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Die Glinder Autorennacht im Alten Gutshaus der Stadt Glinde findet am 28. September ab 20 Uhr statt.
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Rena Larf.
Die Neuauflage der Prosa-Klassiker von Norbert Gisder. Mit der Geschichte „Die Maske der Schönen“, der Novelle „Mars ruft Venus“ und dem Roman „Amok – oder: Die Schatten der Diva“ hat Norbert Gisder der Deutschen Belletristik drei große, schillernde Werke hinzugefügt, die in jedem ernst zu nehmenden, deutschen Feuilleton Beachtung gefunden haben. In einer Sonderedition gibt die Reihe GT-E-Books für Leser dieses Magazins alle drei Prosastücke in einem Sammelband unter einem schillernden, vieldeutenden Bild neu heraus. „Glück im Schritt“ lautet der metapherndichte Titel.
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Norbert Gisder, "Glück im Schritt", Kurzgeschichte, Novelle, Roman, Edition GT-E-Books, 523 Seiten, 10,00 Euro.
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- Norbert Gisder ist Chefredakteur dieses Magazins.
Zehn Jahre Krieg in Afghanistan
Nahe dem Parlament in der Afghanischen Hauptstadt Kabul stirbt eine Frau. Es ist der leise Tod des Protestes - und irgendwie auch der Demokratie, die in diesem Land sicher nie sehr ausgeprägt gewesen ist.
Semin Baraksai heißt die Sterbende. Es gehe ihr nicht gut. Ihr Arzt, Mohammed Fardin, hat das der Nachrichtenagentur AFP gesagt, das Fernsehen hat Bilder der Abgeordneten gezeigt, deren Blutdruck so weit gefallen ist, dass ihr Leben in Gefahr scheint. Baraksai lehnte trotzdem eine Infusion ab. Die Frau ist eine der neun Abgeordneten, die aus dem Parlament ausgeschlossen worden sind, weil angeblich andere mehr Stimmen erhalten hätten - wie man nun plötzlich zu wissen vorgibt. Fast ein Jahr nach den Wahlen - die so umstritten waren, wie das nur in einer Pseudodemokratie à la Afghanistan möglich scheint - will die sterbende Abgeordnete erst wieder Nahrung aufnehmen, wenn "Gerechtigkeit und Gesetzmäßigkeit wieder hergestellt" seien, wie sie vor den Fernsehkameras sagte. Die Afghanin wird also wohl sterben müssen. Sie war den Mächtigen im Land ohnehin nie gefällig.
Es ist ein Tod mehr, den mit einem Menschen in diesem gebeutelten Land die Zukunft stirbt.
Wie viel Schuld daran Afghanistans Präsident Hamid Karzai trägt, werden diejenigen am besten wissen, die diesen Mann eingesetzt haben - und bis heute stützen.
„Afghanistan braucht keine weiteren Durchhalteparolen, sondern Truppenabzug und Frieden“, kommentiert Paul Schäfer, verteidigungspolitischer Sprecher der Linken in einer Pressemitteilung seiner Fraktion das jüngste Treffen der NATO-Verteidigungsminister in Brüssel.
Schäfer ist weiterhin der Meinung, die NATO habe am 6. Oktober 2011 bei ihrem Treffen kurz vor dem 10. Jahrestag des Kriegsbeginns, "die Chance verpasst, ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Zehn Jahre nach Beginn ihres Afghanistankrieges hätten ihr Fehleranalyse, Demut und Umkehr gut zu Gesicht gestanden. Die NATO-Verteidigungsminister hätten anerkennen müssen, dass die militärische Intervention in Afghanistan die Probleme des Landes und der Region verschärft hat, statt sie zu lösen, und sie hätten die Konsequenzen ziehen und den Abzug der Truppen einleiten müssen." Das sagt Paul Schäfer.
Die Fraktion der Linken forderte deshalb die Bundesregierung auf, sich dieser Politik zu versagen und die Bundeswehr aus Afghanistan zurückzuziehen. Wörtlich heißt es dort: "Stabilisierung schafft man auch in Afghanistan nicht durch Krieg, sondern durch die Stärkung der Zivilbevölkerung und der rechtsstaatlichen Institutionen sowie wirtschaftlichen Wiederaufbau."
So bigott die Schäfer'sche Analyse angesichts der Haltung der Linken allein zu den Mauertoten auch verkürzt worden ist, so viel Zuspruch findet sie doch sogar in anderen Lagern.
Ich persönlich habe in den vergangenen Jahren viele Soldaten - bis hin in hohe Führungskreise - getroffen, die nach ihren Erfahrungen am Hindukusch zu der selben Meinung gekommen sind.
Und es gibt immer weniger Menschen, Soldaten wie auch Zivilisten, die da noch energisch widersprechen möchten. Sollte ich das zu negativ sehen, so erwarte ich von den Protagonisten des Widerspruchs eine Mail und eine differenzierte Stellungnahme, die ich an dieser Stelle veröffentlichen kann.
Allen anderen sage ich - mit Tränen in den Augen: Mit dem Fanal, das der Tod der Abgeordneten Semin Baraksai für die Demokratie sein wird, stirbt auch ein bisschen Demokratie in Deutschland. Denn in diesem Land ist es gewesen, wo man für Demokratie an den Hindukusch zu ziehen vorgegeben hat, wissend, dass es um Lithium, amerikanische Wirtschafts-Interessen und mehr gegangen ist. Trotzdem hat man postuliert, unsere Freiheit werde am Hindukusch verteidigt.
Wird man auf den Grabstein von Frau Baraksai schreiben: Auch Deutschlands Freiheit ist mit dieser Frau ein Stück weit gestorben?
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