug wird. Das lässt hoffen, auch wenn es sich nur um rein theoretische Betrachtungen handelt. Nun zur Realität: Diese universelle Bedrohung für die gesamte Menschheit existiert bereits. Man muss sie „nur“ noch als solche erkennen. Es ist die „Finanzwirtschaft“ mit ihren Auswüchsen, die nur noch als pervers bezeichnet werden können.  

Wenn bösartige Außerirdische den Tod relativ weniger Menschen verursacht haben, um ihr Machtpotential zu demonstrieren, reicht das in den theoretischen Betrachtungen aus, die Menschheit zusammen zu schweißen. Natürlich ist es so, dass in den theoretischen Betrachtungen spektakuläre Machtdemonstrationen zu einem unübersehbaren Menetekel werden, um die Notwendigkeit einer globalen Gegenreaktion als unausweichlich darzustellen. Das macht die Sache einfach. Die Realität ist subtiler.  

Es gibt einen breiten Konsens, dass die internationalen Finanzkartelle fortlaufend den (Hunger-)Tod von Millionen Menschen verursachen. Die Zerstörungen und Verwüstungen, der Tod von Millionen Menschen, ausgelöst durch die Kriege ums Öl und die Macht gehören in dieselbe Kategorie. Das unbeschädigte Leben der Menschheit in dem gemeinsamen Streben nach Wohlstand und Frieden wird bedroht von einer klitzekleinen Minderheit, die sich außerhalb der großen Gemeinschaft positioniert hat. Einer Minderheit, deren Streben nach Macht und Geld jegliche soziale Komponente vermissen lässt. Einer Minderheit, die Menschen zu Menschenmaterial (human resources) gemacht hat, die Menschen für ihren Profit Öffnet internen Link im aktuellen Fensterschlimmer als Sklaven behandelt. Wo ist denn da noch der Unterschied zu bösartigen Außerirdischen, die die Menschheit versklaven und ausbeuten wollen?  

Die „Finanzkrise“ bedroht nicht nur den hart erarbeiteten Wohlstand und den sozialen Frieden der reichen Nationen. Durchaus realistische Pessimisten sehen bereits die Gefahr, dass die Finanzkrise der Auslöser für Kriege und Hunger in Regionen sein könnte, die diese als überwunden aus ihrem Kalkül gestrichen haben. Dass diese apokalyptischen Prognosen durchaus brutale Realität werden könnten, mag man ermessen am Öffnet internen Link im aktuellen FensterJugoslawienkrieg, den Vorgängen um den Iran und den gesamten Öffnet internen Link im aktuellen FensterNahen- und Mittleren Osten, inklusive Afghanistan und Pakistan. Ich will hier gar nicht darauf eingehen, dass die unsinnige Masse an Atomwaffen jederzeit die gesamte Menschheit auslöschen kann.  

Die Finanzeliten und ihr Handeln sind nicht mehr Teil einer universellen Gesellschaft, deren Ziele sich mittlerweile diametral von ihren Zielen unterscheiden. Ich erachte es also als durchaus zulässig, die Finanzeliten mit bösartigen Außerirdischen gleichzustellen.  

Die Finanzkrise ist eine globale Bedrohung und nur ein globaler Konsens wird einen Weg aus der Krise finden können. Wie im Fall einer außerirdischen Bedrohung müssen nationale Eitelkeiten Beiseite gelegt und alte Paradigmen hinterfragt werden. Es muss eine ehrliche Bilanz gezogen werden, wer wirklich wen Öffnet internen Link im aktuellen Fensterseit langer Zeit übervorteilt und wer die Leidtragenden sind. Dann kommt der schwierigste Teil: Die bestehenden Zustände können nicht ad hoc verändert werden. Sie müssen für eine begrenzte Zeit weitergeführt werden, sonst droht das totale Chaos. Hier darf ich ausnahmsweise der Politik des Zeitgewinns unserer Kanzlerin Respekt zollen, wenn sie denn in diesem Sinn angelegt ist.  

Die Wahrheit ist: Alle Länder mit Öffnet internen Link im aktuellen Fensterandauerndem Außenhandelsüberschuss werden von den Defizitländern ausgebeutet. So unbefriedigend dieser Zustand ist, wird er noch eine gewisse Zeit fortgeführt werden müssen. Deutschland oder Öffnet internen Link im aktuellen FensterChina zum Beispiel können ihren Export und damit ihre Arbeitsplätze nur erhalten, wenn sie den Defizitländern weiterhin Geld schenken, damit diese überhaupt in der Lage sind, die deutschen oder chinesischen Waren im bekannten Umfang zu kaufen. Klingt verrückt, ist aber leider so.  

Im Klartext heißt das: Nach einer ehrlichen globalen Bestandsaufnahme, werden die Exportnationen erstmal weiterhin die Defizitländer alimentieren müssen. Der Unterschied wird aber sein, dass das jetzt „freiwillig“ geschieht und ein Ende dieses Zustands in gemeinsamer Anstrengung angestrebt wird.  

Nochmal Klartext: Zu Beginn der Umstrukturierungen werden zum Beispiel China und Deutschland weiterhin Waren im Wert von etwa 1.000 Milliarden jährlich an die USA und England(!) liefern müssen, in dem eindeutigen Bewusstsein, dass das ein Geschenk ist, das der Vermeidung eines globalen Chaos dient. Nicht nur dem. Auch Deutschland und China würden im Chaos versinken, wenn die bestehende Struktur übergangslos aufgelöst und der Konsum auf Kredit für die Defizitländer schlagartig unmöglich würde.  

Eines dürfen wir nicht außer Acht lassen: Im Prinzip funktioniert die Welt ja, so wie sie ist, obwohl die Ungerechtigkeiten und krassen Fehlverhalten einzelner Nationalregierungen unübersehbar geworden sind. Aber auch das darf nicht übersehen werden: Auch die Menschen in den Defizitländern sind Opfer der Finanzeliten geworden. Sie, die normalen Menschen, nicht die Finanzeliten, haben unsere Solidarität im Kampf gegen die globale Bedrohung durch die Finanzeliten verdient.  

Nochmal ein Wort zu Öffnet internen Link im aktuellen FensterDefizitländern: Die Staatsverschuldung als solche ist kein Massstab. Sie ist mehr oder weniger ein rein internes Problem, dessen Ursache in einer Öffnet internen Link im aktuellen Fensterverfehlten Fiskalpolitik begründet ist. Die Außenhandelsbilanz ist das eigentliche Kriterium. Die über lange Jahre akkumulierten Außenhandelsdefizite sind der wahre Grund für den bevorstehenden Zusammenbruch des Systems. Sie sind es, die die Aufblähung der globalen Geldmengen notwendig gemacht haben. Nur so konnten die Bilanzen der Nationalökonomien frisiert und der andauernde Betrug versteckt werden.  

Ohne pathetisch wirken zu wollen, muss doch gesagt werden, dass die aktuelle Krise durchaus die Gefahr eines Rückfalls in mittelalterliche Zustände birgt. Kleinstaaterei anstatt globaler Zusammenarbeit. Krieg um das nackte Überleben. Das wollen wir sicher nicht.  

Mein Aufruf an die Politiker dieser Welt lautet also: Sagt endlich die Wahrheit! Sagt den Menschen, warum die Welt so nicht mehr funktionieren kann. Habt Vertrauen in die Menschen. Nur wenn die Menschen wissen, warum sie Ungerechtigkeiten ertragen müssen und dass ein Ende absehbar ist, werden sie diese in gemeinsamer Solidarität gewaltlos ertragen wollen. Und sie werden wollen, denn Krieg und Chaos will niemand haben, außer vielleicht den außerirdischen Finanzhaien.  

 

Lesen Sie auch: Öffnet internen Link im aktuellen FensterEin Weg aus der Krise 

Der Bestseller von Peter Haisenko: Öffnet internen Link im aktuellen FensterBankraub globalisiert

 

Endzeitfilme und die Finanzkrise

Von Peter Haisenko
02.12.2011

Die letzten Jahrzehnte haben immer wieder Filme hervorgebracht, die apokalyptische Zustände beschreiben. Sei es nach einer atomaren Katastrophe oder einer anderen, an den Haaren herbei gezogenen Ursache. Es gibt selbstverständlich Gute und Böse, Helden und Wasserträger. So unterhaltsam diese Filme für den einen oder anderen sein mögen, leiden sie alle unter einem gemeinsamen Realitätsdefizit: Wer oder wie versorgt die (verbliebenen) Menschen mit lebensnotwendigen Dingen?  

Keiner dieser Filme verschwendet auch nur einen Gedanken daran, dass Menschen zum Überleben vor allem Essen, Trinken und Schutz vor Witterung benötigen. Waffen gibt es immer, in den tollsten Variationen und offensichtlich in unbegrenzter Menge. Kein Hinweis darauf, wo dieses Zeug herkommen soll. Gezeigt wird eine Welt, die nur Geld und Gewalt braucht. Ich sehe einen Bezug zum realen Leben.  

In ähnliche Aberration ist das Denken der Menschen pervertiert worden. Wenn irgendein Projekt geplant wird, ist das bestimmende Thema die Finanzierung. Das ist in etwa so sinnig, wie das Überleben der Menschen in Endzeitfilmen. Es wird nämlich übersehen, dass Geld nicht arbeiten kann. Bei jedem Projekt muss als erstes die Frage geklärt werden, ob überhaupt genügend Arbeitskapazität zur Verfügung steht, dieses Projekt zu stemmen. Wenn diese nicht vorhanden ist, hilft Geld nichts.  

Zu diesem pervertierten Denken muss der Umkehrschluss betrachtet werden, denn dieser ist noch perverser. Nicht erst seit Zeiten der Finanzkrise existiert anwachsend der Zustand, dass zwar sowohl Arbeit als auch willige Arbeiter zur Verfügung stehen, diese aber nicht arbeiten dürfen, weil kein Geld da ist. Arbeitskapazitäten, die eigentlich sinnvoll genutzt werden könnten, müssen brach liegen, weil auf undurchsichtige Weise Geld in Kanäle geschleust wird, wo es zum reinen Selbstzweck verkommen ist und so dem notwendigen Kreislauf nicht mehr zur Verfügung steht.  

Das wiederum pervertierte Verhältnis der Menschen zum Geld hat Geld zu einem Perpetuum-mobile werden lassen, das sich scheinbar aus sich selbst heraus unendlich vermehren kann. Auch hier muss dieselbe Frage gestellt werden: Sieht denn niemand, dass das so nicht funktionieren kann? Der modern praktizierte Umgang mit Geld gaukelt eine Welt vor, in der es für ein luxuriöses Leben ausreicht, sein Geld einfach maximal gewinnbringend anzulegen.  

Analog zu Endzeitfilmen wird vollkommen übersehen, dass irgendjemand die Arbeit leisten und die Produkte herstellen muss, bevor, ich betone: bevor sie jemand mit Geld kaufen kann. Daraus ergibt sich der eindeutige Schluss, dass, puristisch gesehen, jegliche Produktion unabhängig vom Vorhandensein von Geld möglich ist. Erst der Handel mit fertigen Produkten ist auf Geld angewiesen. Und hier beißt sich der Hund in den Schwanz, weil die natürliche Reihenfolge durch das falsche Verständnis von Geld auf den Kopf gestellt worden ist.  

Der Niedergang ganzer Nationalökonomien ist die Folge. Weil kein Geld da ist, muss produktive Arbeit eingestellt werden. Was will man aber dann mit Geld überhaupt noch anfangen, wenn eben aus Geldmangel nicht mehr gearbeitet werden darf? Besinnen wir uns auf ganz einfache Abläufe. Der klassische Bauer muss zuerst sein Feld bestellen, seine Arbeit leisten, bevor er seine Produkte gegen Geld eintauschen kann. Das Getreide selbst wächst vollkommen unabhängig vom Vorhandensein des Gelds. Wenn der Bauer nicht arbeitet, sozusagen nicht in Vorleistung geht, oder nicht arbeiten darf, weil er vorab kein Geld erhält, dann wird das das Ende der Menschheit sein und das ist dann kein Endzeitfilm.  

Die Finanzkrise hat gezeigt, wir müssen unser Verhältnis zu Geld revidieren. Der Gedanke muss wieder in die Gehirne reimplantiert werden, dass nur das für Geld erworben werden kann, was zuvor durch Arbeit erschaffen worden ist. Dass weiterhin jeder nur so viel verbrauchen können sollte, wie seiner produktiven Arbeitsleistung entspricht. Dass jeder, der von der widernatürlichen Geldvermehrung leben will, nur ein parasitäres Dasein führen kann und keinesfalls für sein Lebensmodell mit Achtung bedacht werden darf. Wenn wir also unsere Einstellung zum Geld nicht revidieren, werden wir ganz schnell in einem realen Endzeitfilm landen. Dieser wird allerdings nur ein Kurzfilm sein.  

 

Nachsatz: Die wichtigsten Notenbanken incl. EZB haben beschlossen, die Geldmärkte weiter zu fluten. Diese Maßnahme ist richtig. Durch geradezu „freies“ Geld besteht die Chance, weitere Zeit zu kaufen, bis ein globaler Konsens zur Lösung der Krise gefunden werden konnte und Arbeitswillige können mit diesem Geld wieder entlohnt werden, anstatt unproduktiv der Allgemeinheit zur Last zu fallen. Zudem ist die Gefahr einer dadurch ausgelösten Inflation gleich Null. (Öffnet internen Link im aktuellen Fensterwarum, erfahren Sie hier).  


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Zusammenfassung der Seite:

Grand Tourisme - Worldwide

Menschen, Menschheit, Bedrohung, Finanzkrise, Arbeit, Finanzeliten, Krise, Außerirdische, Chaos, Defizitländern, Konsens, Betrachtungen, Zustände, Deutschland, Filme, Realität, Projekt, Kriege, China, Verfügung, Minderheit, Gefahr, Leben, Kampf, Außerirdischen, Nochmal, Unterschied, Krieg, Zustand, Streben, Wohlstand, Frieden, Zusammenarbeit, Produkte, Klartext, Verhältnis, Vorhandensein, Nationalökonomien, Defizitländer, Beispiel, Ursache, Politik, Finanzhaie, Ungerechtigkeiten, Diese, Denken, Solidarität, Wahrheit, Endzeitfilmen, Endzeitfilm, Hunger, Frage, Millionen, Bauer, Gewalt, Gezeigt, Rückfalls, Bezug, Kleinstaaterei, Vertrauen, Aufruf, Betrug, Politiker, Aberration, Bestseller, Böse, Helden, Wasserträger, Realitätsdefizit, Haaren, Haisenko, Jahrzehnte, Endzeitfilme, Bankraub, Katastrophe, Dingen, Peter, Waffen, Finanzhaien, Variationen, Menge, Witterung, Schutz, Gedanken, Essen, Trinken, Hinweis, Selbstzweck, Lebensmodell, Dasein, Achtung, Einstellung, Dieser, Geldvermehrung, Arbeitsleistung, Gelds, Vorleistung, Gedanke, Gehirne, Kurzfilm