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Die Neuauflage der Prosa-Klassiker von Norbert Gisder. Mit der Geschichte „Die Maske der Schönen“, der Novelle „Mars ruft Venus“ und dem Roman „Amok – oder: Die Schatten der Diva“ hat Norbert Gisder der Deutschen Belletristik drei große, schillernde Werke hinzugefügt, die in jedem ernst zu nehmenden, deutschen Feuilleton Beachtung gefunden haben. In einer Sonderedition gibt die Reihe GT-E-Books für Leser dieses Magazins alle drei Prosastücke in einem Sammelband unter einem schillernden, vieldeutenden Bild neu heraus. „Glück im Schritt“ lautet der metapherndichte Titel.
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Norbert Gisder, "Glück im Schritt", Kurzgeschichte, Novelle, Roman, Edition GT-E-Books, 523 Seiten, 10,00 Euro.
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Die Legende lebt - 100 Jahre Alfa Romeo
Die Geschichte von Alfa Romeo beginnt in Portello, im Nordwesten Mailands, nahe der Straße zum Simplon-Pass. Hier lässt der französische Automobilbauer Alexandre Darracq 1906 auf 36 Hektar Land ein modernes Automobilwerk errichten. Doch die dort produzierten Lizenzprodukte bewähren sich nicht auf dem italienischen Markt. So übernehmen schon bald Geschäftsleute aus der Lombardei das Werk, gründen die Società „Anonima Lombarda Fabricia Automobili“ (A.L.F.A.) und lassen das neue Unternehmen am 24. Juni 1910 in das Handelsregister eintragen. Damit ist der Grundstein für die Produktion faszinierender Automobile und einer legendären Motorsport-Geschichte gelegt. 2010 feiert Alfa Romeo seinen 100sten Geburtstag – eine Zeitspanne, die bislang nur wenigen Automarken erlebt haben!
1910 verlässt der erste A.L.F.A. das Werk in Portello: der 24HP. Sein 4,1-Liter-Motor leistet genau 42 PS und befähigt den Wagen zu der seinerzeit sensationellen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Bereits ab 1911 untermauert A.L.F.A. seine Automobilbau-Kompetenz durch Erfolge im Motorsport. Doch trotz der sportlichen Triumphe und einem ausgezeichneten Ruf der Mailänder Fahrzeuge ist die wirtschaftliche Lage der Società Anonima Lombarda Fabricia Automobili – der damaligen politischen und gesamtwirtschaftlichen Lage entsprechend – besorgniserregend. Am Horizont ziehen die düsteren Wolken des Ersten Weltkrieges auf und machen die Exportchancen mit einem Schlag zunichte. A.L.F.A. wird zudem der Fehler zum Verhängnis, Darraqcs Aktien in Tiefzeiten nicht aufgekauft zu haben. Der Franzose verkauft sein Aktienpaket an die Banca Italiana di Sconto, die dadurch die Aktienmehrheit an der Firma aus Mailand erlangt. So meldet die Bank A.L.F.A. am 21. September 1915 zum Konkurs an. Der Verwaltungsrat muss machtlos zusehen.
1915 beginnt die eigentliche Legende der Marke Alfa Romeo
Allerdings zeigt das 1914 gegründete Institut zur Förderung und Finanzierung der italienischen Rüstungsindustrie an der Gründung einer Firma mit dem Namen "Accomandita Ing. Nicola Romeo & Co." Interesse. Am 2. Dezember 1915 übergibt die Bank die Verantwortung für das neue Unternehmen den Angestellten. Generaldirektor wird der aus Neapel stammende Ingenieur Nicola Romeo – die Legende beginnt! Aber erst 1919 folgt der Startschuss für die erneute Produktion edler Automobile, die nun – um den guten Ruf der A.L.F.A.-Automobile zu nutzen – den Namen „Alfa Romeo“ tragen. Begünstigt durch das Wirtschaftswachstum der Nachkriegszeit entwickelt sich das Unternehmen Alfa Romeo schon bald zu einem der führenden Fahrzeughersteller Italiens.
Mit seinem Markenzeichen demonstriert Alfa Romeo nachdrücklich die Verbundenheit zu seiner Heimatstadt Mailand und dies immer häufiger auch im Motorsport auf allen wichtigen Rennstrecken jener Zeit. 1925 gewinnt Alfa Romeo die erste Weltmeisterschaft. Längst befinden sich neben den hochkarätigen Personenwagen zudem Traktoren, Lastkraftwagen, Omnibusse, Straßenwalzen, Elektro- und Dampflokomotiven, Eisenbahnwaggons, Baumaschinen und Triebwerke für Schiffe sowie Flugzeuge im Angebot der Firma, die inzwischen über weitere Fertigungsstellen in Saronno, Neapel, Triest und Rom verfügt.
Der Börsenkrach am sogenannten schwarzen Freitag im Jahr 1929 treibt Alfa Romeo – wie unzählige andere Unternehmen auch – an den Rand des Ruins. Ab 1930 heißt die Firma S.A. Alfa Romeo. Um Alfa Romeo am Leben zu erhalten, wird Alfa Romeo 1934 in die Finmeccanica-Gruppe, die sich im Einfluss des Staatlichen Institutes für den industriellen Wiederaufbau Italiens (Istituto di Ricostruzione Industriale/IRI) befindet, eingegliedert. Die Automobile, die damals das Werk in Portello verlassen, hören unter anderem auf die Bezeichnungen RL und RM. Bis zum Zweiten Weltkrieg folgen ihnen die auf der Straße und Rennstrecke äußerst erfolgreichen Sechs- und Achtzylinderwagen von 1.500 cm³ bis 2.900 cm³ Hubraum. Sie repräsentieren die Spitze des internationalen Fahrzeugbaus.
1939 gehen dann in Europa die Lichter aus, der Zweite Weltkrieg verwüstet Europa und weite Teile der Welt. Drei Bombenangriffe zerstören 1943 drei Fünftel des Stammwerks in Portello. Als schließlich alles vorbei ist, heißt es erst einmal aufzuräumen, denn der Schutt soll der neu keimenden Hoffnung Platz machen. So wird das Werk mit Hilfe der 5.000 Angestellten wieder aufgebaut.
1946 hört die Firma auf den Namen Alfa Romeo S.p.A. und als erste Automobile verlassen überarbeitete Versionen des Typs Alfa Romeo 6C 2500 die Werkshallen. Mit Ende des Krieges geht ein schleichender Wandel im Fahrzeugbau einher. Die beginnende Massenmotorisierung macht die Entwicklung weg von der Fahrzeugmanufaktur und hin zum Serienhersteller notwendig. Neben den immer weniger gefragten, sehr aufwendigen und entsprechend teuren Automobilen fordert der Markt zunehmend seriengefertigte, erschwingliche Fahrzeuge. Alfa Romeo vollzieht diesen Schritt 1950.
Im Jahr des zweiten Weltmeisterschaftsgewinns läuft der vierzylindrige Alfa Romeo 1900 in Portello vom Band. Das Fahrzeug ist eine Sensation. Obgleich die Technik dem für Alfa Romeo gewohnt hohen Standard entspricht, erstaunt der Auftritt des Luxus-Fahrzeugproduzenten Alfa Romeo im Mittelklassesegment nicht nur die Fachwelt. Die viertürige Limousine mit ihrer pontonförmigen, selbsttragenden Karosserie bildet – der Tradition Alfa Romeos entsprechend – die Basis für verschiedene Coupé- und Cabrioletvarianten. Und als wäre es eine Selbstverständlichkeit, bewähren sich die neuen Modelle aus Mailand auch im Motorsport.
1954 erscheint mit der 1,3-Liter großen Giulietta der bis dato kompakteste Alfa Romeo – ein wirtschaftlicher Volltreffer. Wieder gesellen sich zur Limousine Spider und Coupé. Vom „Sprint“ genannten Coupé entstehen gar vier verschieden designte Versionen. Ganz nach Art des Hauses stammen die Linien für die bildschönen Wagen aus der Hand namhafter Designer und Karosseriebauer wie beispielsweise Pininfarina, Bertone und Zagato.
Der expandierenden Firma wird es mit der Zeit in Portello zu eng. So ist der Bau eines neuen Werks in Arese beschlossene Sache. 1961 wird die neue Produktionsstätte am Rande Mailands bezogen. Und ein großes, geniales Auto wirft seinen Schatten voraus. Denn der Durchbruch – auch auf den Exportmärkten – gelingt Alfa Romeo mit der Einführung der unvergesslichen Giulia, die von 1962 bis 1978 in Arese von den Bändern rollt. Mit faszinierender Technik, sportwagen- gleichen Fahrleistungen, interessanter Optik und einem für die frühen sechziger Jahre beispiellos niedrigem Cw-Wert von 0,34 wird die Giulia zum bezahlbaren Traumwagen.
Eine Klasse über der Giulia rangieren die Modelle der 2600er Reihe. Formal orientieren sich die verschiedenen 2600 an den Modellen der zuvor produzierten Baureihe 2000. Doch unter den Hauben der ebenfalls als Limousine, Sprint und Spider erhältlichen Modelle arbeitet nun ein Reihensechszylinder-Motor und sorgt, dank der bis zu 145 PS, für standesgemäßen Vortrieb.
Die auf der Giulia basierenden 1750 und 2000 Berlina stehen parallel schon in den Startlöchern. Mit dem Erscheinen der Berlina halten die leistungsstarken Aluminiummotoren mit zwei obenliegenden Nockenwellen auch im bereits 1966 vorgestellten Spider und dem erstmals 1963 gebauten Giulia Sprint GT – mit Spitznamen Bertone – Einzug. Sowohl der Spider als auch das Coupé erfreuen sich größter Beliebtheit. Der Bertone bleibt 13 Jahre in Produktion und erringt beispielsweise in der Leichtbauversion „GTA“ (= Gran Tourismo Alleggerito) auf den Rennpisten Europas zahlreiche Meisterschaftstitel. Der bei Pininfarina entworfene und produzierte Spider läuft in seinen vier leicht unterschiedlichen Versionen gar 27 Jahre lang vom Band.
Die siebziger Jahre beginnen mit drei Sensationen aus dem Hause Alfa Romeo: Es erscheint der spektakuläre V8-Sportwagen Montreal, dessen Form aus der Hand des Bertone-Zeichners Marcello Gandini stammt. Außerdem präsentiert Alfa Romeo mit der Alfetta eine neue Limousinen-Generation, deren Antriebstechnik auf die des gleichnamigen Formel 1-Renners zurückgeht, mit dem Alfa Romeo die ersten beiden Formel-1-WM-Titel erobern konnte. Die Transaxle-Bauweise – Motor vorne, Getriebe hinten – wird zur Basis für viele folgende Modelle bis hin zum Roadster RZ. Die größte Attraktion hört jedoch auf den Namen Alfasud. Beim Alfasud handelt es sich um ein vollkommen neues Fahrzeug mit vorausschauender Konzeption. Für die Fertigung des kompakten Fronttrieblers entsteht in Pomigliano d´Arco, nahe Neapel, eigens ein neues Werk. Mit seinem großen Innenraum und dem kompakten Schrägheck bildet er den Grundstein für die neue, bis heute bedeutende Fahrzeugklasse. Die zeitlos schöne Karosserie stammt von Ex-Bertone-Chefdesigner Giorgietto Giugiaro, der mit diesem Entwurf den Boden für seine Firma Ital Design bereitet.
Der Alfasud verkauft sich gut. Dennoch beginnen für Alfa Romeo mit dem fortschrittlichen Fronttriebler sorgenvolle Zeiten. Trotz des dynamischen Boxermotors, bester Straßenlage und ansprechendem Äußeren kann die viel versprechende Konstruktion nicht in wirtschaftlichen Erfolg umgemünzt werden. Zu groß ist die Belastung der politischen Konflikte, der fortwährenden Streiks und der Interventionen der Geldgeber aus Rom.
In der ersten Hälfte der achtziger Jahre besteht das Programm aus Spider, Alfasud, Alfasud Sprint und den auf dem Transaxle-Prinzip der Alfetta basierenden Modelle Giulietta, Alfetta, Alfetta GTV und Alfa 6. 1983 löst der Alfa 33 den Alfasud ab. Zwölf Jahre bleibt der zwischenzeitlich gründlich überarbeitete Alfa 33 im Programm. Neben der fünftürigen Limousine gibt es ab 1984 auch eine anfangs als Giardinetta und später unter der Bezeichnung Sport Wagon angebotene Kombi-Version. Damit bereitet Alfa Romeo den Boden für das heutige Segment kompakter Edelkombis. Rechtzeitig zum 75-jährigen Firmenjubiläum erscheint 1985 der Alfa 75 in den Schaufenstern der Alfa Romeo-Händler. Seine Keilform ist die Fortsetzung des optischen Auftritts der neuen Giulietta. Es ist der letzte Alfa Romeo, der im inzwischen gebeutelten Staatsunternehmen entsteht. Daher ist eine Übergabe in private Hand längst beschlossene Sache.
Nach 52 Jahren ist Alfa Romeo wieder in Privatbesitz: 1986 gliedert Fiat die Firma in seinen Konzern ein. Als Dokument der Leistungsfähigkeit entsteht der auf 1.000 Stück limitierte Sportwagen SZ. Die eigenständige Optik und unnachahmliche Straßenlage machen den Wagen zum Aushängeschild. Für Alfa Romeo bedeutungsvoller ist allerdings das Erscheinen der neuen großen Limousine. Dank neuer Möglichkeiten und finanziell gestärktem Rücken erwacht Alfa Romeo mit dem 1987 auf dem Markt erscheinenden Alfa 164 zu neuem Leben. Er ist das Produkt einer Entwicklungsgemeinschaft mit dem Fiat-Konzern. Das Konzept der Kooperation verschiedener Fahrzeughersteller erweist sich als vorausschauend und für Mitbewerber als nachahmenswert. Im großen Gefüge des Fiat Konzerns bleibt bei akzeptablen wettbewerbsfähigen Preisen weiterhin Freiraum für typische Alfa Romeo. So gelingt es immer wieder, komplett eigenständige Alfa Romeo Modelle zu entwickeln – Spider, GT, 145/146, 147, 156, 159, Brera und 166 sind dafür der beste Beweis.
Während der Spider das Überleben der europäischen Roadster sichert, wird insbesondere der 156 – heute bereits ein Design-Klassiker – zum erfolgreichen Fundament der Marke. Parallel überträgt der Alfa 166 den sportlich italienischen Stil in die automobile Oberklasse. Der dynamische Alfa 159 tritt im 21. Jahrhundert in die historischen Fußstapfen des 156 und letztendlich der Giulia. Gewürdigt mit einer Reihe von Preisen und Auszeichnungen verhilft dieser 159 – als Limousine und Sport Wagon – Alfa Romeo zu nachhaltiger Popularität.
Mit dem 8C Competizione demonstriert Alfa Romeo 2006 die ungebrochene Strahlkraft der Marke: Die limitierte Auflage von 500 Fahrzeugen ist binnen weniger Tage ausverkauft. Dem Coupé folgt ein ebenfalls auf 500 Exemplare limitierter Roadster – auch er ist weltweit ausverkauft. Umso bemerkenswerter ist dabei die Tatsache, dass der aktuelle Alfa Romeo MiTo das Design dieses Supersportwagens in die kompakte Klasse trägt und zahlreiche Design-Elemente des Alfa Romeo 8C Competizione zitiert.
Und nun, zum 100sten Geburtstag, macht die Marke mit dem in wenigen Wochen debütierenden Modell Alfa Romeo Giulietta, das der überaus erfolgreichen Baureihe Alfa Romeo 147 folgt, nicht nur sich selbst ein Geschenk, sondern auch ihrer treuen und einzigartigen Fangemeinde – den Alfisti. Denn die Freunde und Fans von Alfa Romeo trugen und tragen wesentlich zur ganz besonderen Faszination der Marke bei. Keine andere Automarke, ob existierend oder bereits Geschichte, kann weltweit auf eine größere Anhängerschaft verweisen. Kein anderes Industrieunternehmen hat mehr Markenclubs als Alfa Romeo.
Jetzt beginnt das 101ste Jahr dieser automobilen Legende. Willkommen in der Zukunft.











